Donnerstag, 21. November 2019

XR - die Klimanazis

Nicht nur ihr Symbol und wie sie es auf Flaggen durch die Straßen tragen, erinnert an die Nazis. Auch ihre Worte tun das inzwischen:

Quelle: BILD

Natürlich "distanziert" sich Lisa Neubauer sofort von der Relativierung des Holocaust. Aber ihre politische Aussage und die der Fridays for Future impliziert ja eigentlich das, was der XR Gründer da ebenfalls outet.

Die Grünen Nazis sehen in den Leistungen ihrer Eltern und Großeltern, also dem größten Wohlstand der Geschichte, von dem niemand mehr profitiert als die Klimanazis, genau in denen die ihnen die Hand reichen sehen sie größte Gefahr der Menschheitsgeschichte. "Die Wertschöpfenden sind unser Unglück", so könnten sie auch sagen.

Oder wie Rainald Grebe es sang:
Sie sind immer noch betroffen,
Wenn irgendwo ein Baum umfällt.
Denn heute retten sie das Klima.
Und morgen die ganze Welt.

Mittwoch, 20. November 2019

Angela Ulrich interviewt Angela Merkel

Früher hätte man gesagt: Friedrich Nowottny hat Helmut Kohl auf den Zahn gefühlt. Heute konstatiert man ernüchtert: Angela Ulrich bot Angela Merkel eine Bühne zur Propaganda.

Quelle: RBB Inforadio

Was wir zu innenpolitischen (Nicht-) Themen nie bekommen, bekommen wir wenn Steuergelder ins Ausland fließen sollen: Erklärungen

Merkel erklärt in dem "Interview" wie ihr Afrika ans Herz gewachsen ist und dass wir eine Verantwortung haben und dass es am Ende ja auch uns nutzt. Was sie meint ist: Mit Ländern, die ihre Flüchtlinge doch nicht nach Europa jagen wollen, denen geben wir "Kredite" mit denen sie deutsche chinesische Solaranlagen kaufen können. Den Herstellern Importeuren geben wir dann Hermesbürgschaften, die die Rechnung am Ende bezahlen.

Zum Schluss fragt Ulrich die Merkel noch, warum sie denn bei innenpolitischen Themen so zurückhaltend sei. Und Merkel dementiert und nennt als Gegenbeweis das "Klimapaket".

Und wie motivierte Merkel das "Klimapaket"? Mit unserer Verantwortung für die Länder, die am meisten unter dem Klimawandel leiden werden... Und deren Einwohner unsere Grenzen zu stürmen drohen. Grenzen, die man nach Merkels Staatsverständnis "nicht schützen kann".

Merkel verkauft uns allen Ernstes als Politik für unsere Interessen, dass sie uns noch mehr Steuern abpresst, die am Ende in afrikanische und arabische Taschen fließen sollen.

Dass es nicht der Klimawandel ist, sondern die Aussicht aufs Schlaraffenland, die die Leute weltweit in Gang setzt, hat jetzt übrigens eine Studie der Princeton Universität bestätigt.

Quelle: FAZ, NBER

Dienstag, 19. November 2019

Kein Mitleid mit dieser Mittelschicht

Ein Grund, warum ich CDU und SPD radikal ablehne ist und bleibt ihr Raubzug gegen die Mittelschicht. Beispiele gab es gestern wieder reichlich:

  • Der Bund will die Funklöcher, die die Bundesnetzagentur aufgedeckt hatte, schließen. Aber nicht mit einer Straffen der Genehmigungsverfahren und Verpflichtung der Netzbetreiber. Nein, jetzt gründen Merkel und Scholz erstmal eine neue Bundesagentur, unterhalb der BnetzA.
  • Merkel hat den Unternehmen Steuererleichterungen in Aussicht gestellt. "Weil die USA und Frankreich da auch was machen." 
  • Und natürlich galoppieren die Kosten für die Heimreisen von IS-Terroristen und Wirtschaftsflüchtlingen weiter. 
  • Es wurden unzählige Agenturen, Projektträger etc. für die Verteilung von Sozialgeldern un den "Kampf gegen rechts" gegründet und rundum versorgt.
Der Grund ist klar: Die Steuern -vor allem die Einkommensteuer- sprudeln und es gibt viel an Klientel zu verteilen.

Und wenn dann mal einer fragt, wann denn die Mittelschicht, die sich für diese Klientel krumm macht, entlastet wird, kommt seit Jahren die Antwort. "Kein Spielraum, wir müssen die schwarze Null halten." Das ist so wie mit den Managergehältern und der anteiligen Gewinnausschüttung an die Belegschaft: Je ungenierter der Vorstand zugreift, desto weniger bleibt für die Wertschöpfenden übrig.

Aber selbst schuld. Wir lassen uns das gefallen. Sowohl im Betrieb, wo wir seit Jahrzehnten keine Angestelltengewerkschaft mehr haben. Als auch bei den Bundestagswahlen, wo den Leuten der vertraute Betrug lieber ist, als ein Befreiungsschlag. Mündigkeit zählt zu den größten Ängsten der Deutschen. "Hauptsache man wird nichts gefragt." hört man von ostdeutschen Bürgern auf Diskussionsforen. Und "die neue Freiheit war das schlimmste" hört man von westdeutschen Neurentnern. Dann doch lieber weiter arbeiten gehen bis zum Umfallen und Steuern auf die Rente zahlen.

