Neulich hatte die ZEIT einen elektroskeptischen Artikel über Elektroautos, der von Fehlern und schlechter Laune strotzte. Ohne selbst belastbare Fakten anzuführen, stellte er alles in Frage, was bisher an Entwicklungen und Rechnungen unternommen wurde.
Einen ähnlich unfundierten Rundumschlag leistet sich heute Henning Peitsmeier in der FAZ (zum Artikel).
Hier einige Korrekturen:
- Der GM Volt "soll das Reichweitenproblem" nicht "gelöst haben" (um nicht zu sagen: gerüchterhalber), sondern er verlängert seine Reichweite mit einem kleinen Verbrennungsmotor, der bei Bedarf über den Generator die Batterie auflädt. Diese Technik ist bekannt und wird auch für andere Elektroautos geplant.
- Im Unterschied zum Biosprit ist der Elektroantrieb nicht irgendein neuer Versuch einer Alternative, sondern er entkoppelt ganz grundsätzlich die Nutzenergie von der Primärenergie. Egal welche Primärenergie verstromt wird, das Antriebsprinzip bleibt das gleiche. Dies ist von unschätzbarem strategischen Wert in einer EU mit CO2-Strafsteuern. Fortan verschiebt sich diese Frage zum Autofahrer.
- Die Bahn fährt mit Wasserkraft und Kernenergie und wird von den GRÜNEN als umweltfreundliches Verkehrsmittel bezeichnet.
- Unser Gefühl für Leistung im Auto ist geprägt vom verlustreichen Verbrennungsmotor. Elektrisch braucht man viel weniger Nennleistung. Deshalb steigt der Stromverbrauch gerade mal um ca. 30%.
- Das Batterietauschsystem steht und fällt mit standardisierten Batterien.
Dienstag, 22. Juli 2008
Grüße aus der Zone
Berlin hat wieder eine Zone. Zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor ist andauernd etwas los, was es wert ist "weiträumig" geschützt zu werden. Und deshalb sind Straßensperrungen entlang des 17. Juni das "Summer Must Have" des Bezirksamtes Mitte.
Radrennen, Frauenradrennen, Rollschuhlauf der deutschen Krankenkassen, EM, Botschaftseinweihung oder aktuell das "Drama mit Obama". Alles Anlass genug, die Halsschlagader Berlins eine Woche lang abzuschnüren. (Übrigens haben die Verkehrsbetriebe rechtzeitig zum Benzinpreishöhenflug, Tourismusboom und den Verkehrsschikanen ihr Angebot auf "Ferienbetrieb" umgestellt, d.h. ausgedünnt. Und das letzte Mittel, Kutschfahrten, haben die Gestörten auch schon entdeckt.)
Nur beim öffentlichen Gelöbnis der Bundeswehr vorm Reichstag fiel dem Bezirksamt, Unterabteilung Grünflächen, ein, dass der Rasen unter dem Getrappel der 500 Rekruten leiden könnte. Hingegen waren die Störaktionen von Alt-RAFlern (wohlgmerkt: "Alt-", nicht "Ex-") kein Grund einzuschreiten. Ginge es nach unserer linksextremen Regierung, würde man nur eine Gegenveranstaltung genehmigen, das Gelöbnis selbst aber nicht.
Radrennen, Frauenradrennen, Rollschuhlauf der deutschen Krankenkassen, EM, Botschaftseinweihung oder aktuell das "Drama mit Obama". Alles Anlass genug, die Halsschlagader Berlins eine Woche lang abzuschnüren. (Übrigens haben die Verkehrsbetriebe rechtzeitig zum Benzinpreishöhenflug, Tourismusboom und den Verkehrsschikanen ihr Angebot auf "Ferienbetrieb" umgestellt, d.h. ausgedünnt. Und das letzte Mittel, Kutschfahrten, haben die Gestörten auch schon entdeckt.)
Nur beim öffentlichen Gelöbnis der Bundeswehr vorm Reichstag fiel dem Bezirksamt, Unterabteilung Grünflächen, ein, dass der Rasen unter dem Getrappel der 500 Rekruten leiden könnte. Hingegen waren die Störaktionen von Alt-RAFlern (wohlgmerkt: "Alt-", nicht "Ex-") kein Grund einzuschreiten. Ginge es nach unserer linksextremen Regierung, würde man nur eine Gegenveranstaltung genehmigen, das Gelöbnis selbst aber nicht.
Sonntag, 20. Juli 2008
VW Elektro Up kommt mit Frontmotor
Die Automobilwoche berichtet, dass ANE berichtet habe, dass VW Chef Winterkorn gesagt habe, man habe gegen die Ingenieure entschieden: Der VW Up Elektro wird einen Frontmotor bekommen, weil diese Konstruktion eine höhere Wiederverwendbarkeit habe. Wegen der Umentwicklung würde der Up! nun erst 2011 auf den Markt kommen. Pro Jahr sollen 500.000 Stück verkauft werden.
VW Forschungschef Jürgen Leohold kann die Verspätung verschmerzen. Ebenfalls gegenüber der Automobilwoche sagte er, die Elektroautoeurphorie könne er nicht nachvollziehen. Der Siegeszug würde zwanzig Jahre brauchen, solange nämlich bis die Entwicklungsaufgaben und Engpässe bei den Batterieherstellern gelöst seien.
Das Konzept des Ende Mai vorgestellten Golf Twin Drive erklärte Leohold in einem Interview mit United Pictures TV, zu sehen auch auf YouTube:
Völlig entspannt beim Thema Elektro und Hybrid ist VW-Tochter Skoda, wie Markus Pflegerl vom Blog Wattgehtab.com berichtet. Es komme aus CO2-Aspekten nicht darauf an, "in einem Teilbereich des Fahrens CO2 einzusparen", sondern müsse die Gesamtbilanz eines Autos betrachten.
Unterm Strich wird die Volkswagen Gruppe künftig also auch antriebstechnisch Suum Quique anbieten.
VW Forschungschef Jürgen Leohold kann die Verspätung verschmerzen. Ebenfalls gegenüber der Automobilwoche sagte er, die Elektroautoeurphorie könne er nicht nachvollziehen. Der Siegeszug würde zwanzig Jahre brauchen, solange nämlich bis die Entwicklungsaufgaben und Engpässe bei den Batterieherstellern gelöst seien.
Das Konzept des Ende Mai vorgestellten Golf Twin Drive erklärte Leohold in einem Interview mit United Pictures TV, zu sehen auch auf YouTube:
Völlig entspannt beim Thema Elektro und Hybrid ist VW-Tochter Skoda, wie Markus Pflegerl vom Blog Wattgehtab.com berichtet. Es komme aus CO2-Aspekten nicht darauf an, "in einem Teilbereich des Fahrens CO2 einzusparen", sondern müsse die Gesamtbilanz eines Autos betrachten.
Unterm Strich wird die Volkswagen Gruppe künftig also auch antriebstechnisch Suum Quique anbieten.
Mittwoch, 16. Juli 2008
Neue iPhone Anwendungen sparen Spritkosten
Das dürfte die Killerapplikation des Sommers werden: Fünf spritkostensparende Anwendungen sind schon im Angebot Hier.
Gefunden bei Autobloggreen.
Nebenbei:
Ich persönlich habe ja schon vor Wochen prognostiziert, dass der Ölpreis sinken wird :.) Wetten: dieses Jahr noch unter 1 EURO!
Gefunden bei Autobloggreen.
Nebenbei:
Ich persönlich habe ja schon vor Wochen prognostiziert, dass der Ölpreis sinken wird :.) Wetten: dieses Jahr noch unter 1 EURO!
Porsche kostet quasi nichts
Beim heutigen Aktienkurs von 187 EUR hat Volkswagen eine Marktkapitalisierung von rd. 55 Mrd. EUR.
Porsche hält derzeit lt. Presseberichten 31% an VW, was einem Wert von 17 Mrd. EUR entspricht.
Was müsste dann also das Unternehmen Porsche wert sein? Porsches Grundkapital teilt sich hälftig in je 87,5 Mio Stamm- bzw. Vorzugsaktien. Setzt man für beide den Aktienkurs von heute, 88 EUR an, ergibt sich eine Marktkapitalisierung von 15,4 Mrd. EUR.
Mit anderen Worten: Der gegenwärtige Aktienkurs spiegelt noch nicht einmal die VW-Beteiligung wieder. Entweder ist Porsche unterbewertet, oder Volkswagen ist überbewertet..
Porsche hält derzeit lt. Presseberichten 31% an VW, was einem Wert von 17 Mrd. EUR entspricht.
Was müsste dann also das Unternehmen Porsche wert sein? Porsches Grundkapital teilt sich hälftig in je 87,5 Mio Stamm- bzw. Vorzugsaktien. Setzt man für beide den Aktienkurs von heute, 88 EUR an, ergibt sich eine Marktkapitalisierung von 15,4 Mrd. EUR.
Mit anderen Worten: Der gegenwärtige Aktienkurs spiegelt noch nicht einmal die VW-Beteiligung wieder. Entweder ist Porsche unterbewertet, oder Volkswagen ist überbewertet..
Dienstag, 15. Juli 2008
Persönlicher SMS Stauwarner des VMZ Berlin
Die Verkehrsmanagementzentrale des Landes Berlin bietet einen sehr nützlichen SMS-Service: Registriert man sich auf der Website, kann man Routen hinterlegen, für die man Störungs- oder Staumeldungen aufs Handy und parallel als Email gesendet bekommt.
Heute war es zum ersten mal soweit. Es funktioniert und ist sehr praktisch:

Auf der gleichen Website findet man aktuelle Verkehrs- und Wetterinformationen, sowie Parkplatzübersichten und Veranstaltungshinweise.
Heute war es zum ersten mal soweit. Es funktioniert und ist sehr praktisch:

Auf der gleichen Website findet man aktuelle Verkehrs- und Wetterinformationen, sowie Parkplatzübersichten und Veranstaltungshinweise.
Projekte wiederbesucht: 0800-NOTFON D
Es ist interessant, nach Jahren mal zu schauen, was aus früheren Projekten geworden ist. Ich habe im Rahmen meiner Moderatorentätigkeit für das Navigationskonsortium wieder häufig in Hamburg zu tun. Interessanterweise führt mein Weg immer vorbei an den früheren Wirkungsstätten GDV und Olympus.
Unsere technische Redakteurin im Projekt war zur gleichen Zeit bei Olympus tätig wie ich als CRM Berater - small world!
Einer meiner früheren IBM Kollegen, Uwe Sch., hat inzwischen auch das Beratungsunternehmen gewechselt - ist aber immer noch für den Autonahnotrufdienstleister der deutschen Autoversicherer (GDV DL) tätig. Dies war mein erstes Beratungsprojekt bei der IBM Unternehmensberatung, im April 2000. Schön zu hören, dass der Service inzwischen fest etabliert ist. Pläne von früher wurden umgesetzt. So gibt es die mobile Notrufnummer 0800-NOTFON D.
Diese ersetzt den Notruf von der Säule. Die Lokalisierung des Handies erfolgt nach dem Einverständnis des Anrufers. Alle Autobahnnotrufe laufen im Callcenter des GDV gegenüber des Hamburger Hauptbahnhofs auf. Von außen sieht und ahnt man das nicht. Aber von hier wird mitunter lebensrettende Hilfe organisiert. Eines der sinnvollsten Projekte, die ich je mitmachen durfte...
Website der GDV DL GmbH
Unsere technische Redakteurin im Projekt war zur gleichen Zeit bei Olympus tätig wie ich als CRM Berater - small world!
Einer meiner früheren IBM Kollegen, Uwe Sch., hat inzwischen auch das Beratungsunternehmen gewechselt - ist aber immer noch für den Autonahnotrufdienstleister der deutschen Autoversicherer (GDV DL) tätig. Dies war mein erstes Beratungsprojekt bei der IBM Unternehmensberatung, im April 2000. Schön zu hören, dass der Service inzwischen fest etabliert ist. Pläne von früher wurden umgesetzt. So gibt es die mobile Notrufnummer 0800-NOTFON D.
Diese ersetzt den Notruf von der Säule. Die Lokalisierung des Handies erfolgt nach dem Einverständnis des Anrufers. Alle Autobahnnotrufe laufen im Callcenter des GDV gegenüber des Hamburger Hauptbahnhofs auf. Von außen sieht und ahnt man das nicht. Aber von hier wird mitunter lebensrettende Hilfe organisiert. Eines der sinnvollsten Projekte, die ich je mitmachen durfte...
Website der GDV DL GmbH
Samstag, 12. Juli 2008
Steckbrief der Continental Hybrid Technik
Gerade kommt die Meldung von der (feindlichen?) Übernahme der Continental AG durch den Wälzlagerhersteller Schaeffler. Schauen wir uns vorher nochmal das Hybridprogramm der Conti an.
Seit der VDO Übernahme hat sich der Geschäftsbereich Powertrain von 650 Mio € auf 1,2 Mrd € verdoppelt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 4.700 auf 31.000. Der Bereich Hybrid Electric Devices liefert Elektronik, elektrische Maschinen, Batterien und Energiemanagement - als Komponenten oder als System. Standorte sind u.a. Regensburg und Berlin.

Grafik: Continental
Leistungsbereich 20 bis >70kW
- Funktionen: Start/Stopp, Starkes regeneratives Bremsen, starkes Boosten, elektrisches Fahren, Drehmomentunterstützung im erweiterten Drehzahlbereich, Schwingungsdämpfung
- Ausnutzungsgrad des CO2-Einsparpotenzials: 100%
- Permanent erregte Synchronmaschine
- Systemspannung 100 bis 450V
- 5kW Steckdose 110/220V
- DC/DC Wandler 2,5kW, 12V
- Energiespeicher: derzeit NiMH Batterien, Künftig Li-Ionen
- Partner: ZF Friedrichshafen
Leistungsbereich 15kW
- Funktionen: Start/Stopp, Regeneratives Bremsen, Boosten, Drehmomentunterstützung im unteren Drehzahlbereich, Schwingungsdämpfung
- Ausnutzungsgrad des CO2-Einsparpotenzials: 90%
- Asynchronmaschine
- Systemspannung <60V
- DC/DC Wandler 1,8kW
- Energiespeicher: Kombination aus Doppelschichtkondensatoren und kleiner Standard-Batterie
Serienerfahrung: mit GM SUVs seit 2003.
FuE Thema: Integretation der Leistungselektronik, Verteilung entlang des Umfangs der elektrischen Maschine
Quelle: Conti Online
Seit der VDO Übernahme hat sich der Geschäftsbereich Powertrain von 650 Mio € auf 1,2 Mrd € verdoppelt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg von 4.700 auf 31.000. Der Bereich Hybrid Electric Devices liefert Elektronik, elektrische Maschinen, Batterien und Energiemanagement - als Komponenten oder als System. Standorte sind u.a. Regensburg und Berlin.

