Sonntag, 25. Juni 2023

Mit Erbschafts- und Schenkungssteuern delegimitiert sich der Staat

Der Staat ist schon lange Kostentreiber Nummer 1 in Deutschland: 
  • Energie- und künftig hohe CO2-Steuern auf Kraftstoffe.
  • Die Nullzinsphase im Rahmen der EURO-Rettungspolitik verteuerte Immobilien.
  • Die Einwanderungspolitik verteuert unsere Krankenkassen.
Der Staat drangsaliert uns von immer mehr Seiten. Er greift uns nicht mehr nur beim Konsum in die Taschen, er hat in großen Dimensionen Vermögen von deutschen Bürgern in überschuldete Eurostaaten gelenkt (was diese nicht selten für Steuersenkungen nutzten, z. B. Italien). Er hat Immobilienpreise auf Rekordniveau getrieben. Zum einen mit Niedrigzinsen, aber auch mit der Panik vor einem Zusammenbruch des Euro, die er mit seinem dilettantischen Verhalten schürte.

Und den Bürgern, die versuchen die Ersparnisse zu retten, mit denen sie privat für die Rente vorsorgen wollten, greift der Staat abermals in die Tasche. Bei innenfamiliären Angelegenheiten sitzt der Staat immer mit am Tisch und hält die Hand auf:
  • Ihr findet eine Regelung, bei der die Eltern ihr Vermögen allmählich ihren Kindern schenken, weil sich diese im Gegenzug um sie kümmern werden? Bitte sehr: Schenkungssteuer
  • Ihr habt ein Haus von Euren Eltern geerbt, und wisst noch nicht, was Ihr damit tun wollt? Der Staat weiß schon, was Ihr damit tun werdet: Ihr werdet es liquidieren, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu können.
  • Das gleiche gilt beim Erbe von Unternehmensanteilen.
Natürlich gibt es da Freibeträge. Aber in den letzten Jahren musste man nicht zu den oberen 10.000 gehören, um diese mit einer Immobilie plus Auto plus Ersparnisse zu überschreiten. Und wie viele haben in der Vergangenheit genau deshalb Erbschaftssteuern gezahlt und erleben jetzt, wie Habeck und Lagarde den Wert der geerbten Immobilie abstürzen lassen?

Der gleiche Staat, der sich seinen zugesagten Pflichten entzieht (Krankenhäuser, Rettungsdienste, Pflegedienste, innere Sicherheit) zeigt übrigens keine Gnade beim Inkasso. Das geht bis zur Pfändung. Umgekehrt haben wir nur den mühseligen Klageweg durch die Instanzen, wenn überhaupt.

In meinen Augen sind das genügend Befunde, um festzustellen, dass sich der Staat gegenüber uns Bürgern  belegimitiert hat. Kein Reichsbürger belegimitiert ihn wirksam, aber er delegitimiert sich mit seinem Verhalten selbst. Denn sein Gewaltmonopol basiert auf Vereinbarungen wie Schutz und ehrbarem Handeln, Ein Betrüger, der die Hand aufhält, aber nicht liefert, ist kein ehrbarer Händler oder Schutzpatron.

Dieser Staat will im Grunde genommen den Kampf. Und testet eigentlich jedesmal aus, wie weit er gehen kann. Er holt sich stets da, wo er mit dem geringsten Widerstand etwas kriegen kann. Die Stimmung dafür besorgen ARD und ZDF für die der brave Michael auch nicht bezahlt. Bei den Deutschen kann er sehr weit gehen, die stellen den Staat nie in Frage. 

Freitag, 16. Juni 2023

Wie wir IT-Fachkräfte wieder mal von den Verwaltern gebremst werden..

Jetzt war ich endlich in meiner anvisierten Rolle angekommen: Im Programm-Management für die IT-Systeme unserer Projekt- und Produktdaten. Endlich konnte ich meinen Methodikvorschlag anbringen und umsetzen. Künftig würden wir ausgehend von fachlichen Prioritäten übergreifend vorausplanen. Anforderungen aufnehmen, in den Zusammenhang stellen, Abhängigkeiten erkennen und zu einer halbwegs vernünftigen Vorausplanung unserer Facharchitektur kommen. Schnittstellen zum Beispiel sollten künftig nicht an ihren beiden Enden in unterschiedlichen Quartelen oder gar Jahren eingeplant werden.

Freudig gingen wir in die Umsetzung. "Die IT" steuerte sogar ein Architekturmanagement Tool, das wie ein Wiki organisiert ist. Systeme werden dokumentiert und mit technischen und fachlichen und Statusattributen versehen. Als wir den ersten Stand hatten, generierte uns das Tool auf Basis einer ausgewählten Vorlage, vor allem aber auf Basis der gepflegten Attribute eine Facharchitektur, die man für verschiedene Blickwinkel filtern kann. Mal stehen die Farben der Boxen für den Finanzierungsstatus, mal für den Umsetzungsstatus, mal für die Geschäftskritkalität, mal für den erreichten Stand im Lebenszyklus.

