Freitag, 5. Februar 2021

Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll

In der Statistik der Covid19-Toten pro Mio Einwohner sprengten bis vor kurzem noch UK und Tschechien die Skala der y-Achse. Inzwischen hat Portugal das übernommen, wie man bei "Our World in Data" sieht.

Gestern las ich irgendwo, dass inzwischen wohl tausende von Mutanten unterwegs seien. So wie es in der Influenza Saison ja auch üblich ist. Mein Hausarzt warnt mich immer, die Grippeimpfung im Herbst nicht zu früh zu machen, weil der Schutz dann im Februar zu schwach sein könnte. Und genau diesen Höhepunkt der Welle erleben wir gerade.

Wobei die Zahlen der Todesfälle den Zahlen der positiv getesteten Fälle ja nachlaufen. Wobei wir wiederum wissen, dass die publizierte Zahl der Fälle viel zu hoch ist, weil der PCR-Test unsachgemäß auch bei "asymptomatischen" Menschen angewandt wird. Mithin sind auch alle daraus abgeleiteten Zahlen wie Ansteckraten ungeeignet, aus ihnen politische Maßnahmen abzuleiten.

Die Politik hat etwas, was ihre Maßnahmen stützt und daran hält sie fest. Wäre ihnen hingegen an der Eindämmung von dem was da passiert gelegen, würde sie sich zu allererst mal um eine belastbare Zahlenbasis kümmern, d. h. um eine bessere Messtechnik und um den Ersatz der Faxgeräte in Gesundheitsämtern durch die von einem Helmholtz-Institut entwickelte Meldesoftware Somars.

Aber was sollen wir von Merkel, von der Leyen und Spahn noch erwarten? Sie haben versagt, wo es nur ging. In ihrem eigenen Sinne haben sie vermutlich nicht versagt, denn sie verfolgen andere Ziele als wir.

Was die Impfungen angeht, bin ich inzwischen allerdings etwas vorsichtiger. Der CureVac Gründer Ingmar Hoerr hat gerade darauf hingewiesen, dass die Entwicklung eines guten Wirkstoffs nun mal Zeit brauche. Und dass ein guter Wirkstoff keine Kühlung auf -70 Grad C. brauche.

Ich kriege dabei den Eindruck, dass wir uns mit dem Mist noch Jahre herumschlagen werden. Grippewellen waren früher Privatangelegenheit. Jetzt mischt die Politik mit - im kleinen wie im großen Stil.

Merkel und Macron verkündeten diese Woche, die Pandemie biete auch die Chance zu einer "neuen Weltordnung". Die WELT zitierte genau diesen Begriff, nahm ihn später aber zurück. Und das ist der Fingerzeig, dass Covid19 inzwischen längst instrumentalisiert worden ist.

Ein Paradebeispiel wie fast alle sog. "Qualitätsmedien" bei der Propaganda mitspielen ist die Bewertung des russischen Impfstoffs Sputnik-V. Im Herbst wurde Putin alles mögliche unterstellt. Dass er ihn ohne gründliche Tests zulasse, dass er vor allem Propagandzwecken diene. Als dann wegen der fehlenden Impfstofflieferungen der Druck auf von der Leyen und Merke stieg, hieß es plötzlich, "wir prüfen deutsche Standorte für die Produktion von Sputnik-V". Alles klar?


Dienstag, 2. Februar 2021

Neue Systemarchitektur im Homeoffice

 Ich hatte ja im November geschrieben, dass ich meine heimische "Systemarchitektur" so umbauen muss, dass ich externe Geräte wie Monitor, Maus und ggf. Tastatur für beide Rechner, den privaten und den beruflichen, nutzen kann.

Ich hatte geschrieben, in der Minimalausstattung bräuchte ich noch nicht mal mehr einen neuen privaten Rechner, sondern würde mein iPhone 11 einfach an den externen Monitor anschließen und eine externe Tastatur über Bluetooth verwenden. Ich hatte das ausprobiert, aber es funktionierte nicht sehr gut. Bzw. es funktionierte zwar technisch, war aber nicht komfortabel genug.