Grafik: Continental
Leistungsbereich 20 bis >70kW
- Funktionen: Start/Stopp, Starkes regeneratives Bremsen, starkes Boosten, elektrisches Fahren, Drehmomentunterstützung im erweiterten Drehzahlbereich, Schwingungsdämpfung
- Ausnutzungsgrad des CO2-Einsparpotenzials: 100%
- Permanent erregte Synchronmaschine
- Systemspannung 100 bis 450V
- 5kW Steckdose 110/220V
- DC/DC Wandler 2,5kW, 12V
- Energiespeicher: derzeit NiMH Batterien, Künftig Li-Ionen
- Partner: ZF Friedrichshafen
Leistungsbereich 15kW
- Funktionen: Start/Stopp, Regeneratives Bremsen, Boosten, Drehmomentunterstützung im unteren Drehzahlbereich, Schwingungsdämpfung
- Ausnutzungsgrad des CO2-Einsparpotenzials: 90%
- Asynchronmaschine
- Systemspannung <60V
- DC/DC Wandler 1,8kW
- Energiespeicher: Kombination aus Doppelschichtkondensatoren und kleiner Standard-Batterie
Serienerfahrung: mit GM SUVs seit 2003.
FuE Thema: Integretation der Leistungselektronik, Verteilung entlang des Umfangs der elektrischen Maschine
Quelle: Conti Online
Freitag, 11. Juli 2008
SMS-Services für Fluggäste
Es ist ja soo praktisch, eine SMS zu bekommen mit Infos über
- Das Abfluggate - vor allem wenn man vorher schon via Web eingecheckt hat und kein Gepäck aufgeben muss (macht heute eh keiner mehr).
- Die Pünktlichkeit des Abfluges... aber mindestens 30 min. vorher, sonst ist man eh schon auf dem Weg.
Was bieten die Dienstleister?
Die Website der Berliner Flughäfen bietet den Abflug- und Gateinfoservice an. Ist kostenlos, da gesponsert.
Lufthansa.de hat mich heute per SMS über eine Gateverlegung am Flughafen Stuttgart informiert. Fand ich gut.
Und unser Reisebüro BCD?
Bietet einen kostenpflichtigen SMS Service, der einen lediglich darüber informiert, wann planmäßiger Abflug ist und ob pünktlich. Keine Infos übers Gate.
BCD verschickt auch Buchungsbestätigungen für Flüge, die man in seinen LH oder Air Berlin Accounts anschließend nicht findet, für die man also nicht sofort online einchecken kann. Immerhin kann man Buchungsnummern noch manuell eingeben. BCD schreibt auch stets, dass die Sitzplatzvergabe am Ticketschalter stattfindet.. O-Ton Reisebüro: "Das schreiben die immer, das Formular ist uns vorgegeben. Hat nichts zu sagen. Ganz unten (20 Zeilen eng gedruckt) steht doch, dass es ein e-tix ist." Solche Auskünfte liebe ich ganz besonders: "Unsere Leistungsbeschreibung hat nichts zu sagen!"
- Das Abfluggate - vor allem wenn man vorher schon via Web eingecheckt hat und kein Gepäck aufgeben muss (macht heute eh keiner mehr).
- Die Pünktlichkeit des Abfluges... aber mindestens 30 min. vorher, sonst ist man eh schon auf dem Weg.
Was bieten die Dienstleister?
Die Website der Berliner Flughäfen bietet den Abflug- und Gateinfoservice an. Ist kostenlos, da gesponsert.
Lufthansa.de hat mich heute per SMS über eine Gateverlegung am Flughafen Stuttgart informiert. Fand ich gut.
Und unser Reisebüro BCD?
Bietet einen kostenpflichtigen SMS Service, der einen lediglich darüber informiert, wann planmäßiger Abflug ist und ob pünktlich. Keine Infos übers Gate.
BCD verschickt auch Buchungsbestätigungen für Flüge, die man in seinen LH oder Air Berlin Accounts anschließend nicht findet, für die man also nicht sofort online einchecken kann. Immerhin kann man Buchungsnummern noch manuell eingeben. BCD schreibt auch stets, dass die Sitzplatzvergabe am Ticketschalter stattfindet.. O-Ton Reisebüro: "Das schreiben die immer, das Formular ist uns vorgegeben. Hat nichts zu sagen. Ganz unten (20 Zeilen eng gedruckt) steht doch, dass es ein e-tix ist." Solche Auskünfte liebe ich ganz besonders: "Unsere Leistungsbeschreibung hat nichts zu sagen!"
Donnerstag, 10. Juli 2008
Hybrid-Rasierer
Es ist immer dasselbe und läuft auf folgendes hinaus: Nur die Benutzung von Nass- und Trockenrasierer ermöglicht die optimale Rasur. Es bleiben nach einer Trockenrasur immer irgendwelche Haare stehen. Und mit dem Nassrasierer ist man nicht so schnell oder sicher an der Kinnpartie.
Was wir brauchen ist ein Nassrasierer, der anstelle des Langhaarschneiders eine "trockene" Klinge hat, mit der Mann mal eben über die stehen gebliebenen Haare gehen kann.
Was wir brauchen ist ein Nassrasierer, der anstelle des Langhaarschneiders eine "trockene" Klinge hat, mit der Mann mal eben über die stehen gebliebenen Haare gehen kann.
Marktplatz für gebrauchte Digitalmedien
Wie verkaufe ich eigentlich einen iTunes Song, den ich nicht mehr hören will? Derzeit gar nicht. Die Eigenschaft der verlustfreien Kopie ist genau der Grund für die ewige Lizenz. Kein Anbieter glaubt mir, dass ich den Song wirklich verkaufe und nicht kopiere.
Es ginge nur, wenn es von einer zentralen Instanz überwacht würde. Einem Rechteserver, der bei jedem Zugriff oder zyklisch prüft, ob ich das Abspielrecht noch habe.
Es ginge nur, wenn es von einer zentralen Instanz überwacht würde. Einem Rechteserver, der bei jedem Zugriff oder zyklisch prüft, ob ich das Abspielrecht noch habe.
Vanity Servicenummer
0800-PIZZATAXI kann sich jeder merken. Man muss den Leuten nur einmal kurz erklären, wie man eine Vanitynummer in Ziffern übersetzt. Das hätte schon vor zehn Jahren die Telekom leisten können.
Das sog. Intelligente Netz der Telekom wertet die Herkunft eines kommenden Anrufes aus und kann ihn davon abhängig auf ein Ziel lenken. So könnte man die Vanitynummer 0800-PIZZATAXI in jeder Stadt einem anderen Pizzabäcker anbieten. Man könnte sie quartalsweise versteigern. Der IN-Server erkennt, aus welcher Stadt der Anruf kommt und zu welcher Pizzeria er gelenkt werden muss.
Dieses Geschäftsmodell als Vanity Versteigerer ist seit zehn Jahren möglich. Ich hatte es mal dem Netzbetreiber dtms angeboten. Die fanden es interessant aber nicht im Kern ihres Geschäftsmodells...
Das sog. Intelligente Netz der Telekom wertet die Herkunft eines kommenden Anrufes aus und kann ihn davon abhängig auf ein Ziel lenken. So könnte man die Vanitynummer 0800-PIZZATAXI in jeder Stadt einem anderen Pizzabäcker anbieten. Man könnte sie quartalsweise versteigern. Der IN-Server erkennt, aus welcher Stadt der Anruf kommt und zu welcher Pizzeria er gelenkt werden muss.
Dieses Geschäftsmodell als Vanity Versteigerer ist seit zehn Jahren möglich. Ich hatte es mal dem Netzbetreiber dtms angeboten. Die fanden es interessant aber nicht im Kern ihres Geschäftsmodells...
Pre-paid Taxi
Beim Lesen etlicher Navigationspatente kam mir die Idee: Ein Navi kann die schnellste oder kürzeste Route berechnen. Sogar unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrslage.
Kann es auch die günstigste Taxiroute berechnen und dem Fahrgast schon vorher den Preis nennen? In die Preisformel gehen bekanntlich die Entfernung und die Fahrtdauer ein. Aber abschätzen müsste man es können.
Wählt man stets die günstigste Strecke, könnte es sein, dass der Preis oft niedriger ausfällt als erwartet und man öfter Taxi fährt. Zudem kann die Ankunftszeit am tatsächlichen Zielort kalkuliert werden.
Eigentlich könnte diese Funktion bereits beim Anruf in der Taxizentrale angeboten werden. Oder gleich im Internet..
Kann es auch die günstigste Taxiroute berechnen und dem Fahrgast schon vorher den Preis nennen? In die Preisformel gehen bekanntlich die Entfernung und die Fahrtdauer ein. Aber abschätzen müsste man es können.
Wählt man stets die günstigste Strecke, könnte es sein, dass der Preis oft niedriger ausfällt als erwartet und man öfter Taxi fährt. Zudem kann die Ankunftszeit am tatsächlichen Zielort kalkuliert werden.
Eigentlich könnte diese Funktion bereits beim Anruf in der Taxizentrale angeboten werden. Oder gleich im Internet..
Navi-Plugin "Kostenlose Parkplätze"
POIs von Drittanbietern sind im kommen. Hier ein Link zu Gratisparken.de, wo man sich öffentliche und kostenfreie Parkplätze als Points of Interest für TomTom, Blaupunkt und Garmin sowie Google Earth herunterladen kann.
Mittwoch, 9. Juli 2008
There will be blood
Chrysler, Ford oder GM. Wer wird vom Automarkt verschwinden? Und wer stößt am schnellsten in die Lücke? Vielleicht Volkswagen, immerhin planen sie ein neues Werk in den USA. Die Businessweek schrieb vor einem halben Jahr, VW setze nur deshalb so wenige Autos in den USA ab, weil VW nur von Amerikanern gekauft wird, die nicht gerne Auto fahren.
Vielleicht steht die Umkehrung aller Werte ja kurz bevor...
Apropos: Die europäischen Kunden kaufen den Dacia Logan wie verrückt. Der ist ja nicht wegen minderer Qualität so günstig, sondern weil er eine Ausstattung auf dem Niveau der Achtziger Jahre hat. Ich kann dazu nur sagen, dass das nicht das schlechteste ist. Nichts nervt mich mehr, als wenn ich mit meinem Mietwagen am Flughafen nicht sofort losfahren kann, sondern erstmal im Bordbuch lesen muss, wie ich all die Bings und Bongs abstelle, die nach dem Drehen des Zündschlüssels zum Leben erwachen.
Vielleicht steht die Umkehrung aller Werte ja kurz bevor...Apropos: Die europäischen Kunden kaufen den Dacia Logan wie verrückt. Der ist ja nicht wegen minderer Qualität so günstig, sondern weil er eine Ausstattung auf dem Niveau der Achtziger Jahre hat. Ich kann dazu nur sagen, dass das nicht das schlechteste ist. Nichts nervt mich mehr, als wenn ich mit meinem Mietwagen am Flughafen nicht sofort losfahren kann, sondern erstmal im Bordbuch lesen muss, wie ich all die Bings und Bongs abstelle, die nach dem Drehen des Zündschlüssels zum Leben erwachen.
Freitag, 4. Juli 2008
Welcome home!