Der Gegner geht immer bis zum Anschlag. Solange keine Gegenwehr kommt, nimmt er weiter Raum.  Erst wenn die Kosten für den Raub steigen, lässt er nach. Die deutsche Mittelschicht allerdings hofft lieber, als etwas zu tun. 

So gesehen ärgert mich nicht, wen es alles trifft. Genauso wenig wie bei den Opfern von Gruppenvergewaltigungen und Messermorden. Ihr habt bestellt - jedenfalls ward Ihr Euch zu fein, Euch zu wehren. Und Ding-Dong da ist die Lieferung.

Wenn sie sich mal wehren, sieht das so aus wie gestern Morgen im überfüllten ICE: Da saß ein Mittfünfziger mit Hemd und Pullunder auf dem Boden der 1. Klasse. Dann kam der Zugchef. Und der Mittfünfziger fragte, ob es denn keine Sitzplätze mehr gebe. Antwort: "Sie hatten 2. Klasse gebucht und dann erfolglos versucht, einen Sitzplatz in der 1. Kl. zu buchen. Das geht natürlich nicht." - "Ja, weil die 2. Kl. schon ausgebucht war, wollte ich upgraden." - "Nein, das geht so nicht."

Hier hätte der Passagier fragen können, warum die Bahn regelmäßig überfüllte Züge abfährt und ihre Kapazitäten nicht anpasst. Stattdessen fragte er: "Kann man da nicht ausnahmsweise außer der Reihe etwas machen?"

Das ist das Verhaltensmuster, das mich nervt: Gegen die Mächtigen wird sich nicht empört, da wird versucht, zu bestechen, zu mauscheln. Hauptsache man selbst kommt noch mal irgendwie durch. 

Und heute Morgen sieht es wieder so aus wie gestern. Ich selbst habe mir schon oft genug die Finger wund geschrieben. Habe eine Petition eingereicht. Habe im Berliner Hbf beim Bahnhofsmanager und am Servicepunkt rumgemeckert. Nützt nichts. Es nützt erst was, wenn die Bahner merken, dass wir vereint im großen Maßstab lästig werden.



Montag, 18. November 2019

Neues von der "Deutschen Bahn"


Der Bahnvorstand hat sich in der vergangenen Woche mal wieder seinem wichtigsten Thema gewidmet. Sie glauben jetzt: den Leistungsstörungen im Personenverkehr? Den "Beratungsaufträgen" für ehemalige Manager und Marodeure wie Ulrich Homburg? Dem Defizit in der Logistiksparte?

Kurz: dem, wofür Bahnvorstände bezahlt werden?

Falsch! Pofalla und Konsorten beschäftigten sich vorige Woche damit, ihnen allzu ambitionierten Kollegen Alexander Doll weg zu mobben. Nichts provoziert Günstlinge, die darauf angewiesen sind fehlende Kompetenz durch Seilschaften zu kompensieren, mehr als ein kompetenter Kollege.

Doll musste weg. Übrigens auch, um einer Quotenfrau aus Berlin Platz zu machen: Indem sie die BVG abgewirtschaftet hat, legte Frau Nikutta Zeugnis davon ab, keine Gefahr für die Bahnkonsorten darzustellen. Damit gab sie sich selbst grünes Licht für den nächsten Karriereschritt: Vorstand im Augiasstall der Deutschen Bahn zu werden.

Währenddessen gedeihen in der PR- und Marketingabteilung die Früchte des Ex-Bahnchefs Rüdiger Grube und seiner blonden Kommunikationschefin. Das Bildschirmfoto oben zeigt, wie Grube und Co. unsere Gesellschaft und ihre Kundschaft sehen:

Ganz links (wo sonst..?): die sich mit viel Gesellschaftskritik (bzw. Männerfrust) im Blick an einer heißen Tasse festhaltende Anfangdreißigerin.
Mitte: Der feuchte Traum aller Grünwählerinnen: in den Klauen eines echten Orientalen. (Man kann den Blick der linken Frau so gesehen auch als Neid deuten.)
Rechts: Der Depp, den anderen beiden ihre "Art zu Leben" finanziert: der deutsche, übermüdete, männliche, die Kontrolle über sich selbst verlierende Angestellte und gleichzeitig einziger Steuerzahler in dieser Bilderreihe.

Übrigens: Ist der Unternehmensname "Deutsche" Bahn eigentlich noch zeitgemäß? Muss man ihn nicht streichen, wie die Nation aus der "der Mannschaft"?

Samstag, 16. November 2019

Linke Nazis aus Liebigstraße 34 greifen Gericht an

Berlin hat ein großes Problem mit Linksextremismus. Der Senat, mal verharmlost er, mal verleugnet er. Senat und Bezirke überlassen die Auswüchse dieser linken Nazis gerne der Polizei und Justiz. Denn den Justizsenator stellen die Grünen, den Innensenator die SPD.

Gestern haben die linken Nazis wieder die Nachrichten beherrscht. Die angeklagten Hausbesetzerinnen der Liebigstraße 34 führten sich im Gerichtssaal auf wie Geisteskranke. Sie muteten dem Gericht und allen Anwesenden den Anblick ihrer verkommenen nackten Oberkörper zu und randalierten und kreischten hysterisch. Die Aufnahmen des RBB zeigen, mit was für einem Milieu man es hier als Vermieter zu tun hat: Ungewaschen, ungebildet, aggressiv, reifeverzögert - so wie man linke Nazis halt kennt:

Quellen:
RBB (Text mir Video)

Man fragt sich, warum der Vermieter mit diesem Pack überhaupt Pachtverträge abschließt. Wie kann man der linken Nazipropaganda von "Hausprojekten", "alternativen Ideen" usw. so auf den Leim gehen? Und ich finde es skandalös, dass Tagesspiegel und taz die Gewalt im Gerichtssaal als "Spektakel" und "Auseinandersetzung" verharmlosen.