Diese Konfiguration bestand aus:

  • iPhone
  • Monitor
  • HDMI Kabel mit Adapter für Thunderbolt-Anschluss
  • Bluetooth Tastatur
Zwei Nachteile brachte dies:
  • Die Bildschirmauflösung lässt sich nicht auf 16:9 bringen.
  • Statt einer Maus muss man weiterhin seinen Finger benutzen, auf dem iPhone Display.
Danach blieben zwei Optionen für einen neuen privaten Rechner:
  • einen Mac mini (Rechner ohne Peripherie)
  • ein Macbook
Von einem Apple Rechner wollte ich nicht abrücken, weil ich inzwischen Gefangener unseres aufgebauten "Ökosystems" bin, inklusive Musikdateien.

Etwa zur gleichen Zeit brachte Apple die ersten neuen Rechner mit dem Inhouse Prozessor M1 heraus. Dieser würde das neue Betriebssystem Mac OS Big Sur nutzen, dass darauf hinausläuft, Apps künftig sowohl auf Mac OS als auch iOS und iPadOS laufen lassen zu können. Bzw. von einer Softwareplattform ableiten zu können. Diesen Pfad wollte ich dann von Anfang mitgehen.

Apple bot als erstes einen Mac mini und ein Apple Macbook an. Der Preisunterschied lag bei über 400 EUR. Für diesen Preisaufschlag hätte ich beim Macbook natürlich noch die Vorteile einer Mobilität und einem weiteren Display (als "Sidekick", wie es bei Apple heißt) gebracht. Das war es mir jedoch in dem Moment nicht wert. Deshalb entschied ich mich für den neuen Mac mini M1.  Ich nutzte am Black Friday Angebote bei Cyberport und Gravis.
Also:
  • mac Mini M1 mit 8 GB RAM bei Gravis für 918 EUR
Dazu noch folgende Peripheriegeräte:
  • Monitor MSI Optik von Cyberport für 234 EUR
  • Logitech Maus von Cyberport für 10 EUR
  • Logitech Tastatur K480 von Amazon für 44 EUR
Die Gesamtrechnung beläuft sich damit auf 1.206 EUR.

Ich benutze diese Konfiguration nun seit zwei Monaten. Sie funktioniert wie erwartet, d. h. ich benutze jetzt Monitor und Maus für Privat und Beruf. Den iMac mit integriertem 27"-Monitor benutzen wir für andere Zwecke weiter. 

Ein erster Nachteil hat sich allerdings gezeigt: Auf meinem Schreibtisch gibt es jetzt zusätzliche Kabel. Schön ist das nicht. Auch kann ich sie nicht beliebig eng bündeln, weil HDMI-Kabel da empfindlich sind. 
Ein zweiter Nachteil ist die noch fehlende Reife des Betriebssystems Big Sur. Das Monitorbild war bis zum heutigen Update auf 11.2 nicht optimal. Ebenso gestaltete sich die Kopplung von Bluetooth Geräten fehleranfällig. Auch das soll jetzt behoben sein. 
Ich werde weiter berichten.

Anschauungsunterricht für den Dunning-Kruger Effekt

Wer etwas mehr Lebenserfahrung hat kennt von Zeitgenossen mit weniger Erfahrung aber mehr Geltungsbedürfnis dieses Phänomen. Sie beschäftigen sich zum ersten Mal tiefer mit einer Sache und meinen anschließend, sie erfunden zu haben. Und rennen dann herum um jedermann ungefragt an ihrer Weisheit teilhaben zu lassen. Der Dunning-Kruger Effekt beschreibt die verzerrte Selbsteinschätzung inkompetenter Leute, das eigene Wissen und Können zu überschätzen.

Ganz anderes die Leute, von denen ich im Laufe der Jahre gelernt habe. Indem sie immer mehr lernten erkannten sie vor allem, dass man nie auslernt. Und umso zurückhaltender sind sie in Diskussionen. Sie klinken sich höchstens ein, wenn sie neue Details hören, die selbst sie noch nicht kannten. Es ist ihnen egal geworden, wie andere über eine Sache denken. Denn die meisten Leute geben ja doch nur wieder, was sie bei anderen gelesen oder gehört haben. Ohne Reflexion. So etwas langweilt nur.