Heute wird die neue US-Botschaft am Brandenburger Tor eingeweiht. Die Fanmeile blieb deshalb gleich durchgängig bis heute gesperrt. OK, dafür schmeißen sie heute auch eine Party mit Feuerwerk. Aber der Himmel heute morgen erinnert schon stark an den "Independence Day", oder...?
Nachtrag:
Gerade gab es ein grandioses Feuerwerk über dem Tiergarten. Wow, welcome home! :-)
UPS vermeidet Linksabbiegen und spart Kraftstoff
UPS hält "Keine Linksabbieger" für die wichtigste Meideoption, um im Stadtverkehr Kraftstoff zu sparen. Das berichtet der Blog "Frontend of Innovation" mit Verweis auf ABC News . Die Nachricht ist immerhin schon ein Jahr alt. Die eingesparten 3 Millionen Gallonen dürften inzwischen aber an Wert gewonnen haben.
Quelle: ABC News, Frontend of Innovation
Quelle: ABC News, Frontend of Innovation
Zitat des Tages
Noch mehr Ähnlichkeit mit der Weimarer Republik:
"Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen."Walter Rathenau
Donnerstag, 3. Juli 2008
Ein Zitat aus dem "Process", das mir bei Projekten und während meiner Arbeit in der FDP immer wieder in Erinnerung kam, lautet:
Kafkas Erklärungsansatz für unangemessen selbstsichere Auftritte von Zeitgenossen gilt auch heute. Für die Unwissenden und Halbwissenden. Für die Ungebildeten und Halbgebildeten. Jedenfalls für solche, denen die Fähigkeit oder der Wille zur Reflexion fehlt. Gibt man diesen auch noch Macht, in Form einer Führungs- oder Beraterrolle wird es schnell unerträglich. Noch schlimmer wird es, wenn er sein Mandat von einem noch weniger Wissenden oder Gebildeten als er selbst bezieht. Daran zu erkennen, dass Mandatgeber und -nehmer ihre Identität zuvorderst aus ihrem Amt beziehen, in dem sie sich aufeinander beziehen.
Das Dramadreick vollendet dann der -nach menschlichen Maßstäben- Wissende und Gebildete. Auf ihn stürzen sich die anderen beiden mit wohliger Entspannung. Er ist der durch den Prozess irrende, nach dem Sinn und Zweck suchende. Doch der niemals irgendwo ankommende. Der sich alles gefallen lassende, in der Hoffnung, dass sich die destruktive Energie bald verbraucht hat. Und der nicht verstandene und dennoch verstehen wollende, der nur auf Amts- und Uniformträger (und Bahnbedienstete) trifft. Die uns nur als Hüllen begegnen und auf den Prozess verweisen und die Kafkas Romane so gespenstisch und dennoch so vertraut machen.
"Ihre Selbstsicherheit konnten sie nur aus ihrer Unwissenheit beziehen."Gemeint sind die beiden Beamten, die Josef K. früh morgens in seiner Wohnung verhaften ohne ihm eine Begründung liefern zu können oder wollen.
Kafkas Erklärungsansatz für unangemessen selbstsichere Auftritte von Zeitgenossen gilt auch heute. Für die Unwissenden und Halbwissenden. Für die Ungebildeten und Halbgebildeten. Jedenfalls für solche, denen die Fähigkeit oder der Wille zur Reflexion fehlt. Gibt man diesen auch noch Macht, in Form einer Führungs- oder Beraterrolle wird es schnell unerträglich. Noch schlimmer wird es, wenn er sein Mandat von einem noch weniger Wissenden oder Gebildeten als er selbst bezieht. Daran zu erkennen, dass Mandatgeber und -nehmer ihre Identität zuvorderst aus ihrem Amt beziehen, in dem sie sich aufeinander beziehen.
Das Dramadreick vollendet dann der -nach menschlichen Maßstäben- Wissende und Gebildete. Auf ihn stürzen sich die anderen beiden mit wohliger Entspannung. Er ist der durch den Prozess irrende, nach dem Sinn und Zweck suchende. Doch der niemals irgendwo ankommende. Der sich alles gefallen lassende, in der Hoffnung, dass sich die destruktive Energie bald verbraucht hat. Und der nicht verstandene und dennoch verstehen wollende, der nur auf Amts- und Uniformträger (und Bahnbedienstete) trifft. Die uns nur als Hüllen begegnen und auf den Prozess verweisen und die Kafkas Romane so gespenstisch und dennoch so vertraut machen.
Kafkaesk
Ein Zitat aus dem "Process", das mir bei Projekten und während meiner Arbeit in der FDP immer wieder in Erinnerung kam, lautet:
Kafkas Erklärungsansatz für unangemessen selbstsichere Auftritte von Zeitgenossen gilt auch heute. Für die Unwissenden und Halbwissenden. Für die Ungebildeten und Halbgebildeten. Jedenfalls für solche, denen die Fähigkeit oder der Wille zur Reflexion fehlt. Gibt man diesen auch noch Macht, in Form einer Führungs- oder Beraterrolle wird es schnell unerträglich. Noch schlimmer wird es, wenn er sein Mandat von einem noch weniger Wissenden oder Gebildeten als er selbst bezieht. Daran zu erkennen, dass Mandatgeber und -nehmer ihre Identität zuvorderst aus ihrem Amt beziehen, in dem sie sich aufeinander beziehen.
Das Dramadreick vollendet dann der -nach menschlichen Maßstäben- Wissende und Gebildete. Auf ihn stürzen sich die anderen beiden mit wohliger Entspannung. Er ist der durch den Prozess irrende, nach dem Sinn und Zweck suchende. Doch der niemals irgendwo ankommende. Der sich alles gefallen lassende, in der Hoffnung, dass sich die destruktive Energie bald verbraucht hat. Und der nicht verstandene und dennoch verstehen wollende, der nur auf Amts- und Uniformträger (und Bahnbedienstete) trifft. Die uns nur als Hüllen begegnen und auf den Prozess verweisen und die Kafkas Romane so gespenstisch und dennoch so vertraut machen.
"Ihre Selbstsicherheit konnten sie nur aus ihrer Unwissenheit beziehen."Gemeint sind die beiden Beamten, die Josef K. früh morgens in seiner Wohnung verhaften ohne ihm eine Begründung liefern zu können oder wollen.
Kafkas Erklärungsansatz für unangemessen selbstsichere Auftritte von Zeitgenossen gilt auch heute. Für die Unwissenden und Halbwissenden. Für die Ungebildeten und Halbgebildeten. Jedenfalls für solche, denen die Fähigkeit oder der Wille zur Reflexion fehlt. Gibt man diesen auch noch Macht, in Form einer Führungs- oder Beraterrolle wird es schnell unerträglich. Noch schlimmer wird es, wenn er sein Mandat von einem noch weniger Wissenden oder Gebildeten als er selbst bezieht. Daran zu erkennen, dass Mandatgeber und -nehmer ihre Identität zuvorderst aus ihrem Amt beziehen, in dem sie sich aufeinander beziehen.
Das Dramadreick vollendet dann der -nach menschlichen Maßstäben- Wissende und Gebildete. Auf ihn stürzen sich die anderen beiden mit wohliger Entspannung. Er ist der durch den Prozess irrende, nach dem Sinn und Zweck suchende. Doch der niemals irgendwo ankommende. Der sich alles gefallen lassende, in der Hoffnung, dass sich die destruktive Energie bald verbraucht hat. Und der nicht verstandene und dennoch verstehen wollende, der nur auf Amts- und Uniformträger (und Bahnbedienstete) trifft. Die uns nur als Hüllen begegnen und auf den Prozess verweisen und die Kafkas Romane so gespenstisch und dennoch so vertraut machen.
Mittwoch, 2. Juli 2008
Womit beheizt man ein Elektroauto?
Ein Argument fürs Elektroauto ist ja der hohe Wirkungsgrad. Der Verbrennungsmotor beheizt ja grundsätzlich seine Umgebung, was wir im Winter aber als Heizung nutzen. Auch die Batterie profitiert im Winter von der Motorwärme. Ein Elektromotor hingegen bleibt kalt. Was dann? Wie heizen wir die Batterie? Und wie den Fahrgastraum? (Unvergessen der Anblick meines Youngtimerkollegen, der im tiefsten Winter seinen warmen Mantel nicht seiner Frau sondern dem am Kaltstart leidenden V8-Motor überwarf..)
Also doch den Öltank einbauen? Dann kann man den Range-Extender gleich dazu planen. Hat die Frage mal jemand bedacht, oder wird uns das Thema im Winter kalt erwischen?
Also doch den Öltank einbauen? Dann kann man den Range-Extender gleich dazu planen. Hat die Frage mal jemand bedacht, oder wird uns das Thema im Winter kalt erwischen?
Dienstag, 1. Juli 2008
Batterietips
Hier mal ein paar gesammelte Tips und Infos zum Thema Autobatterie:
Funktionsweise:
Weil ein Verbrennungsmotor erst oberhalb seiner Mindestleerlaufdrehzahl (meist zwischen 700 und 900 U/min) stabil läuft, muss man ihn mit einer Hilfsenergie starten. Das besorgt der "Anlasser". Dieser Elektromotor wird von der Batterie gespeist. Wir benutzen also schon heute "Hydridautos", nur wir nutzen den Elektromotor nicht zur Traktion.
Spannungsempfindlichkeit:
Die Batterie versorgt aber nicht nur den Anlasser, sondern über das Bordnetz auch die gesamte Elektronik. Da Elektromotoren einen sehr hohen Einschaltstrom (im Auto mehrere 100 Ampere) haben -bei Drehzahl 0 liegt das höchste Drehmoment an- ziehen sie in diesem Moment die Bordnetzspannung herunter. Weil die meisten elektronischen Geräte an Bord -z.B. das Radio- spannungsempfindlich sind, schalten sie in diesem Moment ab und kommen wieder, sobald der Motor angesprungen ist. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass beim Anlassen auch die Benzinpumpe (ebenfalls ein Elektromotor) und die Zündanlage versorgt werden müssen. Immer mehr Autos haben deshalb heutzutage Schaltelemente, mit denen sie zwei getrennte - aber zusammenschaltbare- Teilnetze bilden können. Ein Teilnetz für die robusten Verbraucher mit hohem Einschaltstrom und Spannungsabsenkung, und eines für die sensible Elektronik. In größeren Limousinen gibt es bereits zwei Batterien.
Der Spannungseinbruch beim Anlassen kann eine Ursache dafür sein, dass ein Fahrzeug nicht anspringt. Bei ungünstigen Bedingungen kann die Batterie zwar noch genügend Energie gespeichert haben, der Spannungseinbruch kann jedoch trotzdem dafür sorgen, dass der Anlasser nicht schnell genug dreht. Dies kann auf einen defekten Anlasser oder eine verschlissene Batterie (Innenwiderstand) hindeuten. In jedem Fall stellen kalte Winternächte eine doppelte Belastung für die Batterie dar: Mit verminderter Kapazität muss mehr Leistung erbracht werden, denn je kälter der Motor, desto zäher das Motoröl und desto größer die Reibung zwischen Kolben und Zylinder...
Empfindlichkeit gegen Erschütterungen und Transport:
Am Batterieboden bildet sich so genannter Batterieschlamm. Dieses Ausbröseln wird vom ständigen Laden und Entladen verursacht, aber auch von Erschütterungen. Abgenutzte Motorhydrolager ohne Dämpfung beschleunigen also die Alterung der Batterie. Wächst der Batterieschlamm an, oder bringt man die Batterie z.B. beim Transport oder am Berg in eine zu schiefe Lage, kann das die Zellen kurzschließen. Die Batterie liefert dann keine ausreichende Spannung mehr und der Motor springt beim Anlassen nicht an, weil er zu langsam dreht.
Laden / Schnellladen:
Der ideale Ladestrom einer Batterie beträgt ein zehntel ihrer Kapazität. Also: Beträgt die Batteriekapazität 70 Ah, sollte sie mit 7 A geladen werden. Der Schnelllademodus nutzt einen wesentlichen höheren Ladestrom, spart Ladezeit, schafft es aber nur, die Batterie auf 70 - 80% aufzuladen. Sobald dies erreicht ist, sollte in den normalen Lademodus umgeschaltet werden, denn ab jetzt korrodieren die Zellgitter!.
Die Ladespannung bei laufendem Motor sollte an den Batteriepolen nicht über 14,4 V betragen. Eine Überladung ist schädlich, denn sie bewirkt Ausgasungen in der Batterie, die bis zur Knallgasexplosion der Batterie führen können.
Wasserstand:
Auch sog. wartungsfreie Batterien müssen auf genügend Wasser überprüft werden. Durch das Ausgasen sinkt der Wasserpegel, alle nicht mehr abgedeckten Elektrodenbereiche fehlen der Batteriekapazität. In dem Fall sollte jede Zelle mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden, bis die Elektroden ca. 1cm unter Wasser stehen.
Quellen: Eigenes Wissen, Wikipedia->Starterbatterie
Funktionsweise:
Weil ein Verbrennungsmotor erst oberhalb seiner Mindestleerlaufdrehzahl (meist zwischen 700 und 900 U/min) stabil läuft, muss man ihn mit einer Hilfsenergie starten. Das besorgt der "Anlasser". Dieser Elektromotor wird von der Batterie gespeist. Wir benutzen also schon heute "Hydridautos", nur wir nutzen den Elektromotor nicht zur Traktion.
Spannungsempfindlichkeit:
Die Batterie versorgt aber nicht nur den Anlasser, sondern über das Bordnetz auch die gesamte Elektronik. Da Elektromotoren einen sehr hohen Einschaltstrom (im Auto mehrere 100 Ampere) haben -bei Drehzahl 0 liegt das höchste Drehmoment an- ziehen sie in diesem Moment die Bordnetzspannung herunter. Weil die meisten elektronischen Geräte an Bord -z.B. das Radio- spannungsempfindlich sind, schalten sie in diesem Moment ab und kommen wieder, sobald der Motor angesprungen ist. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass beim Anlassen auch die Benzinpumpe (ebenfalls ein Elektromotor) und die Zündanlage versorgt werden müssen. Immer mehr Autos haben deshalb heutzutage Schaltelemente, mit denen sie zwei getrennte - aber zusammenschaltbare- Teilnetze bilden können. Ein Teilnetz für die robusten Verbraucher mit hohem Einschaltstrom und Spannungsabsenkung, und eines für die sensible Elektronik. In größeren Limousinen gibt es bereits zwei Batterien.
Der Spannungseinbruch beim Anlassen kann eine Ursache dafür sein, dass ein Fahrzeug nicht anspringt. Bei ungünstigen Bedingungen kann die Batterie zwar noch genügend Energie gespeichert haben, der Spannungseinbruch kann jedoch trotzdem dafür sorgen, dass der Anlasser nicht schnell genug dreht. Dies kann auf einen defekten Anlasser oder eine verschlissene Batterie (Innenwiderstand) hindeuten. In jedem Fall stellen kalte Winternächte eine doppelte Belastung für die Batterie dar: Mit verminderter Kapazität muss mehr Leistung erbracht werden, denn je kälter der Motor, desto zäher das Motoröl und desto größer die Reibung zwischen Kolben und Zylinder...
Empfindlichkeit gegen Erschütterungen und Transport:
Am Batterieboden bildet sich so genannter Batterieschlamm. Dieses Ausbröseln wird vom ständigen Laden und Entladen verursacht, aber auch von Erschütterungen. Abgenutzte Motorhydrolager ohne Dämpfung beschleunigen also die Alterung der Batterie. Wächst der Batterieschlamm an, oder bringt man die Batterie z.B. beim Transport oder am Berg in eine zu schiefe Lage, kann das die Zellen kurzschließen. Die Batterie liefert dann keine ausreichende Spannung mehr und der Motor springt beim Anlassen nicht an, weil er zu langsam dreht.
Laden / Schnellladen:
Der ideale Ladestrom einer Batterie beträgt ein zehntel ihrer Kapazität. Also: Beträgt die Batteriekapazität 70 Ah, sollte sie mit 7 A geladen werden. Der Schnelllademodus nutzt einen wesentlichen höheren Ladestrom, spart Ladezeit, schafft es aber nur, die Batterie auf 70 - 80% aufzuladen. Sobald dies erreicht ist, sollte in den normalen Lademodus umgeschaltet werden, denn ab jetzt korrodieren die Zellgitter!.
Die Ladespannung bei laufendem Motor sollte an den Batteriepolen nicht über 14,4 V betragen. Eine Überladung ist schädlich, denn sie bewirkt Ausgasungen in der Batterie, die bis zur Knallgasexplosion der Batterie führen können.
Wasserstand:
Auch sog. wartungsfreie Batterien müssen auf genügend Wasser überprüft werden. Durch das Ausgasen sinkt der Wasserpegel, alle nicht mehr abgedeckten Elektrodenbereiche fehlen der Batteriekapazität. In dem Fall sollte jede Zelle mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden, bis die Elektroden ca. 1cm unter Wasser stehen.
Quellen: Eigenes Wissen, Wikipedia->Starterbatterie
Montag, 30. Juni 2008
Einbindung von Elektroautos ins Energienetz
Davon haben die Stromversorgungsunternehmen immer geträumt: Einen günstigen Energiespeicher als Puffer zwischen Stark- und Schwachlastzeiten. Die Idee ist nun, die Batterien der Elektroautos nicht nur zum Fahren zu nutzen. Konstruiert man die Batterie entsprechend, kann man sie auch an den Hausanschluss klemmen.
Damit eröffnen sich völlig neue Wege zum Energiemanagement:
1. Was früher nur mit der ökologisch inkorrekten Nachtspeicherheizung funktionierte, kann man nun auf die Autobatterie anwenden: Die Nutzung als Speicher für billigen Nachtstrom. Den Vorteil genießen hier vor allem die Stromversorger, wenn sie den Speicher nach eigenem Fahrplan schalten dürfen. Der Bedarf an neuer Kraftwerksleistung ist weitaus geringer als die zusätzliche Leistung, die die Elektroautos (Batteriekapazität 15 - 20kWh) ins Spiel bringen, wenn man Schwachlastzeiten zum Aufladen nutzt.
2. Noch interessanter ist folgendes Ökoszenario: Man lädt seine Batterie beim Windbauern mit Windstrom auf, bzw. tauscht leer gegen voll. Diese Batterie kann das Zentrum des neuen, persönlichen Energiemanagements werden. Baut man seinen Hausanschluss entsprechend um, kann man mit der Batterie auch den Haushalt versorgen. Nur bei Bedarf schaltet man das eigene Netz wieder ans öffentliche. Dies wäre allerdings ein Horrorszenario für die Stromversorger, denn ihre Rolle würde sich auf den Lieferanten von Notstrom beschränken. Für die Betreiber von Windparks und Photovoltaikanlagen ist es ein Idealszenario: Ein Kraftwerk, dass nur einen Speicher füllen muss ist der ideale Business Case.
So gesehen, stehen uns nicht nur beim Autofahren sondern auch in der Stromversorgung stürmische Zeiten bevor.
Damit eröffnen sich völlig neue Wege zum Energiemanagement:
1. Was früher nur mit der ökologisch inkorrekten Nachtspeicherheizung funktionierte, kann man nun auf die Autobatterie anwenden: Die Nutzung als Speicher für billigen Nachtstrom. Den Vorteil genießen hier vor allem die Stromversorger, wenn sie den Speicher nach eigenem Fahrplan schalten dürfen. Der Bedarf an neuer Kraftwerksleistung ist weitaus geringer als die zusätzliche Leistung, die die Elektroautos (Batteriekapazität 15 - 20kWh) ins Spiel bringen, wenn man Schwachlastzeiten zum Aufladen nutzt.
2. Noch interessanter ist folgendes Ökoszenario: Man lädt seine Batterie beim Windbauern mit Windstrom auf, bzw. tauscht leer gegen voll. Diese Batterie kann das Zentrum des neuen, persönlichen Energiemanagements werden. Baut man seinen Hausanschluss entsprechend um, kann man mit der Batterie auch den Haushalt versorgen. Nur bei Bedarf schaltet man das eigene Netz wieder ans öffentliche. Dies wäre allerdings ein Horrorszenario für die Stromversorger, denn ihre Rolle würde sich auf den Lieferanten von Notstrom beschränken. Für die Betreiber von Windparks und Photovoltaikanlagen ist es ein Idealszenario: Ein Kraftwerk, dass nur einen Speicher füllen muss ist der ideale Business Case.
So gesehen, stehen uns nicht nur beim Autofahren sondern auch in der Stromversorgung stürmische Zeiten bevor.
Mittwoch, 25. Juni 2008
Das unfallvermeidende Auto
Den technischen Fortschritten in der Sicherheitstechnik verdanken immer mehr Menschen ihr Leben. Frühere Wessis erinnern sich an die Größenordnung von 10.000 Todesopfern im Straßenverkehr. Jährlich, allein in Westdeutschland. Heute liegt die Zahl, nach Wiedervereinigung und wesentlich mehr geleisteten Kilometern bei rund 5.000.
Passive Techniken wie konstruktive Knautschzone, Sicherheitsgurte und Kindersitze sowie aktive wie ABS und ACC (Tempomat + Abstandsregler) haben wir einiges geleistet.
Bisher zielte die Technik darauf ab, die Folgen eines an sich nicht mehr zu vermeidenden Unfalls zu lindern. Neue Entwicklungen zielen auf das "unfallvermeidende Auto". Dies beinhaltet aktives Eingreifen mit dem Ziel, den Crash zu vermeiden. Immer mehr Sensoren und die Verknüpfung bereits vorhandener Funktionen ermöglichen immer mehr elektronische Intelligenz. Dazu gehört z.B. die Einleitung eines Bremsvorgangs, wenn das Radarsystem aus dem Vergleich von Geschwindigkeit und Abstand zum Vordermann zum Schluss kommt, dass der Grenzwert erreicht ist. Auch wenn die Bremse nur Sekundenbruchteile eher reagiert, als der Mensch, verkürzt sich der Bremsweg vielleicht entscheidend.
Immerhin:
Quelle: Uni Hannover
Passive Techniken wie konstruktive Knautschzone, Sicherheitsgurte und Kindersitze sowie aktive wie ABS und ACC (Tempomat + Abstandsregler) haben wir einiges geleistet.
Bisher zielte die Technik darauf ab, die Folgen eines an sich nicht mehr zu vermeidenden Unfalls zu lindern. Neue Entwicklungen zielen auf das "unfallvermeidende Auto". Dies beinhaltet aktives Eingreifen mit dem Ziel, den Crash zu vermeiden. Immer mehr Sensoren und die Verknüpfung bereits vorhandener Funktionen ermöglichen immer mehr elektronische Intelligenz. Dazu gehört z.B. die Einleitung eines Bremsvorgangs, wenn das Radarsystem aus dem Vergleich von Geschwindigkeit und Abstand zum Vordermann zum Schluss kommt, dass der Grenzwert erreicht ist. Auch wenn die Bremse nur Sekundenbruchteile eher reagiert, als der Mensch, verkürzt sich der Bremsweg vielleicht entscheidend.
Immerhin:
Etwa 85% aller Verkehrsunfälle beruhen auf Fehleinschätzung und Übermüdung des Autofahrers. Im Stadtverkehr ereignen sich 60% aller Unfälle an Kreuzungen.
Quelle: Uni Hannover
Dienstag, 24. Juni 2008
Der Stand der Dinge bei Automotive Aktien
Wegen der galoppierenden Inflation geht es mit Konsumwerten - wozu die Automobilhersteller, nicht aber ihre Zulieferer gezählt werden- abwärts. Vor allem die Ölpreisentwicklung setzt den Autoherstellerwerten zu.
Ich bleibe aber bei meiner Meinung: Gerade WEIL die Branche vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte steht, müssen die Hersteller in den nächsten Jahren viel investieren und dabei auch neue Prioritäten setzen. Aber auf die neuen Modelle ab 2010 wird es einen Run geben. Derzeit sind viele Autokäufer sehr verunsichert, weil sich viele unbewusste Annahmen nach langen Jahren als falsch herausstellten. Z.B. das Verhältnis von Diesel und Benzinpreis.
Auf nichts warten Autofahrer sehnlicher als auf einen Notausgang aus dieser Misere. Und diesen werden die Elektroautos bieten. Wenn sich die Hersteller dann auch noch an innovatives Design herantrauen, könnte die Neuerfindung des Automobils bevorstehen. Shai Agassi ist ja bereits sogar dabei, ein neues Geschäftsmodell zu erfinden, in dem er ein Batteriestationsnetz mit subventionierten Autos anbieten wird.
Ist die gegenwärtige Baisse dann ein günstiger Einstiesgsmoment? Schauen wir uns die KGV an:
OEMs:
BMW = 7,4
Daimler (Smart Hybrid und Elektro, S-Klasse Hybrid) = 7,1
Ford = Neg.
GM (Hummer gestoppt, Volt mit Rangeextender in der Pipeline) = Neg.
Honda (plant Brennstoffzellengespeisten Elektro-FCX) = 13,4
Porsche = 7,5
Renault (zusammen mit Nissan Ausrüster des Project Better Place Projekt Israel) = 5
Toyota Motor (rüstet den Prius Hybrid auf Plugin Hybrid auf) = 12
Volkswagen (Elektro Space UP!, Touareg Hybrid, Jetta Plugin-Hybrid) = 15
GM ist ein Turnaroundkandidat, Renault steht vor der Feuertaufe seines Prestigeprojektes. BMW und Daimler erscheinen unterbewertet. Porsche leidet unter CO2-Pessimismus. Volkswagen wächst und wird von Porsche übernommen. Toyota hat seine beste Zeit erst einmal hinter sich. Honda fährt das höchste FuE-Risiko.
Zulieferer:
Continental = 8,2
Johnson Controls (Fahrzeugelektronik, Batteriemanagement) = 12,6
Saft (Lithium Ionen Batterien) = 15,4
Twintec (Rußpartikelfilter, Diesellastiges Geschäftsmodell) = 21
Twintec litt ungerechtfertigterweise unter dem "Betrugsfilterskandal" und hat sich krägtig erholt - mittelfristig, für die Nachrüstung der installierten Dieselbasis- ist die Story intakt. Saft profitiert von Nachrichten über Li-Ionen Aufträge und Gemeinschaftsprojekte. Johnson-Controls spielt Marktstärke aus. Conti muss seine Übernahmen verdauen, ist in Sachen Hybrid und Elektro aber mehr Systemintegrator denn Forscher.
Energietechniker und -versorger:
BP = 13
Exxon = 9,8
Eon (Gas, = 14
RWE (CO2-lastigstes EVU in Europa) = 12
Solarworld (Komplettanbieter Photovoltaik) = 22
Q-Cells (Dünnschichtzellen) = 35
ABB (Generatoren, Transformatoren) = 17
Siemens = 16
BP leidet unter der "russischen" Krankheit JV. Exxon verdient sich dumm und dusselig und erscheint immer noch unterbewertet, jedoch sinkt die Ölstory. RWE wird heftig unter den CO2-Steuermodellen leiden, auch wenn Elektroautos boomen. Eon liegt hervorragend im Rennen um die Zukunft, feuert auf allen Zylindern und ist noch moderat bewertet. ABB und Siemens sind noch unentdeckt, hängen aber von der weiteren Akzeptanz thermischer Großkraftwerke und Netzausbauten ab.
Ich bleibe aber bei meiner Meinung: Gerade WEIL die Branche vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte steht, müssen die Hersteller in den nächsten Jahren viel investieren und dabei auch neue Prioritäten setzen. Aber auf die neuen Modelle ab 2010 wird es einen Run geben. Derzeit sind viele Autokäufer sehr verunsichert, weil sich viele unbewusste Annahmen nach langen Jahren als falsch herausstellten. Z.B. das Verhältnis von Diesel und Benzinpreis.
Auf nichts warten Autofahrer sehnlicher als auf einen Notausgang aus dieser Misere. Und diesen werden die Elektroautos bieten. Wenn sich die Hersteller dann auch noch an innovatives Design herantrauen, könnte die Neuerfindung des Automobils bevorstehen. Shai Agassi ist ja bereits sogar dabei, ein neues Geschäftsmodell zu erfinden, in dem er ein Batteriestationsnetz mit subventionierten Autos anbieten wird.
Ist die gegenwärtige Baisse dann ein günstiger Einstiesgsmoment? Schauen wir uns die KGV an:
OEMs:
BMW = 7,4
Daimler (Smart Hybrid und Elektro, S-Klasse Hybrid) = 7,1
Ford = Neg.
GM (Hummer gestoppt, Volt mit Rangeextender in der Pipeline) = Neg.
Honda (plant Brennstoffzellengespeisten Elektro-FCX) = 13,4
Porsche = 7,5
Renault (zusammen mit Nissan Ausrüster des Project Better Place Projekt Israel) = 5
Toyota Motor (rüstet den Prius Hybrid auf Plugin Hybrid auf) = 12
Volkswagen (Elektro Space UP!, Touareg Hybrid, Jetta Plugin-Hybrid) = 15
GM ist ein Turnaroundkandidat, Renault steht vor der Feuertaufe seines Prestigeprojektes. BMW und Daimler erscheinen unterbewertet. Porsche leidet unter CO2-Pessimismus. Volkswagen wächst und wird von Porsche übernommen. Toyota hat seine beste Zeit erst einmal hinter sich. Honda fährt das höchste FuE-Risiko.
Zulieferer:
Continental = 8,2
Johnson Controls (Fahrzeugelektronik, Batteriemanagement) = 12,6
Saft (Lithium Ionen Batterien) = 15,4
Twintec (Rußpartikelfilter, Diesellastiges Geschäftsmodell) = 21
Twintec litt ungerechtfertigterweise unter dem "Betrugsfilterskandal" und hat sich krägtig erholt - mittelfristig, für die Nachrüstung der installierten Dieselbasis- ist die Story intakt. Saft profitiert von Nachrichten über Li-Ionen Aufträge und Gemeinschaftsprojekte. Johnson-Controls spielt Marktstärke aus. Conti muss seine Übernahmen verdauen, ist in Sachen Hybrid und Elektro aber mehr Systemintegrator denn Forscher.
Energietechniker und -versorger:
BP = 13
Exxon = 9,8
Eon (Gas, = 14
RWE (CO2-lastigstes EVU in Europa) = 12
Solarworld (Komplettanbieter Photovoltaik) = 22
Q-Cells (Dünnschichtzellen) = 35
ABB (Generatoren, Transformatoren) = 17
Siemens = 16
BP leidet unter der "russischen" Krankheit JV. Exxon verdient sich dumm und dusselig und erscheint immer noch unterbewertet, jedoch sinkt die Ölstory. RWE wird heftig unter den CO2-Steuermodellen leiden, auch wenn Elektroautos boomen. Eon liegt hervorragend im Rennen um die Zukunft, feuert auf allen Zylindern und ist noch moderat bewertet. ABB und Siemens sind noch unentdeckt, hängen aber von der weiteren Akzeptanz thermischer Großkraftwerke und Netzausbauten ab.
Öl als Kunststoff
Heizen und fahren können wir auch mit anderen Energiequellen. Aber 90% aller Kunststoffe basieren auf Erdöl. Gleichwertige Ersatzstoffe werden viel Forschung und: Energie kosten. (Quelle: Wikipedia/Erdöl)
Das halte ich für die viel größere Herausforderung als die Frage, was wir morgen tanken.
Das halte ich für die viel größere Herausforderung als die Frage, was wir morgen tanken.
Montag, 23. Juni 2008
Elektroautos mit Range-Extender
Auch wenn einige Autoenthusiasten Momente des Zweifels bekommen ;-): Die Zukunft gehört dem Elektroauto mit Range-Extender! Warum?
- Der Elektroantrieb entkoppelt die Form der Nutzenergie (Vortrieb) von der Form der Primärenergiequelle (Stromerzeugung).
- Zur Kompensation der beschränkten Batteriekapazität nimmt man einen sog. Range-Extender mit an Bord. Der wird aber viel kleiner ausgelegt als ein heutiger Verbrennungsmotor, denn er dient nur dem permanenten aber dezenten Nachladen der Batterie über einen Generator. Der Generator wird auch für die Nutzbremsung, also die Rückspeicherung von Rotations- in elektrische Energie genutzt.
- Der Range-Extender kann wahlweise ein "fossiles" Modell sein oder eine Brennstoffzelle.
Übrigens:
Welchen Ehrgeiz manche Autofahrer dabei entwickeln, sich möglichst autark -also im wahrsten Sinne: auto-mobil- zu bewegen, war gestern auf www.hna.de nachzulesen: Roland Gaber aus Köhrle hat eine Photovoltaikanlage im Garten aufgebaut. Sie speist die Batterie für seinen Elektrogolf :-)
- Der Elektroantrieb entkoppelt die Form der Nutzenergie (Vortrieb) von der Form der Primärenergiequelle (Stromerzeugung).
- Zur Kompensation der beschränkten Batteriekapazität nimmt man einen sog. Range-Extender mit an Bord. Der wird aber viel kleiner ausgelegt als ein heutiger Verbrennungsmotor, denn er dient nur dem permanenten aber dezenten Nachladen der Batterie über einen Generator. Der Generator wird auch für die Nutzbremsung, also die Rückspeicherung von Rotations- in elektrische Energie genutzt.
- Der Range-Extender kann wahlweise ein "fossiles" Modell sein oder eine Brennstoffzelle.
Übrigens:
Welchen Ehrgeiz manche Autofahrer dabei entwickeln, sich möglichst autark -also im wahrsten Sinne: auto-mobil- zu bewegen, war gestern auf www.hna.de nachzulesen: Roland Gaber aus Köhrle hat eine Photovoltaikanlage im Garten aufgebaut. Sie speist die Batterie für seinen Elektrogolf :-)
Sonntag, 22. Juni 2008
Flagge zeigen!
In Dortmund zittert man schon vorm Halbfinale?
Währenddessen in Berlin: Mein türkischer Tankwart, der wegen seiner günstigen Preise schon mal einen Rückstau bis in den Kreisverkehr vom Ernst-Reuter-Platz verursacht, und ich haben beide keine Ahnung von Fussball. Samstagmorgen waren wir uns noch beide einig, dass Holland Europameister wird... Tja. Und dass die Woche ansonsten aber sehr "spannend" wird. Oh ja. Ab morgen ist Probe auf der Fanmeile am 17. Juni. Ganz in der Nähe vom Reichstag. Manche sagen ja, die EM sei die einzige Institution, die sich an die Bologna- und Lissabonprozesse halte. Und die das Volk nicht befragt sondern Eintrittsgeld von ihm kassiert. Dafür gibt es aber auch einiges zu sehen, z.B. wird ein Regierungschef schon mal in den Glaskasten verbannt.
Sollten die Türken nach Wien nun auch noch Berlin nehmen, wird man in Brüssel nur noch vom Istanbulprozess reden. Bis dahin sollte man an seinem Auto trotzdem Flagge zeigen. Denn schließlich ist der Straßenverkehr ja nur die Fortsetzung der EM mit anderen MItteln.
Verschlechtert den cw-Wert, erweitert aber das Bewusstsein: Die Autoflagge :-)
Währenddessen in Berlin: Mein türkischer Tankwart, der wegen seiner günstigen Preise schon mal einen Rückstau bis in den Kreisverkehr vom Ernst-Reuter-Platz verursacht, und ich haben beide keine Ahnung von Fussball. Samstagmorgen waren wir uns noch beide einig, dass Holland Europameister wird... Tja. Und dass die Woche ansonsten aber sehr "spannend" wird. Oh ja. Ab morgen ist Probe auf der Fanmeile am 17. Juni. Ganz in der Nähe vom Reichstag. Manche sagen ja, die EM sei die einzige Institution, die sich an die Bologna- und Lissabonprozesse halte. Und die das Volk nicht befragt sondern Eintrittsgeld von ihm kassiert. Dafür gibt es aber auch einiges zu sehen, z.B. wird ein Regierungschef schon mal in den Glaskasten verbannt.
Sollten die Türken nach Wien nun auch noch Berlin nehmen, wird man in Brüssel nur noch vom Istanbulprozess reden. Bis dahin sollte man an seinem Auto trotzdem Flagge zeigen. Denn schließlich ist der Straßenverkehr ja nur die Fortsetzung der EM mit anderen MItteln.
Verschlechtert den cw-Wert, erweitert aber das Bewusstsein: Die Autoflagge :-)
Donnerstag, 19. Juni 2008
SPIEGEL Online: "Keiner will der letzte sein"
Thomas Hillenbrand hat eine gute Zusammenfassung über das Rennen der Automobilhersteller um das erste Elektroauto geschrieben: SPON
Beratungsunternehmen beteiligt sich an mindset
Das nenn ich mal einen authentischen Berater: con energy (nicht zu verwechseln mit dem Solarsystemhersteller conergy) beteiligt sich mit knapp 5% am Hersteller des Elektroautos mindset. Designt wird der mindset bekanntlich von dem früheren VW-Designer Murat Günak.
Quelle: PM von con energy
Quelle: PM von con energy
Dienstag, 17. Juni 2008
Wird das iPhone zum Beraterhandy?
Es wimmelt wieder von "Analysten", die eine Meinung zum iPhone haben. Banker, die soeben bewiesen haben, dass sie nicht mit Geld umgehen können, heben oder senken ihre bepflasterten Daumen.
Was keiner erwähnt: Geschäftskundentelefone sollten keine Kamera installiert haben. Multimediahandies muss man an immer Unternehmenspforten abgeben -aus Sicherheitsgründen. Aber wer will beim Kunden schon unerreichbar sein...?
Meine Prognose also: Die 2 Megapixelkamera ist zum Fotografieren zu wenig und fürs "Business" zu viel.
Was keiner erwähnt: Geschäftskundentelefone sollten keine Kamera installiert haben. Multimediahandies muss man an immer Unternehmenspforten abgeben -aus Sicherheitsgründen. Aber wer will beim Kunden schon unerreichbar sein...?
Meine Prognose also: Die 2 Megapixelkamera ist zum Fotografieren zu wenig und fürs "Business" zu viel.
Montag, 16. Juni 2008
"I ward narrisch!!"
Cordoba, das muss gleich nach Verdun und Stalingrad gewesen sein, oder? Ich mein nur, weil wir ausnahmsweise im öffentlich-rechtlichen nicht mit Wilhelm Zwo oder Hitler malträtiert werden, sondern mit Rüssmann, Maier und Krankl.
Gemma auf a Kaffee und zitieren einen großen Österreicher, zitieren wir Stefan Zweig in seiner "Welt von Gestern":
Tja, dem ist bis heute nichts hinzuzufügen. Oder doch, eines noch, da wir ja gerade wieder eine EU-Krise haben: Einmal wurde einem Nachfahren derer von Habsburg erklärt, warum das EU-Parlament heute so leer sei. "Die sind alle Fußball gucken. Es spielen Österreich-Ungarn". Antwort von Habsburg: "Gegen wen?!"
In diesem Sinne!
Gemma auf a Kaffee und zitieren einen großen Österreicher, zitieren wir Stefan Zweig in seiner "Welt von Gestern":
Habe einen erstaunlichen Eindruck von Deutschland: gewaltige Kraft, unerhörter Reichtum: Da beginnt man sich für dieses Phänomen zu interessieren, neugierig auf ein besiegtes Volk. Und als erstes entdeckt man, daß sie arbeiten, nicht wie Sträflinge, sondern wie Verrückte. [...] Und das zweite Phänomen, das diesen Reichtum erklärt: die miserable Bezahlung der Angestellten. [...] Es ist eine Art Wahnsinn, und wir fürchten alle, daß dies schwere Übelstände heraufbeschwören wird. Nie wurde ein Volk nach einer Revolution derart betrogen, die Industriellen haben heute mehr Gewalt als früher Wilhelm II. [...] Und was, wenn in einigen Jahren diese Kraft Deutschlands offensichtlich wird!! Hoffen wir, daß die Allianz mit Frankreich wirklich zustande kommt. [...] Wir leben in einer Übergangszeit wie vielleicht keine andere Epoche; wahrhauftig, wenn man das alles nicht in einem Roman darzustellen vermag (und ich habe nicht die Kraft, so riesige Probleme zu umfassen), sollte man doch tägliche Aufzeichnungen machen.
Tja, dem ist bis heute nichts hinzuzufügen. Oder doch, eines noch, da wir ja gerade wieder eine EU-Krise haben: Einmal wurde einem Nachfahren derer von Habsburg erklärt, warum das EU-Parlament heute so leer sei. "Die sind alle Fußball gucken. Es spielen Österreich-Ungarn". Antwort von Habsburg: "Gegen wen?!"
In diesem Sinne!
Winterkorn befürwortet Kernenergie für Elektroautos