"Mein" IT-Architekt und ich wollten gerade mit der ersten Planung beginnen und den dazu gehörenden Budgetanträgen, da wurden wir von oben gebremst:

  1. Der neue Vorstand für neue Geschäftsfelder (ein Maschinenbauer) gab uns eine Setzung für Tools rein, die er mit Unternehmensberatern erarbeitet hatte. Auf der letzten Folie stand: "Umsetzung erfolgt durch die Steuerungen der Fachdomänen".
  2. Diese von der Seite kommenden Setzungen sind nicht budgetiert. 
  3. Von der anderen Seite kam eine Targetsetzung, unser IT-Budgetdeckel. Gegenüber dem Vorjahr abermals hart reduziert.
  4. Und von oben kam die Ankündigung, die Organisation der Fachdomänen abermals umorganisieren zu wollen.
Seitdem:
  • Kümmern sich unsere Manager nur noch darum, in der künftigen Organisation auch ein Kästchen belegen zu können. Plötzlich sind sie alle "Business" oder "Product Owner".
  • Niemand interessiert sich mehr für unsere fachliche oder Budgetplanung bottom up.
  • Das einzige was wir von ihnen empfangen ist Termindruck für die Einstellung unserer Budgetanträge ins System.
Unsere Motivation fiel auf Null. Methodisch waren wir am Ziel. Als Berater hätten wir uns schon zurückziehen können. Aber wir wollen ja auch erleben, dass es fliegt.

In meiner vorherigen Rolle hatte ich all die Aufgaben, um die sich jetzt Manager kloppen, alleine inne. Und zwar als Ehrenamt nebenbei, ohne Mandat. Und ohne Interesse des oberen Management. Und trotzdem schaffte ich es mit einigen anderen Systemverantwortlichen wenigstens einige Schnittstellen besser zu planen.
Und ein übergreifendes Datenmodell einzuführen, das unserem Projektsteuerungsmodell entspricht. Und auf das wir uns über mehrere Systeme hinweg beziehen.

Um mich herum ist keiner mehr ansprechbar. Die süddeutschen Marken haben dauernd Feiertage, lange Wochenenden und Urlaub. Meine Manager sind unentwegt in Meetings. Der zugeordnete IT-Vertreter fragt mich, ob der Portfoliomanager, der zu seinem Team gehört (!), schon eine Urlaubsvertretung hat, um die Budgetzahlen rechtzeitig einzugeben. 

Ich empfinde das als dermaßen niveaulos. Für Ärger habe ich keine Muße mehr. Ich passe nur stets auf, dass ich nicht zu sehr verdumme und demotiviert werde. Wenn ich dann höre, dass von ganz, ganz oben "Effizienzprogramme" und "Entbürokratisierung" starten sollen, kann ich nicht einmal mehr lachen.. Ich weiß so viel: Ich muss das Ganze nicht ernster nehmen als meine Manager..

Sonntag, 4. Juni 2023

Friedrich Merz macht sich lächerlich

"Merz macht Gendern für AfD-Hoch verantwortlich" schreibt die Berliner Zeitung und zitiert einen Tweet von Merz..

Ja klar, Herr Merz. Nicht etwa der Niedergang unseres Landes. Die Grünflation. Die Korruption in Habecks Ministerium, Die Überfremdung. Die zusammenbrechende Infrastruktur.

Denn das kriegt ein Merz gar nicht mit. Da wohnt er nicht. Das juckt ihn nicht. Genauso wie Habeck und Baerbock. Und deshalb macht Merz nicht die Grüne Energie- und Ausländerpolitik verantwortlich, sondern ein Ärgernis, das zwar auch nervt, aber gerade nicht unsere Grundfesten bedroht.

Ich hatte vor Corona mal Hoffnungen auf Merz. Aber er ist von dem Stamme, von dem auch Graichen, Habeck und Baerbock sind: Reset und Transformation.

Die Ampel murkst rum. Aber ein Gespann Merz, Habeck, Baerbock wäre der Turbo für Arbeitslosigkeit und Hyperinflation. Gott bewahre!

Warum ich jetzt vom Fußball zum Tennis wechsle

Ich habe jetzt eine Woche über den Fußball nachgedacht und festgestellt, dass sie mich eigentlich kaum noch interessiert. Sie ist langweilig geworden und ich kann Reportagen im Radio kaum noch folgen.