Vor Prozessbeginn hatten die Linksextremisten das Gerichtsgebäude beschmiert und eine Angestellte einer Immobilienfirma hinterhältig angegriffen.

Grüne und Linke schweigen. Und senden damit Sympathiesignale in die linksradikale Szene.

Aber wo bleibt der Protest der sich selbst sonst immer als "Anständige" bezeichnenden?

Freitag, 15. November 2019

Seehofers Geleitschutz für IS-Mitglieder

Weil gefragt wurde, stelle ich es noch mal klar:

Nein, als gestrandeter Thomas Cook - Urlauber werden sie NICHT von der Bundesregierung auf Staatskosten heimgeflogen.

Um in den Genuss eines Fluges nach Deutschland auf Staatskosten zu kommen, müssen sie Mitglied einer islamistischen Terrorbande sein. Dann genießen sie Priority Checkin:
Vier Frauen mit schwarzen Ganzkörperschleiern, zwei Männer und ein Kleinkind stiegen als erste ins Flugzeug, später die anderen Passagiere.
Quelle: Tagesspiegel

Die Passagiere wurden nicht darauf hingewiesen, dass sie mit Terroristen reisten. Was geht die das an? Die bezahlen diesen 1st Class Service mit ihren Steuern und gut.
Merkel und Müller freuen sich, dass diese Islamnazis Arbeitsplätze in Deutschland schaffen, schreibt der Tagesspiegel:
Sollten diese in Deutschland als Gefährder gelten – also als Personen, denen die Sicherheitsbehörden einen Anschlag zutrauen –, wird das in Deutschland einen massiven Personaleinsatz zur Folge haben: Um einen Verdächtigen dauerhaft zu überwachen, ist ein Team von 25 Polizisten nötig.
In Berlin lebt schon heute eine „hohe zweistellige Zahl“ von islamistischen Gefährdern, dazu kommen Schwerkriminelle aus anderen Milieus, die ebenfalls observiert werden müssen. Insgesamt stehen dafür beim Berliner LKA nicht mehr als 280 Observationskräfte zur Verfügung.
Bitte erliegen Sie jetzt nicht der Versuchung zu denken: Gut, aber dann sind wir wenigstens vor denen geschützt. Falsch! Darum geht es nicht:
Hoch gefährlich dürften die noch zu erwartenden Rückkehrer sein. „Diese Männer sind - zusätzlich zu ihrer ideologischen Einstellung - gewaltaffin und kriegserfahren und müssten noch enger als die Frauen überwacht werden“, sagt Milius. „Dies wird von den Sicherheitsbehörden kaum zu leisten sein.“ Die Kollegen bemerkten schon jetzt, dass traumatisierte Rückkehrer und Rückkehrerinnen wiederholt durch Gewalt- und Propagandadelikte aufgefallen sind, die viele Staatsschutzbeamte binden.
Ein Sprecher von Innensenator Andreas Geisel (SPD) sagte am Donnerstag, man sei auf den Umgang mit IS-Rückkehrern vorbereitet. Die Innenverwaltung binde dazu das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Polizeistellen, Bezirksämter und Sozialeinrichtungen ein.
Einem Thomas de Maiziere müsste das Herz aufgehen, wenn er das liest. (Und wer weiß: dem gewendeten Seehofer vielleicht auch?) Haufenweise knusprig frische IM's und LKW-Fahrer, Messerstecher, Bombenleger, Panzerfaustschützen.

Wer weiß? Vielleicht steht er schon in zwei Wochen neben Ihnen auf dem Weihnachtsmarkt (falls man den bei Ihnen noch so nennt).

Berlins Senator Geisel (SPD) benennt die Verabredung, wie der Exklusivschutz (der All-inclusive-Service) abläuft: Bringt Kinder als Geiseln mit, gebt sie als Eure aus:
Da nun immer mehr Rückkehrer kommen, müssen Politik und Ämter klären, wie es mit ihnen weitergeht. Das Kindeswohl soll dabei an oberster Stelle stehen. Was Senator Geisel mit "vorbereitet sein" meint, sind die Fallkonferenzen. In diesen Runden sitzen Vertreter des Jugendamts, des Kindernotdienstes, des Landeskriminalamtes, aber auch von Violence Prevent Network, einem Sozialträger, der sich intensiv um Deradikalisierung kümmert.
Also, nicht nur im Polizeapparat schaffen die Islamisten neue Arbeitsplätze. Auch bei den "Sozialträgern", Deeskalationsspezialisten, Kirchenfritzen etc. pp. Kurz: dem verlängerten Arm von Frank-Walter Steinmeier.

Der Fall Amri ist ein Fall de Maiziere

Am Mittwoch lief auf arte eine Erinnerung an die hohe Zeit der Fernsehunterhaltung. Ich sah Kulenkampff und dachte: wie stilvoll, wie elegant, wie versiert und gewitzt.

Und natürlich kann ein von der Regierung finanzierter und gelenkter Sender nicht an vergangene deutsche Qualität erinnern, ohne sie als Kompensation für die Nazischuld zu diffamieren.