Quelle: Bild.de
In einem Interview mit BILD hat der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen noch einmal seine Elektrautostrategie bekräftigt. Er befürwortet den Einsatz von Kernenergie als Batteriestrom. Dagegen ist nichts einzuwenden. Letzten Endes wird der Kunde sich seinen Stromversorger oder Batteriepartner aussuchen können. Die Automobilindustrie muss sich über die Primärenergie keine Gedanken mehr machen, sie ist das Thema los. Das allein genügt als strategischer Grund, den Bau von Elektroautos zu forcieren.
Trotzdem will er die Durchschnittsverbräuche konventionell angetriebener Autos noch einmal senken.
Mit dem CO2-Kompromiss sei er zufrieden, hätte sich aber trotzdem mehr Zeit zur Umstellung gewünscht. Das verstehe ich nicht: Erstens, gibt es die CO2-Diskussion seit zwanzig Jahren, sie ist nichts neues. Zweitens wäre die Nachfrage nach verbrauchsgünstigen Autos auch ohne CO2-Vorgaben gewachsen - weil die Benzin- und Dieselpreise massiv steigen. Da wird der Markt diejenigen belohnen, die neue Sparsamkeit mit gutem Design kombinieren. Ein langweiliges Design a la Lupo oder A2 spricht eben nicht jeden an, der noch Freude am Fahren sucht...
Sonntag, 15. Juni 2008
Audi wiederholt den Le Mans Hattrick!
Jetzt muss Kristensen die Audi Führung verteidigen
Quelle: LeMans.orgAudi und Peugeot fahren Kopf an Kopf. Bei gleich starker Motorisierung entscheiden auf den langen Geraden von Le Mans nur die cw-Werte. Und die sind bei den offenen Audis etwas schlechter. Nur bei Regen entscheidet obendrein die Fahrerkunst. Und die machte sich in der Nacht Kristinsen zunutze. Ein Audi liegt immer noch vorne. Sein Vorsprung vor den beiden Peugeots schrumpft jedoch permanent. Dahinter liegt momentan der zweite Audi.
Gerade gab es bei Audi wieder einen Fahrerwechsel. Statt McNish stieg wieder Kristinsen ins Cockpit. Jetzt heißt es: Daumen drücken!!
Samstag, 14. Juni 2008
Spannung in Le Mans
Heute um 15.00h startet das 24h-Rennen, dass in den letzten sieben Jahren ohne Unterbrechung von Audi gewonnen wurde. Der Audi R10 Diesel brauchte wesentlich weniger Tankstops und machte den Diesel hoffähig im Rennzirkus.
Morgen wird es spannender als sonst: Nach dem Training belegt nun Peugeot die ersten drei Startpositionen. Die Audis starten direkt dahinter.
Für Audi spricht die Erfahrung der letzten Jahre. Was nützt die schnellste Rundenzeit im Training, wenn das Auto nicht durchhält? Auch das Audi Fahrerteam ist erfahrener. Vielleicht mit einer Ausnahme: Für Peugeot startet morgen auch ein alter Bekannter aus der Fomel 1: Jacques Villeneuve. Mal sehen, wie weit wir kommen...
Die Startaufstellung:
1. Lamy/Sarrazin/Wurz (Peugeot 908 HDi FAP) 3.18,513 Min.
2. Montagny/Zonta/Klien (Peugeot 908 HDi FAP) 3.18,682 Min.
3. Gené/Minassian/Villeneuve (Peugeot 908 HDi FAP) 3.20,451 Min.
4. Capello/Kristensen/McNish (Audi) 3.23,847 Min.
5. Luhr/Prémat/Rockenfeller (Audi) 3.24,287 Min.
6. Charouz/Mücke/Enge (Lola-Aston Martin) 3.25,158 Min.
7. Biela/Pirro/Werner (Audi) 3.25,289 Min.
8. Ito/Tachikawa/Kataoka (Dome-Judd) 3.26,928 Min.
9. Collard/Boullion/Dumas (Pescarolo-Judd) 3.28,533 Min.
10. Ayari/Duval/Groppi (Courage-Oreca-Judd) 3.30,490 Min.
Wer das Rennen live verfolgen will, hat zwei Möglichkeiten:
1. Die Peugeot Filiale in Berlin unter den Linden überträgt live.
2. Free TV: EUROSPORT und EUROSPORT2 (Bereits um 10.00h wird das Showrennen übertragen)
3. Le Mans Webcam: http://www.lemans.org/24heuresdumans/pages/webcam_gb.html
Nette Fotos und Videos aus der Le Mans Geschichte gibt es bei einestages auf SPIEGEL Online.
Und wem das gefällt, dem sei der gleichnamige Film mit Steve McQueen, produziert 1970, empfohlen.
Morgen wird es spannender als sonst: Nach dem Training belegt nun Peugeot die ersten drei Startpositionen. Die Audis starten direkt dahinter.
Für Audi spricht die Erfahrung der letzten Jahre. Was nützt die schnellste Rundenzeit im Training, wenn das Auto nicht durchhält? Auch das Audi Fahrerteam ist erfahrener. Vielleicht mit einer Ausnahme: Für Peugeot startet morgen auch ein alter Bekannter aus der Fomel 1: Jacques Villeneuve. Mal sehen, wie weit wir kommen...
Die Startaufstellung:
1. Lamy/Sarrazin/Wurz (Peugeot 908 HDi FAP) 3.18,513 Min.
2. Montagny/Zonta/Klien (Peugeot 908 HDi FAP) 3.18,682 Min.
3. Gené/Minassian/Villeneuve (Peugeot 908 HDi FAP) 3.20,451 Min.
4. Capello/Kristensen/McNish (Audi) 3.23,847 Min.
5. Luhr/Prémat/Rockenfeller (Audi) 3.24,287 Min.
6. Charouz/Mücke/Enge (Lola-Aston Martin) 3.25,158 Min.
7. Biela/Pirro/Werner (Audi) 3.25,289 Min.
8. Ito/Tachikawa/Kataoka (Dome-Judd) 3.26,928 Min.
9. Collard/Boullion/Dumas (Pescarolo-Judd) 3.28,533 Min.
10. Ayari/Duval/Groppi (Courage-Oreca-Judd) 3.30,490 Min.
Wer das Rennen live verfolgen will, hat zwei Möglichkeiten:
1. Die Peugeot Filiale in Berlin unter den Linden überträgt live.
2. Free TV: EUROSPORT und EUROSPORT2 (Bereits um 10.00h wird das Showrennen übertragen)
3. Le Mans Webcam: http://www.lemans.org/24heuresdumans/pages/webcam_gb.html
Nette Fotos und Videos aus der Le Mans Geschichte gibt es bei einestages auf SPIEGEL Online.
Und wem das gefällt, dem sei der gleichnamige Film mit Steve McQueen, produziert 1970, empfohlen.
Donnerstag, 12. Juni 2008
Wow, VRR kündigt DB Regio!
Das nenne ich mal konsequent: Endlich zieht ein Verkehrsverbund die Konsequenz aus den permanenten Schlechtleistungen und Zumutungen, die Herr Mehdorn seinen Kunden alltäglich zumutet und die sehr häufig den Tatbestand der Nötigung oder Täuschung erfüllen.
Der VRR hat laut n-tv bei Stichproben festgestellt, dass die Bahn weniger Inspektions- und Wachdienstleistungen liefert als vertraglich vereinbart und hat den Vertrag für Regional- und S-Bahnverkehr fristlos gekündigt.
Ein überfälliger Schuss vor den Bug des GröBaZ rechtzeitig vor dem Börsengang.
Ich hatte zwei Wochen lang das Vergnügen, mehrmals pro Woche Fernreisen in überfüllten und nicht klimatisierten ICE Waggons zu verbringen. Man wird transportiert wie Vieh, vielleicht muss man Herrn Mehdorn einfach mal genauso behandeln.
Der VRR hat laut n-tv bei Stichproben festgestellt, dass die Bahn weniger Inspektions- und Wachdienstleistungen liefert als vertraglich vereinbart und hat den Vertrag für Regional- und S-Bahnverkehr fristlos gekündigt.
Ein überfälliger Schuss vor den Bug des GröBaZ rechtzeitig vor dem Börsengang.
Ich hatte zwei Wochen lang das Vergnügen, mehrmals pro Woche Fernreisen in überfüllten und nicht klimatisierten ICE Waggons zu verbringen. Man wird transportiert wie Vieh, vielleicht muss man Herrn Mehdorn einfach mal genauso behandeln.
Mittwoch, 11. Juni 2008
Was ist bloß bei Twintec los?
Twintec ist einer der wenigen seriösen Hersteller von Rußpartikelfiltern für Dieselfahrzeuge. Die Produkte bekommen beste Kritiken und namhafte Fahrzeughersteller sind Kunden. Auch der ADAC rüstet seine Diesel mit Twintec Rußfiltern nach. Beste Voraussetzungen also für eine positive Entwicklung der Aktie. Doch weit gefehlt: Der Kurs fällt seit Wochen, kam von 20 EUR auf 10 EUR runter. Warum?
- Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Betrugsfilteraffäre schlecht gemanagt. Sich halbherzig um die kulante Umrüstung gekümmert, viele betrogene Dieselfahrer ließ er im Regen stehen. Das ihm unterstellte Bundesumweltamt verbreitete Un- und Halbwahrheiten darüber welche Partikelfilter funktionieren und welche nicht und hat ein Informationschaos angerichtet. Die Börse straft Twintec ab, obwohl sie "nichts gemacht" haben?
- Der Dieselpreis hat enorm angezogen und liegt mit Benzin gleichauf. Ein Argument gegen Partikelfilterhersteller? Nein, denn die adressieren vor allem Nachrüstkunden aus dem Dieselfahrzeugbestand. Etliche Millionen.
Mal sehen, was da noch kommt.
- Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die Betrugsfilteraffäre schlecht gemanagt. Sich halbherzig um die kulante Umrüstung gekümmert, viele betrogene Dieselfahrer ließ er im Regen stehen. Das ihm unterstellte Bundesumweltamt verbreitete Un- und Halbwahrheiten darüber welche Partikelfilter funktionieren und welche nicht und hat ein Informationschaos angerichtet. Die Börse straft Twintec ab, obwohl sie "nichts gemacht" haben?
- Der Dieselpreis hat enorm angezogen und liegt mit Benzin gleichauf. Ein Argument gegen Partikelfilterhersteller? Nein, denn die adressieren vor allem Nachrüstkunden aus dem Dieselfahrzeugbestand. Etliche Millionen.
Mal sehen, was da noch kommt.
Schweizer bauen sparsamen Elektrosportwagen
Das Elektroautoportal Wattgehtab.com berichtet über eine Neuvorstellung der Schweizer Innovationsschmiede BRUSA. BRUSA wird Ende dieses Monats sozusagen die Schweizer Antwort auf den kalifornischen Tesla Roadster vorstellen: Den EQMotion Spyder. Ein Projekt zusammen mit der Interstaatlichen Technikhochsschule in Buchs.
- Gewicht: 1.000 kg
- Leistung: Heckantrieb mit zwei Elektromotoren a 115 PS / 85 kW
- Verbrauch: 15 kWh / 100 km = umgerechnet 1,5 l / 100km
Besonders interessant finde ich, dass für die Versorgung einer Jahresleistung von 20.000 km ein Solardach von der Fläche eines Einfamilienhauses - ca. 30 qm - genügen würde. Würde man die gleiche Leistung mit Biosprit liefern, würden 9.000 qm benötigt.
Man sieht: Energieautarkes Autofahren wird möglich!
- Gewicht: 1.000 kg
- Leistung: Heckantrieb mit zwei Elektromotoren a 115 PS / 85 kW
- Verbrauch: 15 kWh / 100 km = umgerechnet 1,5 l / 100km
Besonders interessant finde ich, dass für die Versorgung einer Jahresleistung von 20.000 km ein Solardach von der Fläche eines Einfamilienhauses - ca. 30 qm - genügen würde. Würde man die gleiche Leistung mit Biosprit liefern, würden 9.000 qm benötigt.
Man sieht: Energieautarkes Autofahren wird möglich!
Dienstag, 10. Juni 2008
Wetter: Überhitzt
Charttechnisch befinden wir uns in Berlin noch knapp oberhalb der psychologisch wichtigen 30° C Marke. Sollte sie in den nächsten Tagen halten, wäre der Weg nach oben frei. 40 oder 50° C wären dann möglich. Die noch Anfang Mai dominierende Skepsis ist einer leichten Europhie gewichen. Der Markt will nach oben, zu erkennen am positiven Momentum und den hohen Umsätzen. Er ist zwar leicht überkauft, aber das Sentiment stimmt. Solange nichts unvorhergesehenes passiert, z.B. ein Wetterwandel bzw. Temperatursturz, halten "wir" an unserem Rating fest und erhöhen die Prognose auf 40°.
Montag, 9. Juni 2008
iPhone 3G kommt - wie erwartet
Die deutschsprachige Apple Website ist derzeit überlastet. Aber die amerikanische zeigt die iPhone Neuheiten. Verkaufsstart in Deutschland ist der 11. Juli.
- 3G
- Pushmail vom MS Exchange Server
- GPS, Maps, Verkehrslage
Auf der US Website heißt es vielversprechend: "Half the price".
- 3G
- Pushmail vom MS Exchange Server
- GPS, Maps, Verkehrslage
Auf der US Website heißt es vielversprechend: "Half the price".
Samstag, 7. Juni 2008
Wie energieautonom kann der Autofahrer werden?
Man stelle sich vor: Den Strom für sein Elektroauto stellt man selbst her. Photovolatik auf dem Hausdach, eine kleine Windkraftanlage im Garten. Kein Ärger mit dem Stromversorger (z.B. voRWEggehen - warum eigentlich "gehen"?) über Netzanschlussbedingungen. Man betreibt einen Satz von Austausch (Plug-in) - Batterien: Eine steckt im Auto, die andere am Gleichrichter.
3D Maps
Während Werner sich mit seinem neuen GPS Tracker auf den Weg macht, Wege zum Kunden zu kartographieren, habe ich was interessantes in San Francisco gefunden: Ein Startup namens Earthmine, das 3D Streetlevel Maps erstellt. An sich nichts neues. Aber diese Maps können von Anwendungen adressiert werden.
Wozu man das braucht?
In der Navigationsbranche gibt es eine Art "Letzte Meile" Problem. Wenn das Navi "Ziel erreicht" meldet, ist man oft noch lange nicht da, wo man hin will:
- Parkplatzsuche => Eine Art related Point Of Interest
- Wo ist der Eingang zum Gebäude?
- Wo ist der Besprechungsraum "Käpt'n Blaubär"?
Man stelle sich vor: Mit der Einladung per Email kommt ein ein kleines File mit Koordinaten, das man per Bluetooth aufs iPhone (für die letzte Meile) und aufs richtige Navi (für die Meilen davor) überträgt. Wieviel Prozent der Besprechungsteilnehmer kämen dann endlich pünktlich zum Meeting?
Earthmine zielt jedoch zunächst auf Geschäftskunden aus Branchen wie Hochbau, Stadtverwaltung, Versorgungsunternehmen. Inspiriert wurden sie vom Rover der Marsexpedition.
Wozu man das braucht?
In der Navigationsbranche gibt es eine Art "Letzte Meile" Problem. Wenn das Navi "Ziel erreicht" meldet, ist man oft noch lange nicht da, wo man hin will:
- Parkplatzsuche => Eine Art related Point Of Interest
- Wo ist der Eingang zum Gebäude?
- Wo ist der Besprechungsraum "Käpt'n Blaubär"?
Man stelle sich vor: Mit der Einladung per Email kommt ein ein kleines File mit Koordinaten, das man per Bluetooth aufs iPhone (für die letzte Meile) und aufs richtige Navi (für die Meilen davor) überträgt. Wieviel Prozent der Besprechungsteilnehmer kämen dann endlich pünktlich zum Meeting?
Earthmine zielt jedoch zunächst auf Geschäftskunden aus Branchen wie Hochbau, Stadtverwaltung, Versorgungsunternehmen. Inspiriert wurden sie vom Rover der Marsexpedition.
Freitag, 6. Juni 2008
Wie gesagt: Der Ölpreis sinkt
Hab ich's nicht vor einer Woche gesagt?
Der Ölpreis wird sinken. Weil die Automobilhersteller auf Elektroautos umstellen. GM wird den Hummer aus dem Programm nehmen und den VOLT auf den Markt bringen. Das haben die Spekulanten anscheinend verstanden und sie steigen aus.
Verstanden hat es übrigens auch Thomas Lange vom sog. Manager Magazin :-))
Der Ölpreis wird sinken. Weil die Automobilhersteller auf Elektroautos umstellen. GM wird den Hummer aus dem Programm nehmen und den VOLT auf den Markt bringen. Das haben die Spekulanten anscheinend verstanden und sie steigen aus.
Verstanden hat es übrigens auch Thomas Lange vom sog. Manager Magazin :-))
Donnerstag, 5. Juni 2008
(Near) Future Cars