Wir zogen vor 20 Jahren nach Berlin.  Und ein halbes Jahr später gab es den 11. September. Wir trafen uns  abends mit Freunden, die "schon länger hier lebten". Und wir besuchten "Themenabende" der Parteien. Und da wurde mir schnell klar, dass ich gar nichts weiß. Ich versuchte zwar stets mich mit Zeitungslektüre auf Ballhöhe zu halten, aber das reicht beileibe nicht. Man kennt zwar grundlegende Zusammenhänge und damit schon mehr als die meisten anderen. Aber man kennt eigentlich nur gefärbte Zusammenfassungen.

Heute ist es noch schwieriger, weil man die meisten Tageszeitungen eigentlich vergessen kann. So wie die meisten Berufe inzwischen ziemlich heruntergekommen sind und jeder für alles schnell angelernt wird, denn es muss ja nur bis zum nächsten Quartalsbericht oder zur nächsten Finanzierungsrunde reichen, gilt das auch für den Journalismus. 

Und es gilt ganz besonders für Politiker. Wie Angela Merkel, Jens Spahn und Markus Söder vor die Kameras getreten sind, das spottete wirklich jeder Beschreibung. Sie hatten auf dem "Impfgipfel" offenbar  zum ersten Mal gehört, wie ein Unternehmen funktioniert. Dass da geforscht, entwickelt, getestet und dann produziert wird. Dass da Rohstoffe reingehen und dann produziert und dann geliefert wird. Jens Spahn hat sogar gelernt, dass Impfmittelhersteller Pumpen einsetzen und in der jetzigen Phase könne "jede kleine Pumpe, die ausfalle, zu einer Lieferverzögerung führen".

Ja, liebe Kinder, so ist das nun mal in der großen weiten Welt. In der Welt da draußen in den Laboren und Fabriken. Jens Spahn weiß, dass die meisten Deutschen nichts davon wissen, und deshalb erklärt er es ihnen stolz.

Während dessen gibt Markus Söder seine "Insights" (so nennen seine Berater sicher dass, was er jetzt zu haben  meint) zum Besten. Söder sagt, weil man an den Lieferverzögerungen nichts machen könne "muss man halt jetzt zum Erwartungsmanagement greifen". 

Und davor, vor allen Leuten, die sich anmaßen sich selbst für Journalisten zu halten, erlaubte sich die Kanzlerin verbale Unverschämtheiten, die selbst für ihre Maßstäbe ungewöhnlich waren.

Sie sagte, der Austausch mit den Herstellern habe "mehr Realismus" in die Debatte gebracht und "Wunder dürfe man jetzt nicht erwarten".

Meint sie einen Realismus, den es vorher nicht gab, als sie Spahn das Zepter aus der Hand nahm um es unserer allseits anerkannten Beschaffungsexpertin Ursula von der Leyen zu geben? Meint sie mit "Wunder", dass wir von der EU Kommission die Performance, die USA, UK und Israel vorgelebt haben?

Es gibt Leute, die fühlen sich provoziert, wenn man von ihnen Qualität erwartet. Und die wissen immer, wenn sie schützend vor sich zerren können. Kritik? Bitte hier entlang, dort sitzen die Hersteller. Erwartungen? Oh, die müssen sie bei sich selbst beeinflussen. 

Merkel erklärte uns dann bis zur Erschöpfung wie das ist mit  den Ampullen und ob die jetzt "immer gleich geliefert werden oder am Ende der Woche". Wenn sie einen Satz beendete, wusste niemand (inklusive sie selbst) mehr, wie der Satz begonnen hatte. 

Aber der Prozess stimmt. Und der "Nationale Impfplan" wird jetzt abgeleitet aus der "Nationalen Impfstrategie". 

Gott sei bei uns.

Donnerstag, 28. Januar 2021

Die Einsamkeit der Anforderungsmanager und IT-Architekten

 Ich soll mal wieder einen Workshop machen. Einen Workshop, wo ich meine "Befunde adressieren" kann. Bei Unkundigen.

Dabei hatte ich nur angemerkt, dass unser Gefilde inzwischen so komplex ist, dass wir Anforderungen nicht mehr auf dem Flur auf Zuruf aufnehmen, sondern jetzt endlich mal oben anfangen und uns runter hangeln müssen.

Die Zeit, wo wir nicht wissen, worauf wir hinauswollen und auf welchem Weg sollte jetzt vorbei sein. Wir sollten inzwischen zumindest wissen, wie wir de-facto arbeiten und was wir dazu benutzen.