Und als sie dann Sequenzen von den Nürnberger Prozessen reinschnitten, musste ich an Merkel denken. Dass auch ihr einmal der Prozess gemacht werden wird. Und dass wir verhindern werden müssen, dass sie einfach mit einem Helikopter oder einem der wenigen funktionierenden Flugzeugen der Flugbereitschaft von AKK vor der Verhaftung flüchten wird. (Auch deshalb braucht Merkel übrigens eine gute Beziehung zum Verteidigungsminister: wegen der Kontrolle über die Flugbereitschaft.)

Und jetzt gerade assoziierte ich weiter zu de Maiziere. Als ich lese, dass er einen der kritischen Helfershelfer von Anis Amri (einen V-Mann des LKA NRW) abstellen wollte, als der zu laut vor Amri gewarnt hatte:
Ein Kriminalhauptkommissar, der am Donnerstag im Bundestag als Zeuge befragt wurde, sagte, ein Beamter des Bundeskriminalamtes (BKA) habe ihm am Rande einer Besprechung beim Generalbundesanwalt am 23. Februar 2016 gesagt, der Informant des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes, der damals auf die Gefährlichkeit des späteren Attentäters Anis Amri hingewiesen habe, „mache zu viel Arbeit“.
Diese Auffassung werde auch von „ganz oben“ vertreten, habe ihm der BKA-Beamte in dem Vier-Augen-Gespräch gesagt. Auf seine Nachfrage, wer mit „ganz oben“ gemeint sei, habe der Beamte damals entweder das Innenministerium oder den damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) selbst genannt sowie einen leitenden Kriminaldirektor des BKA im Bereich Staatsschutz. 
Quellen: FAZ, Tagesspiegel

De Maiziere engagierte sich mehr für die Abstellung (wenn nicht Abschaltung) der ihn nervenden Quelle, als für die Verhinderung des islamistischen Anschlags. Das sage nicht ich (wohl aber denke ich es), sondern Martina Renner (SED).

Es deutet alles (ALLES) darauf hin, dass es sich bei dem Anschlag an der Gedächtniskirche um Staatsterrorismus gehandelt hat. Mindestens um unterlassene Hilfeleistung, offenbar aber um Tatbeihilfe durch Unterbindung der Anschlagsverhinderung.

Und was de Maiziere wusste, wusste Merkel auch. Die beiden sind mindestens seit Wendezeiten miteinander verstrickt.

Ich frage mich nur: Wann folgt endlich die Anklage?

Rupert Scholz und andere hochmögende wissen es doch gut genug und können die Normen benennen, gegen die Merkel -und jetzt auch de Maiziere- verstoßen haben. Warum klagen sie nicht?

Ich hatte hier schonmal erwähnt, dass ein Zeuge (mit Bürofenster zur Gedächtniskirche) den Ablauf der Tat gesehen hatte und sich bei der Polizei als Zeuge meldete. Die Berliner Beamten waren aber nicht interessiert, seine Daten aufzunehmen.

Ein Berliner Richter erklärte mir mal, wie der Bund Einfluss nimmt, in derm der Generalbundesanwalt ein Verfahren an sich zieht. Dazu muss ein Fall nur mehr als ein Bundesland berühren. Bei Amri und seinen Glaubensbrüdern war das der Fall: NRW und Berlin.

(Nebenbei: Auch im Fall des NSU gab es juristisch interessante Neuigkeiten, die am Ende nur dazu führten, eine Quelle abschalten zu können. Man überließ ihr noch selbst, ob sie schonend (in Haft) oder hart abgeschaltet würde. Sie schwieg vor Gericht, und so blieb es bei der schonenden Abschaltung.)

Mittwoch, 13. November 2019

Langweilige Zeiten?

Ehrlich gesagt ist mir gerade ein bisschen langweilig. Auch beruflich. Klingt überraschend? Nun, einerseits passiert sehr viel. Andererseits hantieren wir doch hauptsächlich mit Dingen, die es schon lange gibt: Elektromotoren gibt es seit 100 Jahren. Digitale Cockpits? Haben wir nicht erfunden, führen wir nur jetzt erst ein. Digitale Medien? Gähn. Vernetzung, Online Updates? Touchscreen? Digitalisierung?? Behauptet da jemand, das sei neu?

Neu ist, dass nun auch gelernte Maschinenbauer das in ihre Produkte einbauen und "integrieren" müssen. Neu sind die agilen Methoden (und Mentalitäten), die mit einem Bruchteil der früher hierarchischen, wie Behörden tickenden, Silos auskommen. Und das ist das einzige, was mir daran Spaß macht: Transparenz zu schaffen, im Ganzen zu denken, jeden zum Mitdenken aufzufordern und sich selbst aus dem Ziel abzuleiten, was er für seinen Beitrag tun muss.

Oh ja, es war (und ist) ein Kampf. Als ich das erste Mal eine Besprechung (mit Beschlüssen und Aufgaben) auf einem Confluence Wiki dokumentierte, und alle anschließend eine Email mit ihren Aufgaben vom Server bekamen, sprangen einige im Dreieck: Ich sei nicht befugt, ihnen Aufgaben zuzuteilen...

Wenn man da vorher in einem "Lab" gearbeitet hat, fasst man sich nur an den Kopf. Und ich hatte mehrere solcher Kämpfe. Und ich bin geblieben und sie sind gegangen. Und wir haben gemacht, was ich vorgeschlagen (und exerziert) hatte und ich bekam erst noch mehr "Eskalation" und jetzt machen wir, was ich von Anfang vorgeschlagen habe.