Dieses Buch "Future Cars" von Ulrich Bethscheider-Kieserhat mir viel Spaß gemacht und es inspiriert zum Einstieg in die nächste große Welle: Das Elektroauto kommt!
Der Titel "future cars" ist sehr konkret gemeint: Es geht um konkret angekündigte Zukunftsautos, die meisten sollen ab 2010 erhältlich sein. Darunter sehr schöne! In vielen Häusern dürfen die Designer die kleine Revolution anscheinend für sehr kreative Designs nutzen.
Der Trend ist eindeutig: Der Antrieb der Zukunft ist der Elektromotor. Der Verbrennungsmotor wird künftig nur noch die Funktion haben, über einen Generator die Batterie nachzuladen. Die Brennstoffzelle ist noch Zukunftsmusik und der Hybrid ist nur eine Übergangslösung.
Mit dem Elektroantrieb sind die Fahrzeughersteller das Thema CO2 los. Die Verantwortung für die Emissionen der future cars trägt der Kunde: Je nachdem für welchen Stromlieferanten er sich entscheidet, fährt er grün oder grau. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die eigene Stromproduktion auf dem Hausdach oder dem Hof zum neuen Volkssport wird. Warum sollen Windräder künftig teuer ans Hochspannungsnetz angeschlossen werden? Ist es nicht einfacher, Lithium-Ionen Akkus für Elektroautos damit zu laden?
Also, dieses Buch ist sehr zu empfehlen. Das Zeitalter des Elektroautos hat begonnen. In diesem Buch sind alle wichtigen schön fotografiert und kurz und knapp beschrieben.
Nur einen Fahrzeughersteller habe ich hier vermisst: Porsche.
Freitag, 30. Mai 2008
Tränen gelacht: www.engrish.com
Wo der Werner gerade über Powerpointohnmachsanfälle witzelt:
Jemals über Asian English in Dialogfeldern gestolpert? Es lebe das Outsourcing des Local Flavour!
Hier gibt es ein paar Delikatessen (schön einen nach dem anderen mit next durchklicken): Engrish.com
Jemals über Asian English in Dialogfeldern gestolpert? Es lebe das Outsourcing des Local Flavour!
Hier gibt es ein paar Delikatessen (schön einen nach dem anderen mit next durchklicken): Engrish.com
Montag, 26. Mai 2008
Autowerbung in den 70ern
Hier eine kleine Sammlung von Autowerbung in den 70ern. Am besten finde ich den Spot für den neuen OPEL Rekord. Der Wagen wird hier nur angekündigt - und ist selbst nicht zu sehen!
Sonntag, 25. Mai 2008
Klimahystieriewandel
Lange Jahre mussten sich selbst denkende, kritische Klimawissenschaftler, die nicht den lukrativen Mainstream des UNO Klimarates IPCC teilten, von übergewichtigen, halbgebildeten Umweltpolitikern öffentlich zurecht weisen lassen. Doch immer mehr von ihnen trauen sich nun an die Öffentlichkeit.
Beispiel 1:
Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (Wortführer: Mojib Latif) und das Max-Planck Institut für Meteorologie prognostizieren, dass die Temperaturen in Europa in den den nächsten zehn Jahren nicht weiter steigen, sondern sinken werden (Quelle: IFM GEOMAR). Der Unterschied zu den IPCC Prognosen komme dadurch zustande, dass jene den Einfluss der Meeresströmungen auf das Klima ignoriert hätten. Dies hätten die beiden deutschen Institute nun nachgeholt.
Beispiel 2:
Prof. P. Neumann-Mahlkau, Wissenschaftler an der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften bestreitet einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem CO2-Gehalt in der Atmospäre und dem Klima. Aus seiner Sicht, werden bei Auswertung der Temperatur- und CO2-Gehalts-Zahlenreihen Ursache und Wirkung verwechselt: Der CO2-Gehalt folge träge -in einem Abstand von mehreren 100 Jahren- der Temperaturkurve, nicht umgekehrt.
Quelle: RP Online, 22.08.2008
Nun ist aber der Klimawandel nicht die einzige, und auch nicht vorrangige Triebfeder für die Entwicklung und Förderung alternativer Antriebe. Auch nicht die Erwartung -denn auch die ist nicht bewiesen- einer Peak-Oil-Theorie. Wichtigste Triebfeder sind die permanent steigenden Öl- und Gaspreise.
Die Politik sollte deshalb die bislang gekoppelten Themenfelder unabängig, und mit neuen Schwerpunkte, betreiben:
Neue Leitfragen:
1. Welche Folgen hat ein Klimawandel für Europa und Deutschland - unabhängig von der Ursache des Klimawandels?
2. Welche Maßnahmen machen die Erkenntnisse aus 1. erforderlich?
3. Welche alternativen Antriebe müssen gefördert werden, um unsere Mobilität bezahlbar zu erhalten?
Beispiel 1:
Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (Wortführer: Mojib Latif) und das Max-Planck Institut für Meteorologie prognostizieren, dass die Temperaturen in Europa in den den nächsten zehn Jahren nicht weiter steigen, sondern sinken werden (Quelle: IFM GEOMAR). Der Unterschied zu den IPCC Prognosen komme dadurch zustande, dass jene den Einfluss der Meeresströmungen auf das Klima ignoriert hätten. Dies hätten die beiden deutschen Institute nun nachgeholt.
Beispiel 2:
Prof. P. Neumann-Mahlkau, Wissenschaftler an der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften bestreitet einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem CO2-Gehalt in der Atmospäre und dem Klima. Aus seiner Sicht, werden bei Auswertung der Temperatur- und CO2-Gehalts-Zahlenreihen Ursache und Wirkung verwechselt: Der CO2-Gehalt folge träge -in einem Abstand von mehreren 100 Jahren- der Temperaturkurve, nicht umgekehrt.
Quelle: RP Online, 22.08.2008
Nun ist aber der Klimawandel nicht die einzige, und auch nicht vorrangige Triebfeder für die Entwicklung und Förderung alternativer Antriebe. Auch nicht die Erwartung -denn auch die ist nicht bewiesen- einer Peak-Oil-Theorie. Wichtigste Triebfeder sind die permanent steigenden Öl- und Gaspreise.
Die Politik sollte deshalb die bislang gekoppelten Themenfelder unabängig, und mit neuen Schwerpunkte, betreiben:
Neue Leitfragen:
1. Welche Folgen hat ein Klimawandel für Europa und Deutschland - unabhängig von der Ursache des Klimawandels?
2. Welche Maßnahmen machen die Erkenntnisse aus 1. erforderlich?
3. Welche alternativen Antriebe müssen gefördert werden, um unsere Mobilität bezahlbar zu erhalten?
Öl: Strong bye!
Volkswirte und Analysten verstehen nur selten etwas von dem, was sie uns mit übertriebener Gelehrtenpose prophezeien. Goldman Sachs gab in einem Interview mit der SZ Anfang Mai zum besten, dass wir bald einen Rohölpreis von 200 US$ sähen. Einzige Begründung für den weiteren Anstieg war die Tatsache, dass er in der Vergangenheit gestiegen war. Mehr als eine Extrapolation des Gewesenen fällt dieser Spezies eigentlich nie ein. Unsere sogenanten Wirtschaftsweisen korrigieren das gesamte Jahr lang ihre "Prognosen" nach oben oder unten, je nachdem wohin die Börse gerade läuft.
Beim Öl- und Ölpreis werden wir fernab aller Analysten folgendes erleben:
Spätestens ab 2010 rollt die Elektroautowelle. Vor allem in den Großstädten dieser Welt, und das betrifft damit die Mehrheit der Weltbevölkerung, werden Elektroautos und -roller die herkömmlichen Fahrzeuge ablösen. Dies wird einen langsam beginnenden, aber stark wachsenden Trend zur Abkehr vom Öl begründen. Die Nachfrage nach Öl wird schneller nachlassen, als seine Förderung.
Die zweite, aber schwächere Welle parallel sind die verschiedenen Hybridvarianten. Der Verbrennungsmotor ist in heutigen Hybridautos noch der primäre Antrieb. Künftig wird er nur noch die Rolle einer Unterstützung zum Nachladen der Batterie bei längeren Fahrten haben.
Natürlich wird die wachsende Stromnachfrage dann auch einen neuen Trend darstellen. Aber Elektroautos verbrauchen unterm Strich weniger Primärenergie als die fossilbefeuerten Fahrzeuge.
Ich würde deshalb nicht in Öl und Gas investieren, sondern in Stromversorger mit günstiger CO2-Prognose. Der Stromversorger mit der diesbezüglich schlechtesten Prognose in Europa ist RWE (Quelle: CARMA Carbon Monitor).
Beim Öl- und Ölpreis werden wir fernab aller Analysten folgendes erleben:
Spätestens ab 2010 rollt die Elektroautowelle. Vor allem in den Großstädten dieser Welt, und das betrifft damit die Mehrheit der Weltbevölkerung, werden Elektroautos und -roller die herkömmlichen Fahrzeuge ablösen. Dies wird einen langsam beginnenden, aber stark wachsenden Trend zur Abkehr vom Öl begründen. Die Nachfrage nach Öl wird schneller nachlassen, als seine Förderung.
Die zweite, aber schwächere Welle parallel sind die verschiedenen Hybridvarianten. Der Verbrennungsmotor ist in heutigen Hybridautos noch der primäre Antrieb. Künftig wird er nur noch die Rolle einer Unterstützung zum Nachladen der Batterie bei längeren Fahrten haben.
Natürlich wird die wachsende Stromnachfrage dann auch einen neuen Trend darstellen. Aber Elektroautos verbrauchen unterm Strich weniger Primärenergie als die fossilbefeuerten Fahrzeuge.
Ich würde deshalb nicht in Öl und Gas investieren, sondern in Stromversorger mit günstiger CO2-Prognose. Der Stromversorger mit der diesbezüglich schlechtesten Prognose in Europa ist RWE (Quelle: CARMA Carbon Monitor).
Donnerstag, 22. Mai 2008
GM's Elektro "Volt" kommt für knapp 30.000 US$
Das berichtet die FAZ heute. Das interessante am Volt ist u.a. das attraktie Design, gegen das das eine oder andere asiatische Elektro- oder Hybridauto doch sehr bieder und langweilig wirkt. Und die Verbrennungsmaschine (drei Zylinder, 1 Liter Hubraum) zur Erzeugung von Strom. Das Hauptrisiko, mit einem Elektroauto liegen zu bleiben ohne Zugang zu einer Steckdose oder einer Austauschbatterie wird damit quasi eliminiert. Es ist viel wirtschaftlicher, die Reichweite eines Elektroautos durch eine solche "Hybridlösung" zu erweitern, als durch eine vergrößerte Batterie, die hohe Kosten und hohes Gewicht mit sich bringt. Zumal, wenn man die verlängerte Reichweite nur selten in Anspruch nimmt.
Fotos gibt es im Netzfundbüro, auf F.A.Z. unf bei GM.com
Fotos gibt es im Netzfundbüro, auf F.A.Z. unf bei GM.com
24h auf dem Eurospeedway
Seit unseren "Direktflügen" von Luzern (Nachtflug mit notdürftig reparierten Impulsgebern) und aus dem Tessin (problemlos) zurück nach Berlin interessiere ich mich für 24h - Rennen. Im August findet nun eines auf dem Lausitzring bzw. "Eurospeedway" bei Dresden statt (Mehr Infos).
Das Rennen ist Teil der erstmalig ausgetragenen 24h - Rennserie, zu der auch Ausrichtungen in Dubai, Budapest und Valencia gehören.
Die Anmeldung zur Teilnahme am Rennen kostet 500 EUR, Frühbucherrabatt 50 EUR. Für Zuschauer ist der Eintritt frei!
Habe Angi (2. Fahrerin) und mich (1. Fahrer) angemeldet. Ich muss Jörg fragen, wieviele Wochenende er demnächst Zeit hat für die Härtung unseres Fahrwerkes und den Einbau der Domstrebe...
Eine virtuelle Trainingsrunde kann man vorab hier drehen:
Das Rennen ist Teil der erstmalig ausgetragenen 24h - Rennserie, zu der auch Ausrichtungen in Dubai, Budapest und Valencia gehören.
Die Anmeldung zur Teilnahme am Rennen kostet 500 EUR, Frühbucherrabatt 50 EUR. Für Zuschauer ist der Eintritt frei!
Habe Angi (2. Fahrerin) und mich (1. Fahrer) angemeldet. Ich muss Jörg fragen, wieviele Wochenende er demnächst Zeit hat für die Härtung unseres Fahrwerkes und den Einbau der Domstrebe...
Eine virtuelle Trainingsrunde kann man vorab hier drehen:
Mittwoch, 21. Mai 2008
Porsche in der Ölkrise
Dies ist nicht die erste Ölkrise. Und sie muss nicht das Ende für Porsche einleiten.
In den Siebzigern -vor der ersten Ölkrise- beauftragte VW die Konstruktion eines Nachfolgers für den 914 (den "VW-Porsche") bei Porsche. Als der 924 auf dem Papier entwickelt war, war man mitten im Öldilemma, und VW fürchtete, dass die Welt nie wieder einen Sportwagen kaufen würde. VW kaufte die Konstruktion, wollte aber nicht produzieren. Doch die Porscheingenieure waren zu überzeugt von dem Auto, um es links liegen zu lassen:
- Ausgewogene Fahreigenschaften durch das Transaxle Prinzip (Frontmotor vorne, Getriebe hinten).
- Der vordere Einbau des Motors schaffte Platz für zwei hintere Sitze, auf der Kinder bequem sitzen können (i.Vgl. zum 911 und 914).
- Schlankes sportliches, dezentes Design.
- Niedriger Verbrauch durch reduzierte Motorisierung und niedrigen cw-Wert (0,32).
Porsche kaufte die Rechte an der Entwicklung zurück und ließ den 924 in Neckarsulm produzieren. Und siehe da, das Auto wurde auch verkaufsmäßig ein Renner.
Es war also die innere Überzeugung, die die unternehmerische Entscheidung zu einem Erfolg machte. Gegen jedweden Mainstream und momentane Krise.
In den Siebzigern -vor der ersten Ölkrise- beauftragte VW die Konstruktion eines Nachfolgers für den 914 (den "VW-Porsche") bei Porsche. Als der 924 auf dem Papier entwickelt war, war man mitten im Öldilemma, und VW fürchtete, dass die Welt nie wieder einen Sportwagen kaufen würde. VW kaufte die Konstruktion, wollte aber nicht produzieren. Doch die Porscheingenieure waren zu überzeugt von dem Auto, um es links liegen zu lassen:
- Ausgewogene Fahreigenschaften durch das Transaxle Prinzip (Frontmotor vorne, Getriebe hinten).
- Der vordere Einbau des Motors schaffte Platz für zwei hintere Sitze, auf der Kinder bequem sitzen können (i.Vgl. zum 911 und 914).
- Schlankes sportliches, dezentes Design.
- Niedriger Verbrauch durch reduzierte Motorisierung und niedrigen cw-Wert (0,32).
Porsche kaufte die Rechte an der Entwicklung zurück und ließ den 924 in Neckarsulm produzieren. Und siehe da, das Auto wurde auch verkaufsmäßig ein Renner.
Es war also die innere Überzeugung, die die unternehmerische Entscheidung zu einem Erfolg machte. Gegen jedweden Mainstream und momentane Krise.
Dienstag, 20. Mai 2008
Neue Strategien für Le Mans
Am 14. Juni startet wieder das 24h Rennen in Le Mans. Amtierender Sieger ist Audi mit seinem R10 TDI Diesel. Die Strategie, den entscheidenden Zeitvorsprung durch weniger Tankstops heraus zu fahren, ging auf. In diesem Jahr tritt ein weiterer Diesel an: Der Peugeot 908.
Lässt sich die gleiche Strategie auch mit einem Hybrid fahren? Heinz Harald Frenzen wird das am Wochenende 24h lang auf dem Nürburgring prüfen - in einem Gumpert Apollo, Antriebselektronik von BRUSA, Batterie von GAIA. Die Idee ist hier, die häufigen Bremsmanöver zum Laden der Hybrid Batterie zu nutzen. Bin sehr gespannt!
In Le Mans startet Frentzen aber sicherheitshalber doch lieber in einem Aston Martin...
(Quelle: wattgehtab.com)
Lässt sich die gleiche Strategie auch mit einem Hybrid fahren? Heinz Harald Frenzen wird das am Wochenende 24h lang auf dem Nürburgring prüfen - in einem Gumpert Apollo, Antriebselektronik von BRUSA, Batterie von GAIA. Die Idee ist hier, die häufigen Bremsmanöver zum Laden der Hybrid Batterie zu nutzen. Bin sehr gespannt!
In Le Mans startet Frentzen aber sicherheitshalber doch lieber in einem Aston Martin...
(Quelle: wattgehtab.com)
Montag, 19. Mai 2008
Hybridvarianten nach Leistungsvermögen
1. Micro-Hybrid
Hier sind Lichtmaschine und Anlasser durch einen Starter-Generator ersetzt und über einen Riemen mit dem Verbrennungsmotor verbunden.
Elektrische Leistung: < 3kW
Funktionen: Elektrischer Start-Stop-Betrieb und Generatorbetrieb.
Einsparpotenzial für CO2 und Kraftstoff: Abhängig vom Stop-and-Go Anteil, typischerweise 5 - 10%.
2. Mild-Hybrid
Die Starter-Generator Einheit ist starr mit der Kurbelwelle verbunden.
Elektrische Leistung: 10 - 15kW
Funktionen: Start-Stop-Betrieb, Generatorbetrieb, Boosbetrieb (zusätzliches Drehmoment auf der Kurbelwelle), Nutzbremsung, Schwingungsdämpfung bei Lastwechseln.
Vorteile von Micro- und Mild-Hybrid: Keine konstruktiven Änderungen an Verbrennungsmotor und Antriebsstrang nötig.
Beispiel BMW 1er
3. Full-Hybrid
Stärkerer Elektromotor und Batterie.
Elektrische Leistung: >15kW, U>100V
Funktionen: Start-Stop-Betrieb, Generator, ausgeprägtere Nutzbremsung, längerer Boosbetrieb, rein elektrischer Antrieb, wirkungsvollere Schwingungsdämpfung bei Lastwechseln,
Einsparpotenzial: >20%
Nachteile: zusätzliches Getriebe und Kupplung, Anpassung (Downsizing) des Verbrennungsmotors.
Beispiel:Toyota Prius
Quelle: "Erfinderaktivitäten 2006/2007", DPMA
Hier sind Lichtmaschine und Anlasser durch einen Starter-Generator ersetzt und über einen Riemen mit dem Verbrennungsmotor verbunden.
Elektrische Leistung: < 3kW
Funktionen: Elektrischer Start-Stop-Betrieb und Generatorbetrieb.
Einsparpotenzial für CO2 und Kraftstoff: Abhängig vom Stop-and-Go Anteil, typischerweise 5 - 10%.
2. Mild-Hybrid
Die Starter-Generator Einheit ist starr mit der Kurbelwelle verbunden.
Elektrische Leistung: 10 - 15kW
Funktionen: Start-Stop-Betrieb, Generatorbetrieb, Boosbetrieb (zusätzliches Drehmoment auf der Kurbelwelle), Nutzbremsung, Schwingungsdämpfung bei Lastwechseln.
Vorteile von Micro- und Mild-Hybrid: Keine konstruktiven Änderungen an Verbrennungsmotor und Antriebsstrang nötig.
Beispiel BMW 1er
3. Full-Hybrid
Stärkerer Elektromotor und Batterie.
Elektrische Leistung: >15kW, U>100V
Funktionen: Start-Stop-Betrieb, Generator, ausgeprägtere Nutzbremsung, längerer Boosbetrieb, rein elektrischer Antrieb, wirkungsvollere Schwingungsdämpfung bei Lastwechseln,
Einsparpotenzial: >20%
Nachteile: zusätzliches Getriebe und Kupplung, Anpassung (Downsizing) des Verbrennungsmotors.
Beispiel:Toyota Prius
Quelle: "Erfinderaktivitäten 2006/2007", DPMA
Sonntag, 18. Mai 2008
Saisoneröffnung