Oder in meinen Worten: So etwas wie Prozesse und eine Facharchitektur kennen. Aber schon diese Begriffe lösen bei unseren nur Kopfkratzen aus. 

Ich war neulich ausgebrochen, als ich hörte, dass irgendein Unterabteilungsleiter mit irgendeinem Mitarbeiter mal aufschreiben wollte, wie wir hier eigentlich arbeiten. Einerseits gut, denn da hatte jemand erkannt, dass wir das tun müssen. Andererseits hatte er durch Zuhören allein noch nicht erkannt, dass das auch irgendwas zu tun hat mit dem, was wir hier so machen.

Ich sagte also in unserem "Regeltermin", dass es so nicht weiter geht. Dass wir jetzt wenigstens innerhalb einer HA übergreifend denken und arbeiten müssen. Ich würde nicht länger als Bestellannahme fungieren.

Und da rede ich nur über drei Unterabteilungen und zwei Systeme. Unser Datenfluss erstrecke sich aber über viel mehr. Und ohne ein fachliches Programmmanagement werden wir nie in einen sinnvollen Zustand  kommen. Und außerdem habe ich keine Lust mehr, den Dingen hinterher zu laufen.

Ich erntete von oben Zustimmung, von den unteren Reihen Schweigen. Es ging so aus, dass ich die Aufgabe bekam, einen Workshop vorzubereiten. Allein natürlich, denn irgendeinen Gleichgesinnten und Verständigen habe ich hier nicht.

Ich hätte das gerne als wichtigste Aufgabe der Woche gehandhabt. All die nervenden Befunde, Erkenntnisse und Vorschläge mal aufschreiben. Aber man braucht dazu Zeit. Und man will ja auch etwas Pepp reinbringen, kreativ sein.

Das war nun leider nicht möglich, da mich die gleichen Leute wie gewohnt in ihre Adhoc Runden zogen. Ich bin ja nicht nur irgendwas mit Fachprojektleiter und Programm"Koordinator". Ich bin ja auch Hotline, Vertreter, Finanzen, Coach, Arbeitsgruppenleiter usw. 

Und 20x 10 Minuten sind nunmal nicht das gleiche wie 3 Stunden am Stück wo man in einen Flow kommt.

Und dass ich das in Folien gießen soll, stört mich auch. Wir haben völlig die Kompetenz verlernt, komprimiert, fokussiert zu sprechen und ebenso zuzuhören. 

Das war in dem Digital Lab anders. Ich hatte mich mit den Architekten so gut verstanden, dass wir es sofort auf unseren beschreibbaren Wänden festhalten konnten. Ganz wenig Verständnisdiskussion, dafür ganz viel Fortschritt.

Darauf darf ich hier nicht derzeit nicht hoffen.

Freitag, 22. Januar 2021

Holte sich Hubert Kah seine Vorlage von "Rosemarie" bei Fischer-Z?

Auf meinem Streifzug durch die frühen 80er Jahre, bin ich auch auf Fisher Z gestoßen. Die Ökos, die damals von ihren älteren Geschwistern ihre Platten in die Klasse mitbrachten, hörten z. B. Fischer Z. Zeitgenossen von damals dürfte "Cruise Missiles" noch in den Ohren vergraben sein.

Ökos hatten damals mit der Neuen Deutschen Welle nichts am Hut. Der Spaß suchende, Auto fahrende Markus mit den Deutschlandfähnchen in der ZDF Hitparade war ihnen ein Graus. Und BAP distanzierten sich hart von der NDW, als sie es in die Charts schafften.
Und umgekehrt: New Waver hörten keine Peacemusik. 

Deshalb ist beiden wohl entgangen, wie sehr "Pretty Paracetamol" von 1980 doch Hubert Kah's "Rosemarie" von 1982 ähnelt:

Freitag, 15. Januar 2021

Wir müssen die Grenze zu Tschechien schließen

Die Qualität der Coronapolitik bemisst sich nicht an Fallzahlen, sondern an Intensiv- und Todesfällen. Das sah die Bundesregierung bis zu ihrem Versagen auch so.

Betrachtet man die 7-Tages-Kurven der Todesfälle von Deutschland und seinen Nachbarn, wird klar was man tun muss: Die Grenze zu Tschechien schließen.