Folgende Befunde:

  • Es gibt einen prozyklischen Geldfluss in der Liga, der bewirkt, dass die Erfolgreichen immer reicher werden und danach noch erfolgreicher.
  • Platzhirsche wie Bayern und Dortmund müssen schon aus eigenen Fehlern straucheln, damit andere doch mal eine Chance kriegen. Deshalb haben interne Tratschgeschichten bei diesen beiden auch so hohen Unterhaltungswert.
  • Was in den 80ern noch die Ausnahme war, ist heute die Regel. Und umgekehrt: Die Lizenzmannschaften bestehen zu 90% aus Spielern, die mit der Region des Vereins nichts zu tun haben. 54% stammen nicht mal aus Deutschland, gefühlt 30% nicht mal aus Europa.
  • Diese Legionäre wechseln ihre Mannschaften etwa alle 2 Jahre. Wenn es bis zur Winterpause einmal gut läuft, und ein Neueinkauf macht Schlagzeilen, geht es fortan in den Medien um die Frage, ob er denn bleibt oder schon mit Manchester oder Madrid verhandelt.
  • Somit gibt es in allen Mannschaften jedes Jahr viele neue, ausländische Namen. Meistens entdeckte "Talente" die neu in die Liga kommen. Ich kenne sie nicht und will mir die 20 - 30 Namen auch nicht merken.
  • Trotzdem gehen Radioreporter davon aus, dass wir die Namen alle kennen. Denn sie berichten nicht vom Angriff des RB Leipzig, sondern von Nkunku. Diesen Namen kenne ich gerade noch, weil er gegen Bayern und im Pokalfinale ein Tor geschossen hat. Ansonsten weiß ich fast nie, wer da gerade angreift, weil ich die Namen nicht zuordnen kann.
  • Die Nationalmannschaft entspricht der Linienvorgabe der Regierung. Die U17 sieht schon aus wie eine Weltauswahl. Inwiefern ist sie eine deutsche Nationalmannschaft?
  • Das woke Getue und Gedöns des DFB hat unsere Nationalmannschaft in die Bedeutungslosigkeit überführt. (Ähnlich den Funktionären, die unsere Auftritte beim ESC vergeigen.). 2014 war der Höhepunkt. Der Niedergang war auffallend synchron zum Niedergang Deutschlands unter Merkels Politik ab 2015.
All das hat mich vom Fußball entfremdet. Es ist alles eine auf Wertsteigerung von Spielern und Vermarktung angelegte Geldmacherei und funktioniert im Grunde wie der Oligarchenkapitalismus aus den Büchern von Soros und Konsorten: Weltweit Talente rekrutieren, die Vereine und Fans von ihren Wurzeln entfremden und das Ergebnis weltweit vermarkten.

Die Spitzengehälter und Ablösesummen für die so entstandenen Superstars sind aberwitzig. Und das lockt jede Menge Väter an die Jugendabteilungen von lokalen Fußballvereinen. Vorzugsweise solche Väter, die selbst nichts hinbekommen haben, aber von einer Karriere ihres Sohnes träumen. Diese Väter melden ihre Söhne an und sehen fortan im Trainer den Verantwortlichen für die Erfüllung ihrer Träume. Wehe, der taugt nichts! Und im Gegner und Schiedsrichter werden Feinde gesehen, die ihre "hochbegabten" Söhne von deren Karrieren abhalten wollen. Das Ganze artet derzeit fast in Fehden aus, wie sie zwischen kleinen und großen Drogendealern um Reviere ausgetragen werden. Es fliegen die Fäuste. Unnötig zu sagen, welche Kulturkreise sich hier besonders hervortun.

Daraus folgt, dass auch der Amateurfußball keine Lösung mehr ist. Ich kenne viele bayerische Fußballfans, die mit ihren Kindern schon lange nicht mehr zum FCB gehen, sondern zu ihrem Lokalverein. Aber da tobt jetzt der beinharte Kampf um die künftigen Karrieren von Einwanderersöhnen.

Und so wende ich mich komplett vom Fußball ab und wende mich dem Tennis zu. Warum ausgerechnet Tennis
  • Ich habe es schon den 8ßern gespielt.
  • Es ist ebenso technisch wie Fußball.
  • Man trifft manierliche Leute.
  • Jeder spielt für sich. Keine Verfälschbarkeit einer lokalen "Verwurzelung". Wo ich meinen Schläger auspacke da ist mein Verein.
  • Es gibt ein weltweites, punktbasiertes Ranking. Keine Nominierungen, keine Quoten.
  • Es macht Spaß!
  • Es ist auch im Fernsehen spannend zu verfolgen. 
  • Und: Ich bzw. wir spielen es wirklich auch selbst. Im Verein :-)