Die Porschefreunde aus Berlin und Brandenburg haben heute mit einer Ausfahrt ins östliche Brandenburg die Saison 2008 eröffnet. 17 Modelle, darunter zwei seltene 968, viele 944er, drei 924er, zwei Boxster und ein 911 Cabrio gingen auf die Piste. Hat viel Spaß gemacht. Ein Riesendankeschön an die beiden Organisatoren Irene und Jürgen!
Samstag, 17. Mai 2008
Hybrid Antriebsvarianten
Aus den Anordnungsvarianten von Verbrennungsmotor, Generator und Elektromotor ergeben sich die folgenden Antriebsvarianten:
1. Serieller Hybrid
Hier sind die drei Komponenten hintereinander angeordnet. Das Auto wird grundsätzlich nur elektrisch angetrieben. Der Verbrennungsmotor arbeitet nur auf den Generator.
Vorteil: Der Verbrennungsmotor kann unabhängig von der Fahrsituation immer im besten Wirkungsgradbereich betrieben werden.
Nachteil: Der Elektromotor muss so -im Vergleich größer- dimensioniert werden, dass er den gesamten -und nicht nur den Stadtverkehr- Leistungsbereich abdeckt.
2. Paralleler Hybrid
Hier sind Verbrennungs- und Elektromotor parallel geschaltet. Man kann den Antriebsmix beliebig skalieren.
Beispiele: Audi Duo, Honda Hybrid
Die Parallelschaltung ist nur in einem Betriebszustand unerwünscht: Bei der Nutzbremsung (Rekuperation, generatorisches Bremsen), in der der Generator das Auto bremst und die Batterie auflädt, soll der Verbrennungsmotor nicht mitgeschleppt werden. Hierzu ist eine Kupplung zwischen Verbrennungs- und Elektromotor erforderlich.
3. Kombinationen aus Seriell und Parallel
Baut man einen zweiten Elektromotor ein, kann man beide Varianten realisieren.
Beispiel: Toyota Prius (leistungsverzweigter Hybrid)
Beim leistungsverzweigten Hybrid wird die vom Verbrennungsmotor erzeugte Leistung auf die Antriebsräder und den Generator "verzweigt". Die Leistungsverteilung wird über die Leistungsaufnahme des Generators geregelt.
Vorteil: Höherer Wirkungsgrad als beim seriellen Hybrid.
Quelle: "Erfinderaktivitäten 2006/2007", DPMA
1. Serieller Hybrid
Hier sind die drei Komponenten hintereinander angeordnet. Das Auto wird grundsätzlich nur elektrisch angetrieben. Der Verbrennungsmotor arbeitet nur auf den Generator.
Vorteil: Der Verbrennungsmotor kann unabhängig von der Fahrsituation immer im besten Wirkungsgradbereich betrieben werden.
Nachteil: Der Elektromotor muss so -im Vergleich größer- dimensioniert werden, dass er den gesamten -und nicht nur den Stadtverkehr- Leistungsbereich abdeckt.
2. Paralleler Hybrid
Hier sind Verbrennungs- und Elektromotor parallel geschaltet. Man kann den Antriebsmix beliebig skalieren.
Beispiele: Audi Duo, Honda Hybrid
Die Parallelschaltung ist nur in einem Betriebszustand unerwünscht: Bei der Nutzbremsung (Rekuperation, generatorisches Bremsen), in der der Generator das Auto bremst und die Batterie auflädt, soll der Verbrennungsmotor nicht mitgeschleppt werden. Hierzu ist eine Kupplung zwischen Verbrennungs- und Elektromotor erforderlich.
3. Kombinationen aus Seriell und Parallel
Baut man einen zweiten Elektromotor ein, kann man beide Varianten realisieren.
Beispiel: Toyota Prius (leistungsverzweigter Hybrid)
Beim leistungsverzweigten Hybrid wird die vom Verbrennungsmotor erzeugte Leistung auf die Antriebsräder und den Generator "verzweigt". Die Leistungsverteilung wird über die Leistungsaufnahme des Generators geregelt.
Vorteil: Höherer Wirkungsgrad als beim seriellen Hybrid.
Quelle: "Erfinderaktivitäten 2006/2007", DPMA
Donnerstag, 15. Mai 2008
Reich, aber sexy

Nix ging mehr heute Abend am Sony Center, Potsdamer Platz. Sex and the City passt gut zu Berlin. Denn unsere Antwort auf Mr. Big heißt Klaus Wowereit. Von ihm wissen wir, dass unsere City arm aber sexy ist.
Da hieß es, frische Batterien in die Kamera und durchboxen. Und dann kamen sie.... Nur Miranda gab Autogramme. Jetzt sitz ich hier wie Carrie, nehme mein "second meal" ein und schreibe der Nachwelt meine Erkenntnisse auf.
"Das tolle an einer Filmpremiere ist, dass die Berlinerinnen sich endlich mal gut anziehen."
Fahrzeugentwickler setzen neue Schwerpunkte
Quelle: Automobilwoche. Die FHW Bergisch Gladbach hat die Innovationsschwerpunkte der Automobilkonzerne untersucht. Ergebnis: Komfort- und Fahrleistungssteigerungen nehmen ab. Umwelt und Wirtschaftlichkeit nehmen zu.
Das ist verständlich: Angesichts steigender Benzin- und Dieselpreise sowie immer neuen Gängelungen durch EU und Umweltämter relativieren sich Features, die nicht unmittelbar mit dem Fahren zu tun haben.
Auch die Zulieferer setzen längst neue Schwerpunkte. Auch die Dienstleister und Berater? Wie sagte Jack Welch so treffend: Change before you have to!
Das ist verständlich: Angesichts steigender Benzin- und Dieselpreise sowie immer neuen Gängelungen durch EU und Umweltämter relativieren sich Features, die nicht unmittelbar mit dem Fahren zu tun haben.
Auch die Zulieferer setzen längst neue Schwerpunkte. Auch die Dienstleister und Berater? Wie sagte Jack Welch so treffend: Change before you have to!
Brandenburger Windstrom für 220.000 Elektroautos

Während sich in der ZDF Frontal21 Sendung gerade etliche Bundesministerinnen und vor allem Regierungssprecher Steg (Stichwort "Rikscha oder Sänfte") in Sachen CO2 Ausstoss von Regierungslimousinen bis auf die Knochen blamieren, habe ich mal gerechnet, was das Windstrompotenzial in Brandenburg für Elektroautos hergibt:
Die Rahmenbedingungen:
Braucht man für das tägliche Pendeln ins Büro oder Datscha nicht mehr als 100 km genügt ein Batteriespeicher von ganzen 15kWh. Da staunt man, so wenig? Ja, denn der Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von fast 100%. Ein "sparsamer", moderner Otto- oder Dieselmotor kommt auf maximal 37 bzw. 45%.
So, und die zweieinhalbtausend Windkraftanlagen in Brandenburg produzieren im Schnitt täglich 3,3 Mio kWh CO2 freien Strom. Damit kann man fast 220.000 o.g. Elektroautos versorgen. Um es mit Loriot (an dessen Comicsketche mich der Regierungssprecher erinnert hat) zu sagen: S-a-g-e-n-h-a-f-t!
Fahrspaß trotz Tempolimit?
Ich habe am Wochenende wieder festgestellt, wie subjektiv das Geschwindigkeitsempfinden ist:
- Fährt man auf einer endlosen Geraden auf eine grüne Kreuzungsampel zu, vor der das Tempolimit nochmals abgesenkt wird, kann man zum Elch werden: Denn garantiert -zumindest in Brandenburg und Berlin- schaltet sie auf Rot, wenn man die 20 Meter Marke vor ihr erreicht hat. In dieser Situation ist Tempo 100 oder 70 quälend langsam. Man will rüber!

- Kurvenreiche Landstraßen dagegen sind bei Tempo 100 schon fast eine Herausforderung. Umso mehr, wenn man durch eine Allee fährt. Je enger die Spur, desto schneller das subjektive Tempo.
- Tja, und damit verglichen bietet ein Sportflugzeug so gut wie gar kein Geschwindigkeitsempfinden. Das durfte ich am Sonntag zum ersten mal erleben :-) Höhe 400m, Tempo 100. Man glaubt, man steht in der Luft. Geradezu unglaublich: Erst unterhalb von 70 km/h wird es mit dem Auftrieb kritisch... Aber erst bei der Landung kriegt man wieder ein Gefühl für seine Geschwindigkeit.
Fazit: Tempolimit 120 auf Autobahnen wäre kein Spaßverlust, wenn man gleichzeitig die Spuren enger macht :-)
- Fährt man auf einer endlosen Geraden auf eine grüne Kreuzungsampel zu, vor der das Tempolimit nochmals abgesenkt wird, kann man zum Elch werden: Denn garantiert -zumindest in Brandenburg und Berlin- schaltet sie auf Rot, wenn man die 20 Meter Marke vor ihr erreicht hat. In dieser Situation ist Tempo 100 oder 70 quälend langsam. Man will rüber!

- Kurvenreiche Landstraßen dagegen sind bei Tempo 100 schon fast eine Herausforderung. Umso mehr, wenn man durch eine Allee fährt. Je enger die Spur, desto schneller das subjektive Tempo.
- Tja, und damit verglichen bietet ein Sportflugzeug so gut wie gar kein Geschwindigkeitsempfinden. Das durfte ich am Sonntag zum ersten mal erleben :-) Höhe 400m, Tempo 100. Man glaubt, man steht in der Luft. Geradezu unglaublich: Erst unterhalb von 70 km/h wird es mit dem Auftrieb kritisch... Aber erst bei der Landung kriegt man wieder ein Gefühl für seine Geschwindigkeit.
Fazit: Tempolimit 120 auf Autobahnen wäre kein Spaßverlust, wenn man gleichzeitig die Spuren enger macht :-)
Mittwoch, 14. Mai 2008
Vorsprung durch Technik
Audi InGENIEur Norbert Enning und sein Team sind heute für die Patente ihres Aluminiumleichtbau für Fahrzeuge ("Spaceframe"), den man z.B. in der Essener Zeche Zollverein bewundern kann (oder konnte), vom Europäischen Patentamt mit dem Preis "European Inventor of the Year 2008" ausgezeichnet worden. Damit hätten sie wesentlich zu Europas Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit beigetragen.
Apropos Inventor: Werner hat interessante Anwendungsideen für den neuen Olfaktorischen Chip veröffentlicht. Soll keiner mehr behaupten, er habe von IT die Nase voll...
Apropos Inventor: Werner hat interessante Anwendungsideen für den neuen Olfaktorischen Chip veröffentlicht. Soll keiner mehr behaupten, er habe von IT die Nase voll...
Dienstag, 13. Mai 2008
Brandenburger Windstrom für 220.000 Elektroautos