Quelle: https://ourworldindata.org/coronavirus




Mittwoch, 13. Januar 2021

Berliner Senat verweigert Argumente für 15km-Leine

 BILD prägte den Begriff vorige Woche und viele haben ihn aufgegriffen: Die 15km Zone ist eine "Leine". Diese Metapher passt zum "Maulkorb". Und der Kampfhund ist inzwischen das, was überforderte Karrierepolitiker im mündigen, aufsässigen Bürger sehen.

Die RBB Abendschau hatte gestern Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) vorgeladen. Zum Glück war der einzige regierungskritische Moderator an dem Abend dran, Sascha Hingst.

Er frage Ramona Pop nach dem Sinn der 15km Leine: "Ich darf zum Joggen jetzt nicht mehr raus in den Wald fahren, um den Leuten aus dem Weg zu gehen sondern muss ab jetzt im Tiergarten laufen und mich mit den anderen drängen. Welchen Sinn soll das haben?"

Ramona Pop: "Ja, äh, das haben wir ja gemeinsam mit der Bundesregierung beschlossen und wir wollten vermeiden dass es überall andere Regeln gibt."

Hingst: "Aber müssen Regeln nicht auch funktionieren?"

Pop: "Äh ja, tut sie ja auch, auch in Berlin. Wir wollen vermeiden, dass sich die Leute am Wochenende wieder beim Skifahren drängeln."

Hingst: "In Berlin?! Sie können uns doch nicht mit den Skigebieten in den Alpen vergleichen."

Pop: "Also wir haben Hinweise, dass Berliner am Wochenende ins Erzgebirge gefahren sind. Das wollen wir abstellen."

Hingst: "Das höre ich zum ersten Mal."

Pop: "Ja, und darüber hinaus müssen wir hier ja mitmachen, weil alle anderen es auch machen und wir müssen da solidarisch sein."

Irgendwann wurde es Hingst zu blöd und er beendete das Interview.  Es taugte aber immerhin dazu, Intelligenz Leuten vorzuführen, wie dumm dieser Senat ist.

Link zur Abendschau:https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20210112_1930/Bewegungsradius_berlin.html 

Dienstag, 12. Januar 2021

Zensurwillkür führt zu Kurseinbrüchen bei Twitter und Facebook

 Die Zensurmaßnahmen, insbesondere die Sperrung von Donald Trump, hat bei Twitter und Facebook zu starken Einbrüchen ihrer Aktienkurse geführt. Gut so. Die Marktmechanismen funktionieren offenbar. Wer sich zum Inquisitor auf der eigenen Diskussionsplattform aufschwingt, muss wieder lernen was freie Märkte und Meinungsfreiheit sind.

Twitter:

Facebook:

Donald Trump hatte auf Twitter fast 90 Millionen Follower, in der Realität hatte er mehr als 70 Millionen Wähler. Wer meint, diese einfach mundtot machen zu können, und das auch noch ohne Grund, muss es halt finanziell merken.

Twitter und Facebook haben hier aber nur fortgesetzt, was New York Times und Washington Post schon lange vorgelebt hatten. Wer den Diskurs unterdrückt, wer investigative Journalisten diffamiert und bedroht (wie im Fall Snowden), der muss geerdet werden. Und die einzige Sprache, die diese Leute verstehen ist Boykott. 

Übrigens gehört die Washington Post ja inzwischen Jeff Bezos. Es wird Zeit für mich, dass ich nach 22 Jahren meinen Account bei Amazon kündige. Bei Facebook und Twitter bin ich ja schon lange nicht mehr.









Samstag, 9. Januar 2021

Die Meldung des Tages..

 .. kommt von der NZZ.

Aber war es nicht Merkel, die unsere Impfdosen verschenkt, und Müller, der Impfdosen weggeschmissen hatte?



Donnerstag, 7. Januar 2021

Was für ein Jahresstart

Gerade erst hatte auch der letzte Zeitgenosse seine Hoffnung darauf ausgedrückt, dass 2021 nur besser werden könne, da luden Merkel, Söder und Müller zu einer Pressekonferenz ein.