Ich erlebe das mit Genugtuung. Für Euphorie bin ich zu müde. Abgekämpft. Vor allem, dass ich da meist allein kämpfen muss - und viel Kommunikation in rückwärtige Absicherung stecken muss, kostet mich viel Energie. Es funktioniert am Ende, ja. Aber ich fühle mich auch ein bisschen ermattet.

Und ich merke, dass ich mich selbst nicht mehr mit glitzernden Innovationen motivieren kann. Sondern mit dem Erlebnis, dass Leute ihre Meinung ändern, ihren Widerstand aufgeben.

Andererseits habe ich da gerade einen interessanten Blog über Apple's erste Smart Glases gelesen. Und welchen Beitrag die Erfahrungen mit ihren Air Tods (den drahtlosen Kopfhören) machen. Wie diese auch als Geräuschfilter gegen die Außenwelt wirken, und eine Funkverbindung zu Kontakten aufbauen können. Wie man sich mit diesen Dingern im Ohr in einer Disco mit jemand anderem verbinden kann und gut verständlich telefonieren kann.

Das könnte noch aufregend werden. Aufregender jedenfalls als digitale Autos... ;-)

Westernhagen: "Grüß mir die Genossen"

Es gibt so Songs, da muss man nur ein paar Begriffe ersetzen, dann stimmt es wieder. Auf diesen hier, von 1978, trifft das auch zu:




Dienstag, 12. November 2019

"Klimaangst"- Am Anfang der neuen Welle stehen psychische Probleme

Wer sich überwinden kann, bento zu lesen, erfährt viel über die Ursachen der neuen Welle. Klar, es KOSTET enorme Überwindung, sich all diesen Schwachsinn anzutun. Aber es lohnt sich.

Was mir schon länger auffiel: Junge Grüne und Rote haben seelische Probleme. "Gefühle" sind bei bento - das sich eigentlich als der "Junge SPIEGEL" versteht, eine feste Rubrik. Sicher, das ist auch eine Folge der Boulevardisierung des Politischen, das vor 20 Jahren mit Sabine Christiansen, der Stewardess, die die Tagesthemen vorlas und später eine eigene Polittalkshow mit einem Friseur als Stammgast bekam. Danach kamen Anne Will und Maybrit Illner. Seitdem lauten die Fragen an die Bundeskanzlerin und Minister nicht mehr "Wie wollen Sie das durchsetzen?" sondern: "Wie fühlen Sie sich? Was macht das mit Ihnen?".

Mit diesen Fernsehnannys wuchs eine ganze Generation auf. Die Katas, Luisas, Annalenas und natürlich die Gretas lauschten neugierig, wenn sich ihre -in der Regel besser gestellten- Eltern über "Ungerechtigkeit" und "Nachhaltigkeit" unterhielten - und was das "mit ihnen macht".

Es ist diese Saturiertheit, die man nach einem guten Essen bekommt und dann zum "gemütlichen Teil" übergeht. Wer satt ist, wer sich alles Materielle leisten kann, dem verliert es an Wert. Der verliert auch das Verständnis für Leute, die das nicht haben, aber täglich danach streben. Zum Beispiel morgens zur Arbeit pendeln und abends noch einen Zweitjob machen. Nee, die eigenen Landsleute tauchen ja nicht mehr abends in der Tagesschau auf, oder in der anschließenden Talkshow. In der Tagesschau erfährt man nur, wie es den Leuten in Bangladesh geht, in Venezuela und in Syrien. Im Sudan oder den Eingeborenen im Regenwald. Und dass es denen schlecht geht. Und dass "der Westen" Schuld daran ist. Der kapitalistische Westen, der die anderen ausbeutet. So ging diese Schnulze früher. Heute hat sie ein neues Kapital: der Westen beutet die Naturressourcen aus, und verpestet, vergiftet die Umwelt dieser Unschuldigen. "Der Westen"? Das sind doch die eigenen Eltern? Nein, das sind die Eltern der anderen. Die eigenen Eltern sind unschuldig.

Anstatt also eine Empathie für die eigenen Leute, Landsleute, zu entwickeln, entwickeln diese Oberklassekinderchen eine Empathie für südamerikanische Sozialisten und IS-Terroristen. Denn in ihrer Lesart "reagieren" die ja nur auf "den Westen". Und da pubertierende Jugendliche leicht zu erregen sind, und von Eigenverantwortung noch nicht viel wissen wollen, und sie scheinbar auch miteinander viele Probleme haben (vgl. bento Rubriken) suchen die jetzt Schuldige. Und das sind wir. Du und ich.

So wie das Kindergartenkind an der Supermarktkasse auf den Boden stampft oder sich plärrend auf den Boden wirft, wenn es nicht kriegt was es sieht, so werden die Gretas und Luisas auch hysterisch, wenn wir nicht machen -bzw. unterlassen- was sie wollen. Vor allem unterlassen. Sie selbst genießen zwar schon den Frequent Traveller Status. Aber -so lassen sie uns aus der Hamburger Villengegend wissen- die Erde kann es sich nicht leisten, wenn das alle so machen würden wie sie.

Sie fordern unseren Verzicht auf das, was sie schon in frühen Jahren hatten. Ich war noch niemals in Japan, aber Frau Luisa Neubauer, 22. Und sie will, dass ich nicht hinfliege. Denn da gibt es nichts zu sehen, was die Verschärfung des Klimawandels rechtfertigen würde.

Und wenn ich trotzdem fliege? Dann bin ich aus Sicht der Generation Greta ein Täter. Und darüber werden sie krank. Über ihre "Machtlosigkeit" bekommen sie dann was? Richtig: Angst.