Während sich in der ZDF Frontal21 Sendung gerade etliche Bundesministerinnen und vor allem Regierungssprecher Steg (Stichwort "Rikscha oder Sänfte") in Sachen CO2 Ausstoss von Regierungslimousinen bis auf die Knochen blamieren, habe ich mal gerechnet, was das Windstrompotenzial in Brandenburg für Elektroautos hergibt:
Die Rahmenbedingungen:
Braucht man für das tägliche Pendeln ins Büro oder Datscha nicht mehr als 100 km genügt ein Batteriespeicher von ganzen 15kWh. Da staunt man, so wenig? Ja, denn der Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von fast 100%. Ein "sparsamer", moderner Otto- oder Dieselmotor kommt auf maximal 37 bzw. 45%.
So, und die zweieinhalbtausend Windkraftanlagen in Brandenburg produzieren im Schnitt täglich 3,3 Mio kWh CO2 freien Strom. Damit kann man fast 220.000 o.g. Elektroautos versorgen. Um es mit Loriot (an dessen Comicsketche mich der Regierungssprecher erinnert hat) zu sagen: S-a-g-e-n-h-a-f-t!
Samstag, 10. Mai 2008
Dienstwagen der Bundesminister
Hier gibt es die Liste der Dienstwagen unserer Bundesminister, die von der DUH recherchiert wurde. Mit fast 250 g CO2 pro km glänzen hier insbesondere Zypries, Tiefensee und Schmidt.
Freitag, 9. Mai 2008
Hybrid boomt
Die Stichwortsuche "Hybrid" liefert bei Monster.de 133 Treffer, darunter sogar einige für Berlin. Das Thema ist angesagt bei allen Fahrzeugherstellern und Zulieferern. Es macht alle glücklich. Den Unternehmen verspricht es Wachstum. Den Ingenieuren bietet es eine spannende Vision. Den Kunden bietet es viele Vorteile. Der Umwelt ebenso. Was wollen wir mehr?
Wer sich kurz und knapp ins Thema einlesen will, dem empfehle ich den Bericht "Erfinderaktivitäten 2006/2007" vom Deutschen Patent- und Markenamt. Dr. Christian Aumüller hat sich dort die Mühe gemacht, einmal die wichtigsten Patente zum Thema Hybrid herauszusuchen und das Thema zu strukturieren. Auf wenigen Seiten lernt man eine Menge über die verschiedenen Hybridvarianten mit Vor- und Nachteilen, die essentiellen Patente und deren Inhaber.
Über die nächsten Jahre werden die Verbrennungsmotoren schrumpfen und die Elektromotoren wachsen. Ist heute noch der Anlasser eine Behelfslösung für spezielle "Use Cases" so wird dies künftig der Verbrennungsmotor sein, den man nur noch in Langstreckenfahrzeugen benötigen wird.
Ein noch recht unentdecktes Patentland ist der Bereich Batterieaustausch. Shai Agassi von Project Better Place hat eine Lösung präsentiert, bei der die Batterie über einer Grube von unten ausgetauscht wird. Z.B. während der Wagenwäsche an einer Tankstelle. Das klingt nach verhältnismäßig hohem Zeitbedarf, nur um mal voll zutanken. Zieht man dann noch den auf den Energiegehalt bezogenen niedrigeren Strompreis in Betracht, stellt sich für die künftigen Batterienetzbetreiber die Frage, wie sie möglichst viele Autos pro Zeiteinheit durchschleusen können. Aber das Problem ist lösbar. Man muss nur drauf kommen....
Hybrid und Elektro machen neugierig. Kaum jemand kann über Fahrerlebnisse berichten. Es wird Zeit, mal selbst einen zu testen...
Wer sich kurz und knapp ins Thema einlesen will, dem empfehle ich den Bericht "Erfinderaktivitäten 2006/2007" vom Deutschen Patent- und Markenamt. Dr. Christian Aumüller hat sich dort die Mühe gemacht, einmal die wichtigsten Patente zum Thema Hybrid herauszusuchen und das Thema zu strukturieren. Auf wenigen Seiten lernt man eine Menge über die verschiedenen Hybridvarianten mit Vor- und Nachteilen, die essentiellen Patente und deren Inhaber.
Über die nächsten Jahre werden die Verbrennungsmotoren schrumpfen und die Elektromotoren wachsen. Ist heute noch der Anlasser eine Behelfslösung für spezielle "Use Cases" so wird dies künftig der Verbrennungsmotor sein, den man nur noch in Langstreckenfahrzeugen benötigen wird.
Ein noch recht unentdecktes Patentland ist der Bereich Batterieaustausch. Shai Agassi von Project Better Place hat eine Lösung präsentiert, bei der die Batterie über einer Grube von unten ausgetauscht wird. Z.B. während der Wagenwäsche an einer Tankstelle. Das klingt nach verhältnismäßig hohem Zeitbedarf, nur um mal voll zutanken. Zieht man dann noch den auf den Energiegehalt bezogenen niedrigeren Strompreis in Betracht, stellt sich für die künftigen Batterienetzbetreiber die Frage, wie sie möglichst viele Autos pro Zeiteinheit durchschleusen können. Aber das Problem ist lösbar. Man muss nur drauf kommen....
Hybrid und Elektro machen neugierig. Kaum jemand kann über Fahrerlebnisse berichten. Es wird Zeit, mal selbst einen zu testen...
Donnerstag, 8. Mai 2008
Zitat des Tages
"Man kann ein Auto nicht wie eine Frau behandeln. Ein Auto braucht Liebe."
Walter Röhrl
Walter Röhrl
Mittwoch, 7. Mai 2008
Audi wählt Sanyo als Li-Ionen Lieferanten
Die Automobilwoche meldet, dass Sanyo der Lieferant von Lithiumionen Batterien für Audi, und später auch den Modulbaukasten von VW werden soll.
Außerdem sehen wir den Hybrid langfristig lediglich als Durchgangsstation zum vollelektrischen Fahren.Rupert Stadler, Audi Chef im WELT-Interview
SPD Fraktion stimmt gegen Autobahntempolimit
Einer weiteren unnötigen Gängelung der Autofahrer in Form eines unnötigen Tempolimits auf Autobahnen hat die SPD Bundestagsfraktion heute einstimmig eine Abfuhr erteilt.
Danke!!
Danke!!
ZF startet Hybridproduktion - Greenpeace nörgelt

Bildquelle: ZF Sachs
Mit Macht holen die deutschen Fahrzeughersteller ihre Versäumnisse nach. ZF Sachs hat heute eine neue Fertigung für Hybridmodule eröffnet. Vor einem Jahr suchte ZF 250 Entwicklungsingenieure, mit 50 Mitarbeitern wird die Produktion starten. Dies ist gleichzeitig die erste Hybridmodulserienfertigung in Europa. ZF investiert laut Pressemitteilung allein 2008 ca. 58 Mio € in die Hybridentwicklung.
Erster Kunde, und damit erster deutscher Hersteller von Hybridfahrzeugen (wenn man den Microhybid Smart nicht berücksichtigt), wird Mercedes, die die neue S-Klasse als Hybrid fertigen werden.
ZF Sachs liefert übrigens auch die zugehörigen Start-Stop-Module und
Man sollte meinen, dass diese Meldung auch Beifall im grünen Lager finden sollte. Warb doch die ehemalige, grüne Verbraucherministerin Künast vor kurzem noch unverblümt für den japanischen Toyota Prius.
Doch wenn hiesige Unternehmen nachziehen, wird trotzdem genörgelt: Greenpeace nörgelt, dass Hybridautos "nicht das Klima retten werden", weil die Herstellung von Hybridautos mehr Energie verbrauche als z.B. ein Diesel.
Nichtsdestotrotz rechnet ZF vor, dass die gefertigten Module den Energieverbrauch um ca. 30% senken.
Der neue Bußgeldkatalog
Salesreps tragen Kurzhaarschnitt und hängen mir mit ihrem A3 oder 3er hinten auf der Stoßstange.
Das soll sich jetzt ändern. Denn nicht nur die Abgeordnetendiäten sollen der Inflation angepasst werden, sondern auch der Bußgeldkatalog. Geschwindigkeitsüberschreitungen bleiben eher günstig, veglichen mit dem was eine Runde auf dem Lausitz- oder Nürburgring kostet.
In Berlin fragt man sich allerdings, warum das Fahren bei Rot immer noch im Katalog steht, wird es hier doch schon lange nicht mehr geahndet. Rammt dann und wann mal ein hormonell übersteuerter oder zugedröhnter junger Mann ein Taxi oder einen Einsatzwagen, wird er sogleich dem Resozialisierungsbeauftragten zugeführt.
Some people get a cheap laugh breaking up the speed limitDire Straits, "Once upon a time in the west"
Scaring the pedestrians for a minute
Crossing up progress driving on the grass
Leaving just enough room to pass
Das soll sich jetzt ändern. Denn nicht nur die Abgeordnetendiäten sollen der Inflation angepasst werden, sondern auch der Bußgeldkatalog. Geschwindigkeitsüberschreitungen bleiben eher günstig, veglichen mit dem was eine Runde auf dem Lausitz- oder Nürburgring kostet.
In Berlin fragt man sich allerdings, warum das Fahren bei Rot immer noch im Katalog steht, wird es hier doch schon lange nicht mehr geahndet. Rammt dann und wann mal ein hormonell übersteuerter oder zugedröhnter junger Mann ein Taxi oder einen Einsatzwagen, wird er sogleich dem Resozialisierungsbeauftragten zugeführt.
Dienstag, 6. Mai 2008
Opel will in Deutschland zwei Elektromodelle bauen
Gute Nachricht aus Rüsselsheimh: Auch Opel will Elektroautos auf den deutschen Markt bringen. Entwicklung (d.h. Adaption einer GM Entwicklung auf zwei neue Modelle) und Produktion sollen in Rüsselsheim erfolgen. In vier Jahren soll SOP (Start of Production) sein.
Zitat aus "Autofreude":
Zitat aus "Autofreude":
Neben der Serienversion der auf der IAA 2007 vorgestellten Kompaktwagen-Studie Flextreme soll auch noch ein größeres Elektro-Fahrzeug angeboten werden. Die beiden Plug-in-Hybrid-Modelle werden von einem Elektromotor angetrieben, dessen Lithium-Ionen-Akkus eine Reichweite von rund 60 Kilometern ermöglichen sollen. Geladen werden die Stromspeicher entweder per Steckdose oder von einem kleinen Verbrennungsmotor, der als Generator fungiert und keine direkte Antriebsarbeit übernimmt. Für die Produktion der Fahrzeuge kommen laut "Automobilwoche" auch deutsche Werke in Betracht. Für den Herbst 2011 hat Mutterkonzern General Motors zudem den Europastart seines Elektorautos Chevrolet Volt angekündigt, der über eine ähnliche Antriebstechnik verfügen wird.
Sonntag, 4. Mai 2008
Wie der CO2-Zielwert 120g/km der EU zustande kam
Bekanntlich will die EU-Kommission ab 2012 nur noch 120 g CO2/km als Grenzwert für Fahrzeuge zulassen. Wie kam dieser Wert zustande? In einer online verfügbaren Präsentation von Prof. Jürgen Leohold findet man die Antwort, wobei er sich auf Quellangaben von ZF, FEV und VDA bezieht.:
Es ist der Wert, den die Forschung als relativ kostengünstig erreichbar bezeichnet. Erreichbar durch eine Weiterentwicklung von Dieselmotoren und Otto-Hybrid-Antriebe.
Während die Mehrkosten für einen Diesel mit etwa 1.500 EUR beziffert werden, sollen sie für den sog. Power Hybrid immerhin rd. 4.000 EUR betragen. (Anmerkung: Die vermeintlich nahe liegende Lösung, einen Diesel als Hybrid auszulegen scheitert an anderen Dimensionen wie z.B. dem wesentlich höheren spezifischen Gewicht von Dieselmotoren.)
Es ist der Wert, den die Forschung als relativ kostengünstig erreichbar bezeichnet. Erreichbar durch eine Weiterentwicklung von Dieselmotoren und Otto-Hybrid-Antriebe.
Während die Mehrkosten für einen Diesel mit etwa 1.500 EUR beziffert werden, sollen sie für den sog. Power Hybrid immerhin rd. 4.000 EUR betragen. (Anmerkung: Die vermeintlich nahe liegende Lösung, einen Diesel als Hybrid auszulegen scheitert an anderen Dimensionen wie z.B. dem wesentlich höheren spezifischen Gewicht von Dieselmotoren.)
Gebrauchte Hybridfahrzeuge
Blitzlicht des Onlinemarktes für gebrauchte Hybridfahrzeuge.
Erste Stichprobe: Mobile.de
Stichwort "Hybrid", keine weitere Einschränkung
Treffer gesamt: 696
Toyota: 322
Honda: 187
Lexus: 136
Smart: 29
Land Rover: 9
Ältestes Baujahr: 2000 -> Honda Insight, Laufleistung: 292 tsd. km, 8.500 EUR.
Niedrigster Preis: 5.300 EUR -> Toyota Prius, 152 tsd. km
Hier herrscht ziemliche Monokultur. Der einzige Hybrid deutscher Marke ist der Smart, und selbst der kommt als Micro Hybrid daher, d.h. einem Elektromotor zur Unterstützung einer Start-Stop-Automatik. Schade eigentlich.
Erste Stichprobe: Mobile.de
Stichwort "Hybrid", keine weitere Einschränkung
Treffer gesamt: 696
Toyota: 322
Honda: 187
Lexus: 136
Smart: 29
Land Rover: 9
Ältestes Baujahr: 2000 -> Honda Insight, Laufleistung: 292 tsd. km, 8.500 EUR.
Niedrigster Preis: 5.300 EUR -> Toyota Prius, 152 tsd. km
Hier herrscht ziemliche Monokultur. Der einzige Hybrid deutscher Marke ist der Smart, und selbst der kommt als Micro Hybrid daher, d.h. einem Elektromotor zur Unterstützung einer Start-Stop-Automatik. Schade eigentlich.
Hybrid ermöglicht sechs Nutzeneffekte
Diese lauten:
1. Start-Stop-Funktionen
Gezieltes Abschalten und schnelles Wiederstarten, z.B. im Stop-and-Go Verkehr
2. Lastpunktanhebung
Man betreibt den Verbrennungsmotor in der Nähe des optimalen Wirkungsgrades. Alle nicht zum Fahren benötigte Leistung wird zum Laden der Batterie genutzt.
3. Downsizing
Plant man Drehmoment und Leistung des Elektromotors für den Vortrieb ein, kann man den Verbrennungsmotor entsprechend kleiner dimensionieren. Damit senken sich dessen Lastpunkt und das Gewicht.
4. Emissionsfreier Elektrobetrieb
Bei rein elektrischem Betrieb emittiert das Auto im Moment der Leistungserbringung keine Schadstoffe und nur geringe Geräusche.
5. Drehmomentsteigerung („Boostbetrieb“)
Schaltet man das Drehmoment des Elektromotors mit auf die Welle, steht dem Antrieb ein gesteigertes Drehmoment zur Verfügung.
6. Komfortfunktion
Steuert man den Elektromotor gezielt an, kann er z.B. Drehmomentpausen, die zwischen Aus- und Einkuppeln entstehen, füllen und das typische Ruckeln vermeiden.
1. Start-Stop-Funktionen
Gezieltes Abschalten und schnelles Wiederstarten, z.B. im Stop-and-Go Verkehr
2. Lastpunktanhebung
Man betreibt den Verbrennungsmotor in der Nähe des optimalen Wirkungsgrades. Alle nicht zum Fahren benötigte Leistung wird zum Laden der Batterie genutzt.
3. Downsizing
Plant man Drehmoment und Leistung des Elektromotors für den Vortrieb ein, kann man den Verbrennungsmotor entsprechend kleiner dimensionieren. Damit senken sich dessen Lastpunkt und das Gewicht.
4. Emissionsfreier Elektrobetrieb
Bei rein elektrischem Betrieb emittiert das Auto im Moment der Leistungserbringung keine Schadstoffe und nur geringe Geräusche.
5. Drehmomentsteigerung („Boostbetrieb“)
Schaltet man das Drehmoment des Elektromotors mit auf die Welle, steht dem Antrieb ein gesteigertes Drehmoment zur Verfügung.
6. Komfortfunktion
Steuert man den Elektromotor gezielt an, kann er z.B. Drehmomentpausen, die zwischen Aus- und Einkuppeln entstehen, füllen und das typische Ruckeln vermeiden.
Samstag, 3. Mai 2008
Was Wissmann wissen könnte
Matthias Wissmann (CDU), Präsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie, bezeichnet es in einem Interview mit der Automobilwoche als "Treppenwitz", dass Altfahrzeuge nun doch keine höhere CO2-Steuer zahlen sollen. Er vertritt natürlich das Interesse, dass man über eine Verteuerung alter Autos "Anreize" zum Neuwagenkauf geben kann.
Wenn der Minis... Präsident Ideen sucht, was man zur Neubelebung der Binnenkonjunktur noch tun könnte, sollte er sich das Thema "Neuwagenpreise" mal durch den Kopf gehen lassen. Z.B. hier oder hier. Die selbständigen Fahrzeughändler haben sicher ebenfalls den einen oder anderen Tip...
Wenn der Minis... Präsident Ideen sucht, was man zur Neubelebung der Binnenkonjunktur noch tun könnte, sollte er sich das Thema "Neuwagenpreise" mal durch den Kopf gehen lassen. Z.B. hier oder hier. Die selbständigen Fahrzeughändler haben sicher ebenfalls den einen oder anderen Tip...
Donnerstag, 1. Mai 2008
Das nächste große Ding heißt Kindle
Nein, nicht Berliner Kindl. Kindle! Amazon hat quasi den iPod für Bücher und Zeitungen entwickelt, bzw. entwickeln lassen.

Das Teil ist wohl diejenige Version eines elektronischen Buches, die Kunden akzeptieren. Wenn man den mehr als 2.000 Rezensionen (!) glauben darf. Kindle hat Speicher für rund 200 Bücher. Es ist drahtlos vernetzt mit einem Mobilfunknetz. Allerdings ohne, dass Kunden hier einen Providervertrag unterschreiben müssen. Ein Buchdownload soll weniger als 1 Minute dauern.
Das ergonomische Design sei, so Jeff Bezos auf seiner Website, genau an die Bedürfnisse in unterschiedlichen Lesesituationen angepasst: Es hat ein sonnenlichtunempfindliches Display. Es enthält etliche Bedientasten doppelt, womit unterschiedliche Leselagen (liegend rechts oder links, etc.) berücksichtigt werden.
Und: amazon bietet Bücher und Zeitungsabos für Kindle mit deutlichem Preisabschlag an. Kindle selbst kostet allerdings in der Anschaffung 400 US$. Nicht billig.
Vom Nutzen bin ich jedoch sofort überzeugt. Man denke nur an die Gewichtsersparnis bei Urlaubs- und Dienstreisen. Und Umzügen!