Weil die Datenlage bzgl. neuer Fälle so diffus sei, müsse man jetzt vorbeugen und die Maßnahmen verlängern und verschärfen, sagte Markus Söder. Merkel verkündete mit emotionslosem Apparatischikton,  dass Haushalte jetzt nur noch 1 Besucher empfangen dürfen und um Hotspots mit mehr als 200 Fällen pro 100.000 Einwohner eine 15km Ausgangssperre verhängt werde. Ach und Merkel witzelte auch über das eine oder andere Bonmot bei der Besprechung mit "der Wissenschaft". Aber ansonsten sei alles in die richtigen Gremien und Prozesse eingekippt. Zu dem von BILD enthüllten Skandal über gezielt verschleppte Impfstoffbestellungen äußerte sich Merkel erst auf Journalistennachfrage.

Interessant fand ich die Theorie der Ruhrbarone, dass Merkel und von der Leyen deshalb so wenig Biontech Impfstoff bestellt hatten, weil sie diesen für "Gentechnik" (also Teufelszeug) hielten.

Wie erleichtert dürfte man also in der Koalition gewesen sein, als gestern Abend die Fernsehbilder über Proteste vor dem Washingtoner Capitol gesendet wurden. Trump Anhänger gaben dort ihrem Protest über die dubiosen Vorfälle bei den Wahlen und ihrer Auszählung Ausdruck. Später versammelten sich einige von ihnen auf der Treppe und vor dem Eingang des Capitols. Einige drangen auch ins Gebäude ein. Es soll eine Schießerei gegeben haben.

Wir schalteten quer durch die verfügbaren Sender. Und waren froh, nicht nur linientreue Töne zu hören. So berichtete z. B. auf dem eigentlich linientreuen Bertelsmannsender n-tv ein besonnener  und nachdenklicher Korrespondent live aus Washington. Hinzugeschaltet war ein strategisch und politisch denkender, aber nicht konformistischer Politologe aus Köln, der die naiven Fragen der Studiomoderatorin gerade rückte. Im Ersten (Tagesthemen extra) gab Tante Erna hilflos ihrem Erstaunen Ausdruck. Euronews berichtete live mit deutschem Ton. Die BBC gab den notorischen Hasser auf Trump und seinen "Mob". "Mob" war dann auch die Vokabel, die Washington Post, CNN und Konsorten ab sofort im Gleichklang verwendeten. 

Auch Phoenix berichtete live. Und zwar bereits seit der Rede von Trump. Und just als Trump anfing, seine Vorwürfe gegen die Gerichtsentscheidungen zu begründeten, blendete die Regie aus und schaltete ins Studio um, wo der Moderator seinen Experten zu den "unbegründeten" Vorwürfen Trumps befragte. Gelernt ist halt gelernt.

Montag, 4. Januar 2021

Merkels Coronapolitik ist nicht besser als Trump's oder Johnson's

 Wenn ich dieses faktenfreie Gelaber höre oder lese. Leute die sich über Trump und Johnson erheben und Merkel für ihre Coronapolitik preisen. Dabei liegen alle drei Länder gleichauf, wenn man normierte Todesfälle nimmt (Quelle: World in Data).

Deutschland liegt mit den USA quasi gleichauf und liegt weit über dem EU-Durchschnitt. Der EU-Durchschnitt wiederum liegt weit über den Durchschnitten von Nordamerika, Südamerika und vor allem Asien. Deutschland hat auch weitaus mehr Tote pro Einwohner als Schweden und Spanien.

Aber wenn man die gleichen Leute mit diesen Fakten konfrontiert, machen sie sofort die nächste unbewiesene Behauptung auf: In UK und USA liegt es an der Regierung, in Deutschland liegt es an der Uneinsichtigkeit des Volkes. Das Volk soll nicht Skifahren und Rodeln. Nicht an der frischen Luft aufhalten. Wohl aber soll das Volk Bahnfahren, denn das gilt amtlich als ungefährlich. 

Es ist eine Propaganda am Werk und sie hat es so leicht, weil etwa die Hälfte der Deutschen immer noch das Ideal vom konformistischen Untertan lebt, der sich nach nichts mehr sehnt, als seine freiheitswilligen, mündigen Mitbürger anschwärzen zu können.





Samstag, 2. Januar 2021

Unterbrecher in Diskussionen

Die Neigung mancher Zeitgenossen, andere sofort zu unterbrechen, wenn ein Stichwort bei ihnen eine Assoziation auslöst, trifft und nervt nicht nur Frauen. 