Klimaangst -engl. Ecoanxiety- ist das neueste Geschäftsmodell der Klimasekten. Und sie haben soeben eine Marketingkampagne losgetreten, die man z. B. auf Instagram und bento besichtigen kann.

Links:
Instagram "Klimaangst"
bento "Zwischen Depression und Angst: Wie gehe ich mit meinen Gefühlen zum Klimawandel um?"

"Das ist dein erster Weltuntergang. Es is okay nicht zu wissen, was zu tun ist.", sagt der "Leitfaden für mentale Gesundheit auf einer kranken Erde".
Mich erinnert das an Scientology und andere Geschäftsmodelle, die auf der Vertuschung psychisch labiler Leute beruhen.

Psychotherapeutinnen wie Ange G. sind da auch nicht dumm und wissen, dass man nur Ursache und Wirkung vertauschen muss, und zack hat man selbst auch ein neues Geschäftsmodell. Sie sagt nicht, dass depressive, saturierte Jugendliche ihre Ängste auf den Klimawandel projizieren und in der Generation ihrer Eltern den Sündenbock sieht. Also der ganz normale Prozess der Abnabelung von den Eltern. Wenn auch um 5 Jahre verspätet, also reifeverzögert. Nein, sie sagt. Am Anfang war der Klimawandel und der macht mit den Kindern Depression.

bento berichtet sogar von einer 22-Jährigen, die sich mal ein Buch gekauft hat! Über Klimawandel! Und danach wurde sie wütend, weil nicht alle ihrer Erregung folgten, die das Buch gerade in ihr erzeugt hatte.

Mein lieber Schwan. Wir werden diese Generation in unserer Wirtschaft nicht nur nicht gebrauchen können (weil die nichts können, aber jede Stunde nach Feedback fragen). Wir werden ihnen auch noch die Therapien ihrer "Klimaangst" bezahlen müssen - und werden froh sein, wenn sie uns nicht das Haus oder Auto anzünden.

Ich stelle mir gerade vor, wie Putin und andere sich kaputt lachen, wenn sie sich anschauen, wie verdummt der einst avantgardistische Westen geworden ist.

Ja, meine Generation besteht in der Tat aus Modernisierungsverlierern. Wir haben an Qualität verloren. Wir kennen noch Qualität. Und werden beraubt von einer geisteskranken Generation, die ihre Unzufriedenheit mit sich selbst auf uns projiziert. Der es materiell so gut geht, wie keiner Generation vor ihr. Und die sich so satt gefressen hat, dass sie jetzt schlechte Laune hat. Die gestrandeten Thomas Cook Urlaubern die Pest an den Hals wünscht, aber mit Privatjets IS-Terroristen nach Deutschland holt, nur um uns einen reinzuwürgen.

Ich muss sagen, allmählich betrachte ich das als Kampfansage. Und wir Erwachsenen müssen uns von denen gar nichts sagen lassen. Wo ist mein Rohrstock? Klassenarbeit! Stubenarrest! Es geht nicht anders.

Sonntag, 10. November 2019

Wie der RBB die Gewaltwelle gegen Amateurschiedsrichter deutet

Gestern lief manch Interessantes im RBB Fernsehen und im Inforadio. Aber ein Beitrag beschrieb mehr als alles andere die "tiefe Spaltung" zwischen uns, dem Volk, und dem Staatsapparat inklusive seiner Sender.

Da berichtete Markus Streim über die Gewaltwelle gegen Amateurschiedsrichter (Link zur Sendung). Ich war überrascht, dass sich der RBB dieses Themas annahm, denn man kann dieses Thema nicht behandeln, ohne kritisch über eingewanderte Macho- und Gewaltkulturen zu berichten, sie beim Namen zu nennen.

Aber ich irrte mich. Ich unterschätzte, wie versiert Staatsjournalisten inzwischen darin sind, Tatsachen um 180 Grad zu wenden. Und das ging so:

Solange Experten als Zeugen für die wachsende Gewalt zitiert wurden, erfuhr der Hörer nichts über die Täter. Die Gewalt wurde im Passiv beschrieben: "Schiris werden bedroht und geschlagen." 

Was sind die Ursachen der Gewalt - die Verrohung der sozialen Medien (DFB Präsident Schulz)?

Dann kündigte Streim ein Interview mit einem Migrationsexperten an - und ich spitzte die Ohren. Ich erfuhr: die meisten Täter kennen die Spielregeln gar nicht - wissen nicht, dass man einen Schiedsrichter nicht einfach mit einem Faustschlag zu Boden streckt, wenn einem sein Entscheid nicht passt? Berlins Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses Jürgen Wehling kam allen Ernstes zu diesem Fazit.
Des weiteren diagnostizierten die Experten falsches Verhalten der Vorbilder in der Bundesliga. An-den-Kopf-fassen und Diskutieren (durchaus von der Meinungsfreiheit gedeckte Verhaltensweisen) sollen archaisch sozialisierte Zeitgenossen zu Faustschlägen inspirieren - sagte ein Ex-Schiedsrichter.

Danach frage Markus Streim: "Oder ist es doch die unterschiedliche Herkunft der Spieler?" und es klang zunächst mutig. Doch dann kam der Präsident des ältesten Migrantenvereins Turkspor in Berlin, Metin Yilmaz zu Wort. Und er sieht die Verantwortung für die zunehmende Verrohung türkischer und arabischer Spieler bei: den Deutschen.

