31 Dezember 2007

Guten Rutsch!

Die Demütigung, nicht den größten Baum zu haben, kontert Berlin ja traditionell mit der größten Party der Milchstraße. Jetzt live von der ZDF Kamera:



Euch allen einen guten Rutsch und alles Gute im neuen Jahr!

30 Dezember 2007

28 Dezember 2007

Wer hat's gesagt?

Zitat aus 2007:
"Wir haben festgestellt, dass unsere Website hauptsächlich von unseren eigenen Mitarbeitern aufgerufen wird. Deshalb überlegen wir derzeit, ob wir sie überhaupt noch brauchen."

Vorschläge bitte hier als Kommentar posten. Danke :-)

24 Dezember 2007

21 Dezember 2007

Mal Sondock is alive and kicking..

Im Dezember 1984 lief seine letzte Hitparade im WDR 2 und für unsereinen ging eine "Ära" zu ende. Jetzt kann man wieder seine Stimme hören. Eine echte Weihnachtsüberraschung!

Mitschnitte von damals: Hier
Ein aktuelles Interview von Normcast: hier und hier.

Persons of the Year


TIME hat nicht Al Gore sondern den Dikator und Geschäftspartner von Ex-Kanzler Gerd Sch. zur Person des Jahres erklärt. Dies nicht, weil der Mann so ein Vorbild für die Welt sei, sondern weil er großen Einfluss auf unser Leben nimmt. Legte man diesen Maßstab an Berlin an, müsste die Umweltsenatorin Katrin Lompscher (früher SED, dann PDS und heute Linke) diesen Preis für Berlin bekommen. Sie betreibt eine konfiskatorische Politik in Form einer Umwelt"zone" (mit Zonen haben es die früheren SED Funktionäre ja eh), die zigtausende Fahrzeugbesitzer quasi enteignet. Ohne einen Gegenwert für die Enteigneten oder Mehrwert für die Allgemeinheit.

17 Dezember 2007

Jahresendrallye, oder: Alles MUSS fertig werden. Jetzt.

Für unsereinen ist es leichter, den nächsten Börsentrend vorherzusagen, als den Termin von Weihnachten. Alles muss plötzlich MORGEN fertig werden. Wie kam es dazu?


Eigentlich braucht man nur den Dezember, in ihm findet alles statt:
- Mindestens die Hälfte der Jahresumsätze im Einzelhandel.
- Alle Projekte brauchen einen Abschlussbereicht.
- Für alle neuen Projekte 2008 müssen sofort Angebote geschrieben werden.
- Alle Zielvereinbarungspowerpointslides müssen sofort abgegeben werden.
- Wir müssen jeden zweiten Abend mit irgendwem Weihnachtsfeiern - gaaanz locker natürlich.
- Wir müssen über das nächste Jahr sprechen.
- Wir müssen mit dem Bonusheft noch zum Zahnarzt.
- Resturlaub muss in diesem Jahr noch genommen werden.
- Geschenke konzeptionieren, budgetieren und: delivern!
- Weihnachtskarten schreiben.
- Die eigenen Schlüsselressourcen sind alle schon im Urlaub.
- Der Kunde geht ein bisschen eher in Urlaub. Der Chef auch.
- Trotzdem ist morgen Abgabetermin...

Hab ich ein Glück, dass ich dieses Jahr vorgesorgt habe und nur Kunden habe, die schon in Weihnachtsstimmung sind :-)

16 Dezember 2007

Die Gestörten

"In praktisch jedem größeren Unternehmen und jeder Organisation ruft das Management, also die Praktiker alias die Gehemmten, die Mitarbeiter zu mehr Kreativität auf. Das klingt dann wie eine Rede von Edmund Stoiber, also komisch, aber wirr."
Wolf Lotter (zum Thema Konzernkreativität auf Vorstandsniveau)

"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit."
Rousseau (zum Thema Vorstandsgehälter auf Mindestlohnbasis)

15 Dezember 2007

Tesla Motors

In dem Jahr, als wir zum ersten mal mehr Weihnachtskarten von Marketingabteilungen als von Freunden und Verwandten bekamen, wurde mir klar, dass ich CRM Berater werden will.