Dieses Verhalten ist nicht nur respektlos sondern auch destruktiv für die Konzentration, besonders in Audiomeetings. Beobachtete Motive sind:

- Dominanztrieb (Ich rede, also bin ich.)

- Lenkung einer Diskussion vom unsicheren ins vertraute Gelände

- Angst, eine Gelegenheit zur Profilierung zu verpassen.

Höfliches Schweigen wird oft als Schwäche oder gar Zustimmung ausgelegt. Es hilft mehr, selbst einfach weiterzureden bis sich ein dritter beschwert, dass er nichts mehr versteht. 

https://slate.com/human-interest/2014/07/study-men-interrupt-women-more-in-tech-workplaces-but-high-ranking-women-learn-to-interrupt.html

Freitag, 1. Januar 2021

Eine wachsende Bereitschaft, Freiheitsrechte zu opfern

 Es gibt im Westen eine wachsende Bereitschaft, Freiheitsrechte zu opfern. Und ich frage mich, woher das kommt.

1. Welle: Das Recht auf Privatsphäre

Diesen Konformismus der Staats- und sog. Qualitätsmedien gibt es nicht erst seit 2015. Der wurde in den USA schon nach den Snowden-Enthüllungen sichtbar. Er äußerte sich in den Angriffen us-amerikanischer Medien nicht auf Barack Obama's Geheimdienstpolitik gegen das eigene  Volk, sondern gegen Snowden selbst. Seit dem 11. Sept. 2001 galt die Aufhebung der Privatheit als legitimes Mittel für die Terrorabwehr.  Das Ausmaß von Umfang und Tiefe blieb aber bis Snowden eher unbekannt. Die Antwort der Linientreuen war: Wer nichts zu verbergen hat, der ist nicht gegen die vollständige Überwachung.

Für die meisten US-Bürger hieß das, sie mussten nun abwägen zwischen dem Komfort und der Eitelkeitsbefriedigung, die ihnen die neuen sozialen Netze brachten - und dem Risiko, vollständig überwacht zu werden. Es half der Regierung, dass in den Jahren zuvor die Bildungsstandards gesunken waren (bzw. exklusiver gemacht worden waren). Eitle, unsichere Bürger sind Regimen immer lieber, als aufgeklärte, mündige Bürger, die ihre Rechte einfordern.

Der einzige Unterschied zwischen Barack Obamas Überwachungspolitik und der Dystopie von George Orwell in "1984" ist: George Orwell lässt die Bürger von ihrer Überwachung wissen. Die Absicht ist, Wohlverhalten zu erzeugen und Abweichungen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Barack Obama erzählte seinen Bürgern nichts davon. Er wollte den Zugriff post-mortem und erstmal feststellen, welche Bevölkerungsgruppen denn überhaupt zur "Abweichung" neigen. (Man kann vielleicht sagen: Donald Trump adressierte später genau diese Leute: Die vom Schnüffelstaat die Schnauze voll hatten.)

2. Welle: Das Recht auf nationale Selbstbestimmung

Nach Snowden kam der nächste Angriff: Auf die nationalen Identitäten der europäischen Mitgliedsländer. Friedensnobelpreisträger Obama setzte bei Merkel durch, dass die EU helfen würde, syrische Bürgerkriegsflüchtlinge ins Land zu lassen. Er richtete seine Forderung gegen die EU, nicht gegen die arabischen Nachbarstaaten Syriens. Und wo er schon einmal dabei war, erweiterte er den Scope dieser Forderung ebenso auf Einwanderer aus Afrika, Afghanistan, Somalia etc. Er und seine "Think Tanks" setzten die Ideologie in die Welt, nach der die westliche Welt, insbesondere Europa, den früheren Kolonien etwas schulde: Wiedergutmachung. Offenbar zählten die bereits geleisteten Milliarden an Entwicklungshilfe nicht. 

Und so kam zum Angriff auf die individuelle Selbstbestimmung durch Überwachung der Angriff auf die nationale Selbstbestimmung durch Zwangseinwanderung. Im Kern des Angriffs steht die nationale Identität. Nein, vielleicht haben wir schon seit längerem sowie so keine nationalen Identitäten mehr. Aber zumindest identifizieren wir uns immer noch mit Nationen, die überwiegend kulturell übereinstimmen, wie z. B. die Demokratien in Europa, Amerika und Asien.