"Speziell im Ostteil hört man oft "Geht in Eure Heimat, geh nach Syrien, geh nach Bagdad! Man nimmt uns mit in dieses Boot mit rein wo wir  nicht dazu gehören. Und dann kommt diese Trotzreaktion." Markus Streim ersteht dies als Steilpass auf und interpretiert Yilmaz so, dass eine zunehmende Anfeindung die Ursache für die Gewalt gegen Schiedsrichter sei.

Aber das hat Yilmaz gar nicht gesagt. Sondern: "Wir Türken wollen nicht pauschal zusammen mit den Arabern kritisiert werden." Mit dem "Boot", in das er nicht gehört, meint er die zunehmende Gewalt arabischstämmiger Spieler. Aber der auf Regierungskurs getrimmte Staatsjournalist hört, was er hören soll.

Und Streim galoppiert weiter: "Sogar Kinder und Enkelkinder von Migranten würden sich vermehrt von der Gesellschaft abwenden. Auch solche Probleme kann der Schiedsrichter allein nicht lösen."

Helfen würde auch, wenn Schiedsrichter die Muttersprache der Problemgruppen beherrschen würden. Dann könnten sie eine ausländische Beleidigung auch mal in der gleichen Sprache beantworten.

Der von SPD und Linkspartei dominierte Rundfunk Berlin Brandenburg, RBB, sieht also unsere Kritik an archaischen Gewaltausbrüchen als Ursache für diese Gewaltausbrüche. Es liegt nur an den Berlinern und Brandenburgern - den einheimischen- wann diese Gewalt wieder aufhört.

Und wenn man Markus Streim konsequent folgt, dann sind auch wir verantwortlich für die Gewaltwelle gegen Rettungskräfte und Polizisten. 

Freitag, 8. November 2019

9. November 1989

Das Jahr '89 begann für mich mit Wachdienst in der Grenzland-Kaserne in Flensburg. Ich hatte nur ein Ziel: Die Verkürzung meines Wehrdienstes um 3 Monate auf 12, so dass ich im Herbst anfangen könnte zu studieren. Und davor musste ich Praktikum in der Industrie absolvieren. Und dieses Praktikum musste ich mir erstmal besorgen. Darum kreisten meine Gedanken, wenn ich nachts an der Bauer Landstraße stand, oder am Zaun entlang patrouillierte. Den anderen Kameraden mit Abitur, die Ingenieur studieren wollten, ging es ähnlich.

Seit meiner einwöchigen Oberstufenfahrt nach Berlin im Oktober '87 wollte ich dort auch studieren. Ich hatte aber noch keinen Plan für den Herbst 89, sondern wollte erst mal das Vordiplom schaffen. Aber ein Kamerad aus Berlin hielt meine Lust auf Berlin am Laufen, in dem ich ihm Löcher in den Bauch fragte. Er studierte Jura und war mitten im Studium "gezogen" worden. Die Einberufung kam getarnt als Wasserrechnung. Wie ich stammte er aus Dortmund.

Der Frühling kam und ich schrieb immer noch Bewerbungen - erfolglos. Dann half mir der Vater eines Freundes und vermittelte uns beide in die gleiche Firma. Von da an zählte ich nur noch die Tage bis zum 30.6. runter. Ich musste mir meinen gesamten Urlaub aufsparen, der Rest wurde mir geschenkt. Ich machte einen LKW-Führerschein und schoss eine silberne Nadel auf dem Schießplatz. Beides waren die positiven Höhepunkte meines Wehrdienstes - auf alles andere hätte ich verzichten können. So sah ich es jedenfalls damals. Erst heute ist mir klar: ich war ein kleines Rädchen in der NATO-Strategie, das den Kommunisten die Stirn bot. Heute weiß ich auch, von Bekannten in Brandenburg in meinem Alter: Der Warschauer Pakt hatte sich Ende der 80er mindestens einmal komplett für einen Angriffskrieg vorbereitet. Bis hin zur Ausgabe scharfer Munition, Urlaubssperre etc.

Anfang Juni lag ich plötzlich im Bw-Krankenhaus, wegen einer Blutvergiftung. So verpasste ich den Besuch Gorbatschows im Ruhrgebiet. Und es war nicht das einzige, was ich in diesem Jahr verpasste.

Das Praktikum in einem Fertigungsbetrieb kam und ging. Ich lernte die Feile, den Lötkolben, die Abisolierzange, den Schaltschrank, den Laser Barcodescanner. Danach kamen die Vorkursen an der Uni Dortmund in Mathe und Physik. Und ich dachte: Gut, dass ich beide Fächer als Leistungskurse gehabt hatte. Sonst wäre es mir so wie einem früheren Mitschüler ergangen. Er musste bereits hier ganz schön kämpfen.

Dann begann das Studium. Alles war neu, ich war der erste in der Verwandtschaft, der studierte. Ich hatte vollauf zu tun. Kam ich abends heim fühlte ich mich wie nach einem Arbeitstag. Erschöpft aber stolz, endlich Student zu sein. Und abends schaute ich mit meinen Eltern, was sich in der DDR so abspielte. Ich erinnere mich noch an die Übertragung aus der Prager Botschaft Ende September.



Die Dichte der Ereignisse nahm immer weiter zu. Es war klar, dass hier Weltgeschichte im Gange war. Aber ich hatte kaum Zeit, außer am Wochenende, mich mehr damit zu beschäftigen. Samstags kaufte ich mir die Süddeutsche. Eine von zwei überregionalen Zeitungen, die es bei unserem Schreibwarenladen gab. Aber auch die Dortmunder Ruhr Nachrichten und WAZ konnte man damals noch lesen.