Das war vor der Jahrtausendwende, in dem Jeff Bezos von TIME zur PERSON OF THE YEAR gekrönt wurde. Ich fühlte mich gleich mitgekrönt. Nicht, weil ich meinen Investmentbankerjob gekündigt hatte um einen Buchversand aufzubauen. Nein, mir reichte es, in unserer damaligen "Fernmeldeabteilung" bei RWE der erste gewesen zu sein, der etwas bei ebay und amazon bestellt hatte. Große Kinderaugen in der Frühstückspause: "WaaAAaas? - Ist das nicht sehr riskant??" Im falschen Film zu sein wurde mir restlos klar, nachdem ich im Urlaub Patricia Seybold's "König.Kunde.com" gelesen hatte. Auf zu neuen Ufern, beschloss ich damals, auf zu IBM...!

Jetzt ist es wieder soweit:

Im Silicon Valley entwickelt das Startup Tesla Motors einen Sportwagen mit Elektroantrieb.



Das Teil hat eine irrsinnige Beschleunigung aus dem Stand. Und mir vielen die Worte unseres GET IV Profs Peier wieder ein: Das Anzugsdrehmoment des Gleichstrommotors einer Straßenbahn schlägt jeden Rennwagen. Nur ihr Gewicht hält die Bahn davon ab, alle anderen stehen zu lassen.

Mir ist jetzt klar, was Porsche tun muss, wenn sie sich von den EU Bürokraten nicht fertig machen lassen wollen:
Sie müssen herausfinden, welche emotionalen Potenziale ein Elektromotor bietet. Es wird nicht das Motorgeräusch sein. Nicht der Geruch von Benzin und Öl. Nicht der Doppelauspuff. Es muss eine neue Idee von Sportwagen sein, die rückführbar bis zum alten Porsche Gründer ist. Und der hat seinerzeit immerhin einen der ersten Elektroautos entwickelt...

Die emotionalen Reserven stecken meiner Meinung nach in der Beschleunigung mit gutem Gewissen. Und das Design muss natürlich irgendwie elektrischer werden: Mehr Blitz als Muskel. Es muss an Röhren und Oszis-Lissajour-Figuren erinnern ;-)

Gut. Schauen wir uns Tesla Motor doch mal aus der Nähe an. Fliegen wir nach Kalifornien!

14 Dezember 2007

Charlottenburg, wie ein Weihnachtsbaum

Während man in Mitte noch Geld für die Restauration der Hohenzollern sammelt, machen wir uns unser Charlottenburger Schloss schon mal Untertan - sprich, wir besiedeln es mit Glühweinbuden. Ist sehr nett gemacht. Was mir auffiel: dass es mehr russische als preussische (und bayerische!) Buden gibt. Nasdararowje!


Übrigens: Die Länge spielt hier gar keine Rolle. :-))

Auch Mientus an der Mommsen- Ecke Wilmersdorfer Str. lässt sich nicht lumpen:

13 Dezember 2007

Und noch mal die Gedächtniskirche

So, jetzt weihnachtet es hier immer mehr. Der Werner hat mit Barcafotos nachgelegt, da muss ich auch noch mal :-)

Blick auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz:

12 Dezember 2007

Tauentziehnstr. im Advent

Blick von der 6. Etage im KaDeWe


Beleuchtung vor dem KaDeWe

Kleiner Mann, ganz groß

Neben der Bundespost leiden auch die Kunden der Bundesbahn unter einem ungeeigneten Charakter an der Führungsspitze. Einem nordkoreanischen Sonnenkönig gleich lobt sich der kleine Mann vom Lietzensee gerne selbst, wann immer er es schafft, ein Podium zu erklettern. In unnachahmlicher Weise bezeichnete er den neuen Hbf. in Berlin als "Naschen für die Augen". Wer in einem Bahnhof vor allem das Ding an sich sieht, mag das mit Toleranz für wütende, ausgezehrte alte Männer nachvollziehen.