Das Teil ist wohl diejenige Version eines elektronischen Buches, die Kunden akzeptieren. Wenn man den mehr als 2.000 Rezensionen (!) glauben darf. Kindle hat Speicher für rund 200 Bücher. Es ist drahtlos vernetzt mit einem Mobilfunknetz. Allerdings ohne, dass Kunden hier einen Providervertrag unterschreiben müssen. Ein Buchdownload soll weniger als 1 Minute dauern.
Das ergonomische Design sei, so Jeff Bezos auf seiner Website, genau an die Bedürfnisse in unterschiedlichen Lesesituationen angepasst: Es hat ein sonnenlichtunempfindliches Display. Es enthält etliche Bedientasten doppelt, womit unterschiedliche Leselagen (liegend rechts oder links, etc.) berücksichtigt werden.
Und: amazon bietet Bücher und Zeitungsabos für Kindle mit deutlichem Preisabschlag an. Kindle selbst kostet allerdings in der Anschaffung 400 US$. Nicht billig.
Vom Nutzen bin ich jedoch sofort überzeugt. Man denke nur an die Gewichtsersparnis bei Urlaubs- und Dienstreisen. Und Umzügen!
Mittwoch, 30. April 2008
Business Creativity
Ein populärer Irrtum unter Ingenieuren und Informatikern ist der Glaube, dass kreative Fähigkeiten angeboren sind. In Wahrheit liegen diese Fähigkeiten nur verschütt und können gezielt aktiviert werden. Es gibt Methoden, mit denen sich aus dem Stand heraus Kreativitätsworkshops für Produktverbesserungen - und ideen erzeugen lassen. Man muss sich selbst nur Raum und Zeit dafür geben. Zum Einstieg ins Thema empfehle ich die IDEO Bücher von Thomas Kelly und eine Einführung in TRIZ.
Der Förderland Newsletter berichtet über Erfahrungen in der Automobilindustrie:
- In Japan reicht im Durchschnitt jeder Mitarbeiter in dieser Branche 61 Verbesserungsvorschläge ein.
- In Deutschland sind es 0,6!
Toyota wertete vor drei Jahren sage und schreibe 590.000 Verbesserungsvorschläge aus und setzte 90% von Ihnen um. Das beantwortet in der Tat einige Frage zum Standing von Toyota im Markt.
Die ADAC Motorwelt berichtet indes von einer schönen Geschichte, die ein Kunde von OPEL erlebte. Er schrieb an die OPEL Hauptverwaltung, dass er die Rundumsicht des neuen Astra für zu eingeschränkt halte und das dies aus seiner Sicht die Sicherheit einschränke. OPEL antwortete ihm, dass das hausinterne Vorschlagswesen leider nur aktiven Mitarbeitern vorbehalten sei und seine Idee deshalb leider nicht berücksichtigt werden könne...
Phil McKinney, VP von Hewlett Packard, predigt in seinem Podcast und Blog Killerinnovations.com seit Jahren, dass nach den Zeitaltern von Industrie- und Wissensgesellschaft nun das Zeitalter der Kreativität anbreche. Schaut man sich den einen oder anderen Konzern entweder als Kunde oder als (Ex-)Mitarbeiter an, braucht man viel Phantasie, um sich das vorstellen zu können...
Der Förderland Newsletter berichtet über Erfahrungen in der Automobilindustrie:
- In Japan reicht im Durchschnitt jeder Mitarbeiter in dieser Branche 61 Verbesserungsvorschläge ein.
- In Deutschland sind es 0,6!
Toyota wertete vor drei Jahren sage und schreibe 590.000 Verbesserungsvorschläge aus und setzte 90% von Ihnen um. Das beantwortet in der Tat einige Frage zum Standing von Toyota im Markt.
Die ADAC Motorwelt berichtet indes von einer schönen Geschichte, die ein Kunde von OPEL erlebte. Er schrieb an die OPEL Hauptverwaltung, dass er die Rundumsicht des neuen Astra für zu eingeschränkt halte und das dies aus seiner Sicht die Sicherheit einschränke. OPEL antwortete ihm, dass das hausinterne Vorschlagswesen leider nur aktiven Mitarbeitern vorbehalten sei und seine Idee deshalb leider nicht berücksichtigt werden könne...
Phil McKinney, VP von Hewlett Packard, predigt in seinem Podcast und Blog Killerinnovations.com seit Jahren, dass nach den Zeitaltern von Industrie- und Wissensgesellschaft nun das Zeitalter der Kreativität anbreche. Schaut man sich den einen oder anderen Konzern entweder als Kunde oder als (Ex-)Mitarbeiter an, braucht man viel Phantasie, um sich das vorstellen zu können...
Dienstag, 29. April 2008
Nenn sie bloß nicht "die Würzburg"
Rechtzeitig vor meiner Abreise nach Würzburg blökierten eine Herde getöteter Schafe den Landrückentunnel kurz vor Fulda. So nahm der ICE einen Umweg um den Tunnelberg und wickelte sich dabei einmal vollständig um den Berg. Wir besichtigten auf dieser pittoresken Fahrt Dörfer, die noch gänzlich unberührt aussahen...
In Würzburg darf man sich beim Anblick der Burg nicht als Touri outen mit dem Spruch "Ach schau mal, die Würzburg!". So etwas wie eine Würzburg gibt es nämlich nicht. Sagen die Würzburger. Zum Beweis ein Foto...

Die armen Schafe, denkt man, wenn man sich ausmalt, was vor dem Tunnel passiert sein muss. Und dann denkt man, dass es immer unschuldige Schafe trifft. Und nie mal das eine schuldige schwarze aus dem Tower... Senk ju for träwweling.
In Würzburg darf man sich beim Anblick der Burg nicht als Touri outen mit dem Spruch "Ach schau mal, die Würzburg!". So etwas wie eine Würzburg gibt es nämlich nicht. Sagen die Würzburger. Zum Beweis ein Foto...

Die armen Schafe, denkt man, wenn man sich ausmalt, was vor dem Tunnel passiert sein muss. Und dann denkt man, dass es immer unschuldige Schafe trifft. Und nie mal das eine schuldige schwarze aus dem Tower... Senk ju for träwweling.
Donnerstag, 24. April 2008
Vor roter Ampel: Ausrollen mit eingelegtem Gang
Ein populärer Irrtum unter Nichtingenieuren lautet: Im Leerlauf an die rote Ampel rollen spare Sprit. Das stimmt bei Autos mit Einspritzelektronik nicht.
Leerlauf bewirkt eine Kraftstoffeinspritzung, die den Motor auf ca. 700 - 900 U/min (je höher die Verdichtung, desto höher liegt die stabile Leerlaufdrehzahl) hält. Das ist ein sehr unwirtschaftlicher Betriebszustand.
Nur der Schiebebetrieb (Gang eingelegt lassen, Fuß vom Gas) bewirkt eine Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr. Allerdings auch nur oberhalb einer Mindestgeschwindigkeit und -drehzahl.
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Leerlauf bewirkt eine Kraftstoffeinspritzung, die den Motor auf ca. 700 - 900 U/min (je höher die Verdichtung, desto höher liegt die stabile Leerlaufdrehzahl) hält. Das ist ein sehr unwirtschaftlicher Betriebszustand.
Nur der Schiebebetrieb (Gang eingelegt lassen, Fuß vom Gas) bewirkt eine Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr. Allerdings auch nur oberhalb einer Mindestgeschwindigkeit und -drehzahl.
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Mittwoch, 23. April 2008
Apple Quartalszahlen über den Erwartungen
Nach amazon hat auch Apple die Konsensschätzungen zum 1. Quartal übertroffen. Meldet gerade CNN Money.
Hier geht's zur Liveschaltung...
Hier geht's zur Liveschaltung...
Dienstag, 22. April 2008
Welche Optionen hat Porsche?
Eine merkwürdige Allianz aus IG Metall, Bundesjustizministerin Zypries und Ministerpräsident Wulff betreibt derzeit Industriepolitik a la Nachkriegszeit.
Die EU kippte das alte VW-Gesetz aus den 60ern, nachdem kein Aktionär mehr als 20% Stimmrecht besaß, egal wie viel Anteile an der VW AG er hielt. Damit war es zugeschnitten auf das Land Niedersachsen, das bei der VW-Privatisierung genau 20% Anteile erwarb. Die Abschaffung war die Gelegenheit für Porsche, sich auf den Weg zur Übernahme von VW zu machen. Die Gründe:
- Verhinderung einer Fremdübernahme von VW.
- Sicherung von VW als Entwicklungspartner.
- Verrechnung von CO2 Emissionen der eigenen Fahrzeugflotte mit der von VW.
Doch anstatt das VW Gesetz einfach abzuschaffen, will Zypries es nur durch ein anderes ersetzen. Dieses soll dem Land Niedersachsen eine Sperrminorität gegen Werkschließungen sichern, für die man anstatt 25% nur 20% benötigen soll. Die EU hat schon Widerstand signalisiert. Langwierige Prozesse zeichnen sich ab.
Porsche allein wird die diskutierten CO2 Vorgaben der EU nie erfüllen können. Außerdem ist man mit seinen Produktionsstückzahlen von 100.000 pro Jahr so niedrig, dass sich viele Entwicklungen für Porsche allein nie rechnen würde. Das ist der Grund, warum man sich manche Entwicklungen mit VW teilt.
Porsche hält derzeit 30% an VW. Das ist zum beherrschen zu wenig. Und zum Umkehren zu viel. Was sind die Optionen?
EU Kommissar Verheugen wird heute in der AUTOMOBILWOCHE zitiert, Porsche genüge eine Mehrheit von 50% + 1 Aktie um in den Genuss der CO2 Verrechnung zu kommen. Genau das ist es dann meiner Meinung nach, was Porsche braucht.
Egal, ob es ein neues VW Gesetz gibt oder nicht: Mit 50% kann man auch nicht mehr gegen Porsche regieren. Zwei von drei Zielen hätte man damit erreicht.
Eine weitere Option wäre ein Bluff, sich von VW wieder verabschieden zu wollen. Würde Porsche hierüber laut nachdenken, könnte das der VW Aktie schlecht bekommen. Auch das Paket der Niedersachsen könnte dann rapide an Wert verlieren und die Bonität des Landes etwas beeinträchtigen.
Die EU kippte das alte VW-Gesetz aus den 60ern, nachdem kein Aktionär mehr als 20% Stimmrecht besaß, egal wie viel Anteile an der VW AG er hielt. Damit war es zugeschnitten auf das Land Niedersachsen, das bei der VW-Privatisierung genau 20% Anteile erwarb. Die Abschaffung war die Gelegenheit für Porsche, sich auf den Weg zur Übernahme von VW zu machen. Die Gründe:
- Verhinderung einer Fremdübernahme von VW.
- Sicherung von VW als Entwicklungspartner.
- Verrechnung von CO2 Emissionen der eigenen Fahrzeugflotte mit der von VW.
Doch anstatt das VW Gesetz einfach abzuschaffen, will Zypries es nur durch ein anderes ersetzen. Dieses soll dem Land Niedersachsen eine Sperrminorität gegen Werkschließungen sichern, für die man anstatt 25% nur 20% benötigen soll. Die EU hat schon Widerstand signalisiert. Langwierige Prozesse zeichnen sich ab.
Porsche allein wird die diskutierten CO2 Vorgaben der EU nie erfüllen können. Außerdem ist man mit seinen Produktionsstückzahlen von 100.000 pro Jahr so niedrig, dass sich viele Entwicklungen für Porsche allein nie rechnen würde. Das ist der Grund, warum man sich manche Entwicklungen mit VW teilt.
Porsche hält derzeit 30% an VW. Das ist zum beherrschen zu wenig. Und zum Umkehren zu viel. Was sind die Optionen?
EU Kommissar Verheugen wird heute in der AUTOMOBILWOCHE zitiert, Porsche genüge eine Mehrheit von 50% + 1 Aktie um in den Genuss der CO2 Verrechnung zu kommen. Genau das ist es dann meiner Meinung nach, was Porsche braucht.
Egal, ob es ein neues VW Gesetz gibt oder nicht: Mit 50% kann man auch nicht mehr gegen Porsche regieren. Zwei von drei Zielen hätte man damit erreicht.
Eine weitere Option wäre ein Bluff, sich von VW wieder verabschieden zu wollen. Würde Porsche hierüber laut nachdenken, könnte das der VW Aktie schlecht bekommen. Auch das Paket der Niedersachsen könnte dann rapide an Wert verlieren und die Bonität des Landes etwas beeinträchtigen.
Samstag, 19. April 2008
Kosten-Nutzen-Verhältnisse bei Navigationssystemen
Freunde und Verwandte fragen mich immer wieder: Warum ist ein fest eingebautes ("embedded") Navi ungefähr zehnmal so teuer wie ein portables? Meine Antwort: Weil es aufwendiger in der Entwicklung und Produktion ist. Ein fest verbautes System ist mit der Elektronik im Fahrzeug verbunden:
- Die Routenhinweise erschallen über die eingebauten Lautsprecher, laufende Programme werden dafür ausgeblendet.
- Immer mehr Sensordaten werden vom Navi ausgewertet: Raddrehzahlen (Fahrzeuggeschwindigkeit), Tankgeber, Außentemperatur Mit ihnen lassen sich nützliche Funktionen entwickeln. Warnhinweise, Tankempfehlungen, Routenauswahl etc.
- Die Bedienung kann über ergonomisch platzierte und gestaltete Tasten erfolgen - z.B. am Lenkrad. Dies erhöht die Sicherheit, weil man sich nicht während der Fahrt vorbeugen muss.
- Über geschickt Konstruktionen kann das fest eingebaute Navi diebstahlsicher gemacht werden.
Legte man die gleiche Argumentation wie beim Handy im Auto an, könnte man zu dem Schluss kommen, mobile Navis zu verbieten. Derzeit lautet der Kompromiss, dass der Fahrer beim Start eines mobilen Navis den Hinweis bestätigen muss, das Gerät nicht während der Fahrt zu bedienen.
Wenn die Embedded Systems also aufwendiger sind, warum hat man dann als Kunde trotzdem den Eindruck, dass die Innovationen dennoch von den Herstellern der mobilen Geräte kommen? Und warum gibt es nur bei diesen so einen Preisverfall?
Meine persönliche Antwort lautet: Weil die TomToms und Navigons Direktmarketing betreiben. Sie verkaufen über Händler direkt an Kunden. Während die Hersteller der fest eingebauten an die Fahrzeughersteller liefern und deren Spezifikationen erfüllen müssen. Das heißt nicht, dass Fahrzeughersteller weniger innovativ sind. Doch die o.g. Vorteile machen die Entwicklung eines ins Fahrzeug integrierten Systems auch aufwendiger. Hier müssen die langjährigen Innovationszyklen des Gesamtfahrzeugs mit den kurzen Zyklen eines mobilen Gerätes übereinander gebracht werden.
Unterm Strich ergeben sich aus meiner Sich damit zwei Innovationsrichtungen:
- Die Hersteller der fest verbauten Systeme entwickeln neue fahrzeugbezogene Funktionen.
- Die Hersteller der mobilen Geräte hingegen entwickeln die Kernfunktion Navigation weiter und lösen navigationsspezifische Probleme und personalisieren die Navigation. Hier werden künftig insbesondere Smartphones eine sehr große Rolle spielen.
Die Frage, für welches von beiden man sich entscheidet, stellt sich eigentlich nur in der Mitteklasse. Weder kann man sich einen S-Klasse Mercedes oder Porsche 911 mit einem mobilen Gerät vorstellen (außer einem sehr gut designten) - noch wird man in die kommenden Citycars aufwendige Navis integrieren.
- Die Routenhinweise erschallen über die eingebauten Lautsprecher, laufende Programme werden dafür ausgeblendet.
- Immer mehr Sensordaten werden vom Navi ausgewertet: Raddrehzahlen (Fahrzeuggeschwindigkeit), Tankgeber, Außentemperatur Mit ihnen lassen sich nützliche Funktionen entwickeln. Warnhinweise, Tankempfehlungen, Routenauswahl etc.
- Die Bedienung kann über ergonomisch platzierte und gestaltete Tasten erfolgen - z.B. am Lenkrad. Dies erhöht die Sicherheit, weil man sich nicht während der Fahrt vorbeugen muss.
- Über geschickt Konstruktionen kann das fest eingebaute Navi diebstahlsicher gemacht werden.
Legte man die gleiche Argumentation wie beim Handy im Auto an, könnte man zu dem Schluss kommen, mobile Navis zu verbieten. Derzeit lautet der Kompromiss, dass der Fahrer beim Start eines mobilen Navis den Hinweis bestätigen muss, das Gerät nicht während der Fahrt zu bedienen.
Wenn die Embedded Systems also aufwendiger sind, warum hat man dann als Kunde trotzdem den Eindruck, dass die Innovationen dennoch von den Herstellern der mobilen Geräte kommen? Und warum gibt es nur bei diesen so einen Preisverfall?
Meine persönliche Antwort lautet: Weil die TomToms und Navigons Direktmarketing betreiben. Sie verkaufen über Händler direkt an Kunden. Während die Hersteller der fest eingebauten an die Fahrzeughersteller liefern und deren Spezifikationen erfüllen müssen. Das heißt nicht, dass Fahrzeughersteller weniger innovativ sind. Doch die o.g. Vorteile machen die Entwicklung eines ins Fahrzeug integrierten Systems auch aufwendiger. Hier müssen die langjährigen Innovationszyklen des Gesamtfahrzeugs mit den kurzen Zyklen eines mobilen Gerätes übereinander gebracht werden.
Unterm Strich ergeben sich aus meiner Sich damit zwei Innovationsrichtungen:
- Die Hersteller der fest verbauten Systeme entwickeln neue fahrzeugbezogene Funktionen.
- Die Hersteller der mobilen Geräte hingegen entwickeln die Kernfunktion Navigation weiter und lösen navigationsspezifische Probleme und personalisieren die Navigation. Hier werden künftig insbesondere Smartphones eine sehr große Rolle spielen.
Die Frage, für welches von beiden man sich entscheidet, stellt sich eigentlich nur in der Mitteklasse. Weder kann man sich einen S-Klasse Mercedes oder Porsche 911 mit einem mobilen Gerät vorstellen (außer einem sehr gut designten) - noch wird man in die kommenden Citycars aufwendige Navis integrieren.
Freitag, 18. April 2008
Parkplatzsuche
Navigationssysteme kalkulieren eine Fahrtzeit bis zum Ziel. Aber die Suche für einen Parkplatz in Zielnähe kalkulieren sie noch nicht ein. Was wäre dafür zu tun? Es müssten Informationen über als Parkmöglichkeiten deklarierte Flächen mit jedem adressierbaren Ziel assoziiert werden. Dazu müssten die Wege zwischen Ziel und den in Frage kommenden Parkplätzen überschlägig abgeschätzt werden - unter Berücksichtigung von Einbahnstraßen, Ampeln, Linksabbiegern etc.
Wie könnte man vor Erreichen des Ziels erfahren, welche Parkplätze frei sind? Das ist schwieriger. Denn selbst wenn alle Parkplätze kartografiert wären, gäbe es viele Mittel, die Belegung eines Parkplatzes nachzuweisen (Hier parkt ein Handy, hier funkt ein Car2x Auto, etc.). Aber nachzuweisen, dass ein Parkplatz nicht belegt ist, ist viel schwieriger und funktioniert eigentlich nur, wenn nicht Autos auf Parkplätzen sondern die Parkplätze selbst abgefragt werden können. Dazu müssten diese mit Sensoren ausgestattet und mit einem online abfragbaren Server verbunden sein.
Wieviel EURO wäre uns die Information über einen freien (und reservierbaren?) Parkplatz wohl wert?
Wie könnte man vor Erreichen des Ziels erfahren, welche Parkplätze frei sind? Das ist schwieriger. Denn selbst wenn alle Parkplätze kartografiert wären, gäbe es viele Mittel, die Belegung eines Parkplatzes nachzuweisen (Hier parkt ein Handy, hier funkt ein Car2x Auto, etc.). Aber nachzuweisen, dass ein Parkplatz nicht belegt ist, ist viel schwieriger und funktioniert eigentlich nur, wenn nicht Autos auf Parkplätzen sondern die Parkplätze selbst abgefragt werden können. Dazu müssten diese mit Sensoren ausgestattet und mit einem online abfragbaren Server verbunden sein.
Wieviel EURO wäre uns die Information über einen freien (und reservierbaren?) Parkplatz wohl wert?
Guter Witz
Von einem Audi Fan:
Jeder der vier Ringe im Audi Emblem steht für 100.000 km Fahrleistung. Zum Vergleich: Bei Opel ist schon der erste Ring durchgestrichen...
Jeder der vier Ringe im Audi Emblem steht für 100.000 km Fahrleistung. Zum Vergleich: Bei Opel ist schon der erste Ring durchgestrichen...
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