Dann kam der November und dann der 9. Ich weiß nicht mehr, ob es abends live lief oder ich es in der Tagesschau sah. Als ich hörte, dass die Mauer nun offen war, stand ich wie vom Donner gerührt. Zum einen freute ich mich sehr. Zum anderen hatte ich ein einmaliges Ereignis verpasst. Aber die richtige Intuition gehabt. Es blieb mir eine Lektion für's Leben: Höre auf deine innere Stimme - sie hat meistens recht.



Nicht, dass ich den Mauerfall vorausgeahnt hätte. Aber dass Berlin irgendwie von Bedeutung war oder würde, irgendwie war mir das seit 1987 klar. Im Herbst 89 kam ich aber auch nicht auf die Idee, jetzt mal nach Berlin zu fahren. Alleine wollte ich das nicht machen und allen in meiner Umgebung war es entweder nicht wichtig genug oder sie waren ebenfalls mit ihrem 1. Semester beschäftigt. Wir hatten Angst, den versäumten Stoff nicht mehr nachholen zu können, wenn wir jetzt nach Berlin führen.

Na ja. Ich war dann 1996 das nächste mal da. Da war ich schon in meinem ersten Berufsjahr. Der Potsdamer Platz war eine Riesenbaustelle, eine Baugrube, aus der man das Grundwasser nicht abgepumpt bekam. Heute wohne ich ganz in der Nähe.

Mein, nein da schon unser Umzug, nach Berlin gelang dann erst 2001. Im Rahmen eines Projektes, das ich hier ergattert hatte. Ein möbliertes 40qm Appartement in der Mommsenstraße. Vornehm, aber zu der Zeit noch vergleichsweise günstig. Wir zogen im Februar ein. Und der neu gewählte US Präsident George W. Bush hielt eine Rede gegen China. Irgendwas mit einem Spionageflugzeug und gefangen genommenen US-Soldaten. Ich dachte intuitiv: Bush werden wir bestimmt noch öfter in Uniform sehen. Und dann kam der 11. September.

Donnerstag, 7. November 2019

Novemberregen

Was treibt mich um in diesen Novemberwochen? Das unerwartete Börsenhoch? Das 30. Mauerfalljubiläum? Der Steingart Podcast? Das Wetter? Der Nobelpreis für Handke? Die Antifaschistische Agitation gegen Lucke, de Maiziere und Lindner? Die absurde Fülle in unserer Kantine? Das Schweigen der Merkel zum CDU-Desaster in Thüringen?

Übermorgen, am Samstag, ist wieder der 9. November. Der Tag an dem Linken vom Sieg über den Sozialismus (den unternationalistischen) ablenken. An dem die SED-Erben in Berlin es geschafft haben, dass das Denkmal für die deutsche Einheit (die "Wippe") nicht rechtzeitig fertig wurde. (Man fand eine seltene Fledermausart im Chassis..) Der Senat wird wieder seine Bratwurstmeile "auf dem 17. Juni" aufbauen und von der Treuhand erzählen.

Dass das eigentliche Elend der Sozialismus war, lässt man hier gerne weg. Wie ja das Wesen der Linken überhaupt die Lüge und der Verrat ist.

amazon braucht immer länger, um meine Buchrezensionen durchzulassen. Ich habe Handkes "Winterliche Reise an die Morawa und Drina" positiv rezensiert. Und ich habe etliche linke Pamphlete abrasiert. Ich habe folgende Worte als Entlastungsangriffe gegen linke Ideologen erfunden:
- Wachstumsleugner (gegen die Lüge, dass das Wachstum begrenzt sei).
- Schuldenleugner (gegen die Lüge, dass die Überschuldung der Staaten unschädlich sei).
- Flüchtlingsleugner (gegen die Lüge, dass die Kriminalität nicht gestiegen sei)

Natürlich sind das schwachsinnige Begriffe - genau so schwachsinnig wie "Klimaleugner".

Augstein fasst im Steingart Podcast die linke Mär von der weiter bestehenden Meinungsfreiheit zusammen:
- Sie dürfen Ihre Meinung sagen, sehen Sie doch!
- Nicht mehr sagen dürfen sie die Hetze gegen Minderheiten, die nur Ihre Ressentiments ausdrücken. Das ist keine Zensur - das ist Fortschritt.
- Kein Verständnis für ostdeutsche Grüne, die nicht mehr sagen, was sie denken: "Es ist nie gut, wenn Menschen immer sagen, was ihnen gerade durch den Kopf geht."
Voila, da haben wir schon mal die Verkaufe für die bevorstehenden Zensurmaßnahmen.

Die Serben sind für Europa, was die Sachsen für Deutschland sind: Unerschrockene widerspenstige Leute, die dem linken, islamistischen Mainstream die Stirn bieten. Und das haben grüne Nazis ihnen schon in den 90ern übel genommen und ihnen NATO Bomber geschickt. Deshalb sage ich: Ein dreifaches Hoch auf den froschgebackenen Nobelpreisträger Peter Handke.
(und Danke an David für die weiterführende Literatur!).

Der BvB hat ein 0:2 gegen Inter Mailand noch in ein 3:2 gedreht - Hut ab. Die Bayern haben ohne Kovac gegen Piräus gewonnen. Und Leipzig hat sowieso gewonnen, das passt auch zum 9. November.