Wer Bahnhöfe hingegen zum Reisen nutzt, weiß, dass der Mehdorn in dieser Beziehung gar nichts weiß. Weil der Alte selbst nicht Bahn fährt. Weiß nichts davon, dass Menschen nicht im Bahnhof wohnen sondern von dort noch weiter müssen. Dass manche sich sogar abholen lassen. Im Auto... ja doch! Ganz arm dran ist, wer einen ICE mit einem RegionelExpress erreichen muss. Denn die verspäten sich oft, ohne dass dies den Reisenden am Bahnhof Charlottenburg mal mitgeteilt wird.

Mehdorn will an die Börse und darf nicht? - Stimmt nicht. In diesem Jahr ist er schon zweimal an die Börse gegangen. An unsere!


Quelle: WELT

08 Dezember 2007

Licht aus - Wumm. Spot an - Aaah!

Lichterkette war gestern - heute ist Abschalten abgesagt. Fünf Minuten Licht aus. Natürlich synchron alle miteinander. Um achte, wenn wir gerade nach dem Lottoschein suchen..

Google geht schon man beispielhaft voran. Noch besser fänd ich es aber, wenn Beckmann (Reinhold), Kerner, Maischberger, Schöneberger, Pofalla, Heil, Roth, Beck (beide) hier folgen würden. Und zwar dauerhaft.

07 Dezember 2007

Auferstanden..

Da steht sie nun und kann nicht anders. Die Frauenkirche.



Wie ist die DDR eigentlich mit soviel Barock zurecht gekommen? Wer war da wessen Karikatur?

05 Dezember 2007

Lobbyismus, der sich sofort auszahlt

Als Manager eines staatlichen Unternehmens Druck auf die Regierung auszuüben um von den Kursprüngen zu profitieren, die die geforderten Gesetze auslösen: Das setzt einen neuen Benchmark in der nach unten offenen Prekariatsskala.


Quelle: Süddeutsche Zeitung

04 Dezember 2007

sonnenuntergang im büro

mitte november sah man von unserem büro aus den sonnenuntergang schon um viertel vor vier. die sonne stand tief über der silhouette über dem spreebogen. ein ensemble aus rathausturm und altbauten charlottenburgs. trauerweiden standen in gelb und grün am ufer und das laub der jungen birken war schon fast vollständig herabgeweht.
das ist der kurze moment, in dem sich der tunnelblick auflöst und man kurz in seine innere souveräne haltung zurückkehrt. dann sieht man in die welt so, wie man sie sonst nur -mangels innerer entspannung- rückblickend sieht. betrachtend. zulassend. in diesem moment und an diesem fleckchen erde. die gedanken um die tabellenkalkulation und präsentation und zugtickets und webseiten sind so flüchtig, schon morgen überholt und vergessen. von anderen neuen eintagsgedanken abgelöst.

jim rakete (den persönlich kennen zu lernen angela und ich vor einigen jahren mal die ehre hatten. als wir unsere wohnung für werbefotos der telekom zu verfügung stellten) sagte neulich in einem interview, es sei seine kunst schon heute in den gesichtern der menschen das photographisch einzufangen, was man morgen als typisch für diese zeit erachten wird. was also sollte ich in den gesichtern meiner kollegen im gebäude nebenan lesen? wir können uns gegenseitig bei der arbeit zuschauen, weil unsere wände zum größten teil aus fenstern bestehen. unser abstand ist gerade so, dass die einfahrt für die gemeinsame tiefgarage dazwischen passt. jeder sitzt vor seinem pc, einige sitzen in "meetings". immer einer struktur folgend oder eine entwerfend - oder nach ihr suchend. aber nur unsere hausseite kann den sonnuntergang sehen. sie wissen nichts davon.

an einem auto gibt es nicht ein einzelnes spannendes teil. jedes macht nur sinn im zusammenhang mit dem ganzen auto. und keines ist überflüssig. fällt auch nur eines von ihnen aus, wird es fast unmöglich, das ganze zu benutzen. auch die schönheit des ganzen verliert sich, wenn man nur ein einzelnes teil betrachtet oder nur eines vom ganzen weglässt. ein geniales design, aber ohne außenspiegel, einem fehlendem rad usw. sieht es beschädigt -ja behindert- aus.