3. Welle: Das Recht auf Freizügigkeit und Mobilität

Greta Thunberg ließ man die dritte Welle starten: Den Angriff auf das Recht auf persönliche Freizügigkeit durch individuelle Mobilität - sprich: Das eigene Auto. Den Vorwand liefert hier die Erzählung von der globalen, menschengemachten Erwärmung des Klimas. Da dieses Risiko in die Zukunft projiziert ist (übrigens schon seit langem), war es opportun, eine Vertreterin der Jugend diese Kampagne bestreiten zu lassen.

Hierzu passt die Unwilligkeit der jungen Generation Z Verantwortung für Besitz zu übernehmen. Sie legt sich eh ungern fest ("Generation Maybe") und benutzt lieber Mietwagen und Elektroauto die draußen herumstehen. Sie wollen sie benutzen, nicht warten und pflegen. Zumal sie solche handwerklichen Fertigkeiten eh nicht mehr lernen. 

Und weitere Wellen sind schon formuliert und geplant. 

4. Welle: Coronapolitik

Auch mit der Todesangst vor einer Virusinfektion lassen sich Freiheitsrechte einschränken oder abschaffen. Wir erleben es gerade live, wie wir uns daran gewöhnen Menschenansammlungen (wie auf Demonstrationen oder kulturellen Darbietungen) für ungewöhnlich zu halten. Die Fronst zwischen linientreuen, naiven und selbstdenkenden mündigen Bürgern, die die Freiheitseinschränkungen höchstens für ein letztes Mittel halten, spaltet inzwischen wirklich unser Land.

5. Welle: Das Recht auf Wahlen

Wo Sachzwänge herrschen, kann man die Entscheidung nicht den Leuten überlassen. So begründete der Gründer von "Extinction Rebellion" seine Ablehnung der Demokratie und die Einführung einer Ökodiktatur. Wir Demokraten hätten nach seinen Worten unsere "Chance (auf Einsicht in die Notwendigkeit) gehabt. Und jetzt sei Schluss mit lustig.

Die Abschaffung des Mehrheitsprinzips spielt auch jenen in die Hände, die Minderheiten immer mehr Rechte und Privilegien zuschanzen wollen. Rassismus und Diskriminierung seien "strukturelle Gewalten" von Mehrheiten gegen Minderheiten und das spreche gegen das Mehrheitsprinzip. 

Wem nutzt das?

Zuerst nutzt das den Regierungen einer enorm gewachsenen Weltbevölkerung. Überwachung, Bewegungseinschränkung und Unselbständigkeit in Form von Abhängigkeiten staatlicher Dienstleistungen waren schon immer die Mittel von Sozialisten und Kommunisten. Aber warum spielen immer mehr Teile der Bevölkerungen da mit?
Ich denke, die Reaktion auf die Abschaffung der Privatsphäre hat die Antwort schon gegeben: Leute geben ihre Mündigkeit gerne ab, weil es bequem ist. Und noch mehr, wenn es zusätzlich Eitelkeiten in Form öffentlicher Anerkennung für konformes Verhalten ("Nachhaltigkeit", Antirassimus,...) einbringt.
Der Kosename "Mutti" für Kanzlerin Merkel war ebenfalls ein Zeichen dafür. Die Popularität der aus Berlin stammenden Familienministerin Gipfel, die mit der quietschenden Stimme und der Kindergartensprache, bedient dieses Muster auch.

Für mündige Bürger sind das ganz schlechte Zeichen. Wenn Katrin Göring-Eckardt erstmal Bundespräsidentin ist, Markus Söder Bundeskanzler, die Autoindustrie untergegangen und die demokratisch-christlich-jüdische Kultur durch eine archaische Scharia ersetzt ist, wird die wertschöpfende Schicht hoffentlich das Land verlassen (solange es noch geht). Zwangsarbeit hat es in unserem Land ja auch schon mal gegeben. Und wie eine MdEP der grünen Fraktion ja neulich gesagt haben soll: "Die arbeitslosen Autobauer können wir dringend in der Altenpflege gebrauchen."