darin gleicht es dem menschen bzw. der art wie man andere menschen sieht. nur unreife menschen können sich für ein schönes körperteil begeistern. die idee insgesamt muss stimmig, erkennbar und deutbar sein. es ist die schönheit, die an das zeitlose -besser: überzeitliche- "erinnert". (man muss von "erinnern" an etwas schon mal gesehenes sprechen, denn an welchem selbst geschaffenen maßstab sollte man messen, was man nicht selbst geschaffen hat?).

in diesem augenblick verschwand die sonne hinter der silhouette. es wurde mit einem schlag viel dunkler als es soeben noch war. "ich muss noch motoröl kaufen", dachte ich "und darf nicht zu spät feierabend machen." kehrte zurück zu meinen interviewprotokollen, funktionslisten und der powerpointdatei.

03 Dezember 2007

Gedächtniskirche

Für die Berliner Gedächtniskirche wird jetzt gesammelt. Für die anstehende Sanierung.
Kommentar eines Berliner: "Die sieht wirklich schlimm aus, aber doch schon seit Jahren..."


Foto aufgenommen vom KaDeWe Restaurant.

02 Dezember 2007

Der Film zum Berliner Senat

Der Langweiler von Judith Herman ist tatsächlich verfilmt worden.. Wieviel Fördergeld dareinging, wissen wir nicht.
Aber die Kinowerbung am Kudamm liest sich wie ein Kurzkommentar zum Berliner Senat .. gäääÄÄÄÄÄÄÄhhhn:

01 Dezember 2007

Beamer am Macbook, Deutsche Post - strong bye!

Früher konnte man sich aufs Pinnezählen verlassen. Heute gibts Ports und Stecker, die passen von der Form her - aber nicht vom Inhalt.
Also, für unseren NEC Beamer mit VGA Port am Macbook braucht man den Mini DVI auf VGA Adapter. Die sind aber leider ausverkauft bei Gravis und Apple Onlineshop hat 1-2 Wochen Wartezeit... Aber wir wollten den Rockefeller Xmas Tree doch unbedingt heute an die Redbrick beamen!!

Also bei Ebay gesucht und Puremac gefunden. Bestellt am 25.11., gezahlt per Paypal. Bis heute war nix im Kasten. Angemailed. Antwort sofort: Haben wir am 27.11. gesendet. Über die Trackingnummer erfahre ich bei DHL Online, dass meine Lieferung seit 2 Tagen in "einer" Filiale wartet. Allerdings nur noch 5 Tage. Dann gehtse zurück zum Sender. Eine Benachrichtigungskarte hatte ich NICHT im Briefkasten.

Ich hin zur Postfiliale... Dort holt die Angestellte in aller Seelenruhe meinen Adapter.
Ich sag: Wieso hatte ich keine Benachrichtigung im Kasten?
Sie: Weil der DHL Auslieferer die am 28.11. erst nach Feierabend der FIlialangestellten angeliefert hatte. Deshalb sei meine Benachrichtigung erst gestern oder heute PER POST rausgegangen. Weil, der Austräger schreibt die Benchrichtigungen nicht mehr. Das kostet mich locker 2 Tage Wartetzeit!

RACHE...! Ich beschwere mich, nehme mir meine Lieferung und will gehen. Da meint sie ich müsse noch für den Empfang unterschreiben.
Ich: Nee, ich nehm den Zettel gerne mit und sende ihn Ihnen per Post zu. ZACK, das sitzt!
Sie: Nein, das müssen sie hier unterschreiben!
Ich: Ich mache das jetzt so wie Sie mit mir umgehen.
Sie: Dann vermerke ich "Unterschrift verweigert."
Ich (die Videokamera über ihr bemerkend): Das stimmt ja nicht. Ich biete Ihnen an, das Formular mitzunehmen, zuhause zu unterschreiben und es per Post zurückzusenden.
Sie schnappt ein, will um den Tresen kommen, zögert, wird nervös und hektisch. Was sie notiert, bekomme ich schon nicht mehr mit, weil ich auf dem Heimweg bin..

Zuhause probiert: Der Beamer geht! Tag gerettet...